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20 Jahre Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm

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Eine Broschüre des Pädagogischen Austauschdienstes. Kostenlos erhältlich im Webshop www.kmk-pad.org/shop

WELCOMING ADDRESSES

WELCOMING ADDRESSES GRUSSWORTE Liebe Leserin, lieber Leser, Dear reader, das Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm feiert 20-jähriges Bestehen und viele der Alumni sind zu unserer großen Freude nach wie vor untereinander und mit uns, der Botschaft, vernetzt! Zwar konnte das Jubiläum coronabedingt noch nicht gebührend zelebriert werden, aber wenigstens können wir digital feiern und einige ehemalige Teilnehmer beider Länder hier selbst zu Wort kommen lassen. Gern möchte ich mich zu den israelischen Teilnehmern äußern. Seit dem Jahr 2000 zieht das Programm jedes Jahr eine erstklassige Auswahl besonders begabter und engagierter israelischer, sowohl jüdischer als auch arabischer, Oberschüler an. Rückblickend können wir heute bestätigen, dass sich die Vision von Bundespräsident Johannes Rau erfüllt hat, als er vor der Knesset damals in seiner Rede das Programm einläutete, um junge Israelis mit dem heutigen Deutschland vertraut zu machen. Viel mehr noch: Jahr um Jahr setzen sich diese jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten mit der gemeinsamen deutsch-israelischen Vergangenheit auseinander. Und wenn zu Beginn des Programms insbesondere Familien der jüdischen Teilnehmenden oftmals misstrauisch über die Teilnahme am Programm waren, so konnte durch die Reise nicht nur das Deutschlandbild der jungen Israelis verändert werden, sondern mit ihnen auch das ihres unmittelbaren Umfelds in Familie und unter Freunden. Jedes Jahr gewinnen wir unter den Stipendiatinnen und Stipendiaten junge Deutschlandbotschafterinnen und -botschafter in Israel, die ihre aktuellen und persönlichen Eindrücke von unserem Land hierher zurückbringen. Wie Dr. Susanne Wasum-Rainer Botschaf terin der Bundesrepublik Deutschland Ambassador of the Federal Republic of Germany the Johannes-Rau-Scholarship Programme celebrates its 20th anniversary, and we are very happy that many of the alumni are still networked, both with each other and with us, the Embassy! Unfortunately, because of Corona the anniversary could not be celebrated as it should, but at least we are able to celebrate it digitally and give former participants from both countries a chance to speak. I am glad to say something about the participants from Israel. Since the year 2000, every year the Programme attracts a first class selection of particularly talented and committed Secondary Level II students, both Jews and Arabs. In retrospect, today we are able to confirm that the vision of Federal President Johannes Rau has become true, when in those days, during his speech to the Knesset, he heralded the Programme, in order of making young people from Israel familiar with the Germany of today. And there is much more: year af ter year these young scholarship holders discuss the common German-Israeli past. And if, at the beginning of the Programme, in particular the families of Jewish participants had a degree of distrust when it came to participating in the Programme, nevertheless this trip has resulted in changing the idea of Germany not only in the minds of these young people from Israel but, with them, of their immediate environment, among their families and friends. Every year, among the scholarship holders we win over new ambassadors to Israel who bring home their current and personal impressions of our country. How much intergenerational the Programme is may be illustrated by an exam- 6

Rückblickend können wir heute bestätigen, dass sich die Vision von Bundespräsident Johannes Rau erfüllt hat, als er vor der Knesset damals in seiner Rede das Programm einläutete. intergenerational das Programm wirkt, zeigt ein Beispiel: Im Jahr 2007 war eine der jüdischen Stipendiatinnen zufällig in Nürnberg zu Gast, der Stadt ihrer Großeltern. Erst die positiven Erzählungen von ihrer Reise überzeugten ihren Großvater, der als Kleinkind vor dem Holocaust gerettet wurde, wieder nach Deutschland zu fahren. Mit Stolz erfüllt kann ich sagen, dass die Alumni zweifelsohne zur zukünftigen Elite Israels zählen, die als jugendliche Rau-Stipendiaten in Berlin im Auswärtigen Amt und im Bundespräsidialamt hochrangig empfangen wurden. Viele der mittlerweile Erwachsenen sind heute als Rechtsanwälte, Ärzte, Ingenieure und Künstler, in diversen NGOs, im Hightechbereich und sogar im israelischen Außenministerium tätig. Die meisten dieser ehemaligen »Raulinge«, wie wir sie herzlich nennen, halten bis heute engen Kontakt mit der Botschaft. Sie sind die jungen Gesichter bei unseren Empfängen und stets bereit, sich für uns einzubringen. Sie bilden ein elementares Glied in den zukünftigen deutsch-israelischen Beziehungen. ple: in 2007, just coincidentally one of the Jewish scholarship holders was a guest in Nuremberg, the city of her grandparents. Only the positive stories she told about her trip convinced her grandfather, who had survived the Holocaust as a little child, to go to Germany again. I am proud to say that doubtlessly the alumni, who as young Rau-scholarship holders have been received as high-ranking guests at the Foreign Of fice and the Federal President's Of fice, count among Israel's future elite. Today many of them, who are meanwhile adults, are active as lawyers, doctors, engineers and artists, with a variety of NGOs, in the high-tech branch, and some of them even at Israel's Foreign Of fice. Most of these former ‘Raulings’, as we like to warmly call them, are still today in contact with the Embassy. They are the young faces at our receptions, and they are always ready to support us. They are a crucial element of the future German-Israel relations. I hope that the Johannes-Rau-Scholarship programme will see many more years of this fruitful dialogue between young people from our countries. Ich wünsche dem Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm noch viele Jahre dieses fruchtbaren Dialogs zwischen jungen Menschen unserer beiden Länder. 7

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