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Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning

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Das Buch stellt eine Auswahl herausragender eTwinning-Projekte vor, die sich mit dem kulturellen Erbe befassen. Es zeigt, wie sich Lehrkräfte und Schüler aller Altersgruppen auf kreative Weise mit diesem Thema beschäftigten.

8 Aus

8 Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning 1.1. Das Europäische Jahr des Kulturerbes, eine Chance zur Förderung der Kulturerbe- Bildung Erminia Sciacchitano, , Leitende wissenschaftliche Beraterin, Europäische Kommission Viele Jahrzehnte lang wurde das „Kulturerbe“ lediglich mit Denkmälern, Museen und Archäologie in Verbindung gebracht. Die Beziehung zwischen Kulturerbe und Bildung bestand in der Regel in passiven Besuchen von Denkmälern oder Museen und beschränkte sich auf die Betrachtung historischer Monumente oder Objekte. Sehr oft beinhaltete dies Führungen mit dem Schwerpunkt auf der chronologischen Abfolge von Ereignissen, die keinen Bezug zu den Lebenserfahrungen der Lernenden hatten. Broschüren, die alle Details eines bestimmten Denkmals ohne jegliche Einbindung in den Kontext oder Einbeziehung der Vorkenntnisse oder Erminia Sciacchitano Erfahrungen der Lernenden schilderten, waren weit verbreitet. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch auch das immaterielle Erbe, natürliche, städtische und ländliche Landschaften sowie das digitale und filmische Erbe in das Kulturerbe einbezogen. Das Rahmenübereinkommen des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Faro, 2005) definiert das Kulturerbe sehr umfassend, indem es dessen materielle, immaterielle und digitale Dimension auf ganzheitliche Weise berücksichtigt: Das kulturelle Erbe ist eine Ansammlung von aus der Vergangenheit übernommenen Ressourcen, die die Menschen unabhängig vom Eigentum als Reflexion und Ausdruck ihrer sich ständig weiterentwickelnden Werte, Überzeugungen, Kenntnisse und Wandlungen begreifen. Es umfasst alle Aspekte der Umwelt, die sich aus der Interaktion zwischen Menschen und Orten im Laufe der Zeit ergeben (Faro 2005). Das Übereinkommen unterstreicht, dass jedes Zeichen oder Symbol, das durch menschliche Tätigkeit geschaffen oder mit einer Bedeutung versehen wurde, und bewusst geschützt, erhalten oder erneuert wird, anstatt es dem natürlichen Verfall, der Vergessenheit oder der Zerstörung zu überlassen, als Kulturerbe angesehen werden kann. Es legt den Schwerpunkt auf die Werte, (kulturell, historisch, ästhetisch, archäologisch, wissenschaftlich, ethnologisch, anthropologisch), Überzeugungen, Erkenntnisse und Wandlungen, die von einer Gemeinschaft oder Referenzgruppe, die das Recht hat, von dieser Ressource zu profitieren, als relevant angesehen werden und die für die Weitergabe an zukünftige Generationen verantwortlich ist. Im Übereinkommen wird auch darauf hingewiesen, dass sich diese Werte ständig weiterentwickeln.

1. Kulturerbe und Bildung 9 Inzwischen wird vollständig anerkannt, dass das kulturelle Erbe eine zentrale Rolle in unseren Gesellschaftsordnungen spielt, indem es ein Gefühl der Zusammengehörigkeit innerhalb und über die nationalen Grenzen hinweg schafft und das gegenseitige Verständnis und gemeinsame Wertvorstellungen fördert, sodass die Wertschätzung des Kulturerbes wächst. Infolge dieses breiteren Verständnisses des Kulturerbes und des zunehmenden Interesses wird das Kulturerbe immer häufiger im Unterrichtsumfeld genutzt, um es möglichst vielen Schülern nahezubringen und die Lernprozesse zu bereichern. Kulturerbe-Bildung ist ein Ansatz für das Lehren und Lernen, der auf der Vorstellung basiert, dass das kulturelle Erbe den Lernenden die Möglichkeit bietet, auf der Grundlage von Erfahrungen zu lernen. Durch das direkte Erleben, Untersuchen, Analysieren und Bewerten des kulturellen Erbes in Form von Gebäuden, Denkmälern, Arbeitsplätzen, Landschaften, Artefakten, Ritualen und Traditionen erwerben die Lernenden Wissen, intellektuelle Fähigkeiten und ein breiteres Spektrum an Kompetenzen, die ihnen helfen, die Gesellschaft und ihre Lebensführung zu erhalten und zu verbessern. 1.2. Kulturerbe-Interpretation: eine Möglichkeit, Schüler für Europa zu begeistern? Interpret Europe – European Association for Heritage interpretation Basierend auf Auszügen aus dem Dokument von Interpret Europe (2017): Engaging citizens with Europe's cultural heritage: How to make best use of the interpretive approach, Witzenhausen: Interpret Europe 1 Als nicht-formaler Lernansatz scheint die Kulturerbe-Interpretation für eTwinning-Projekte gut geeignet zu sein. Die Kulturerbe-Interpretation verwandelt Erfahrungen in Inspirationsund Kreativitätsquellen, weckt die Neugierde der Schüler, beinhaltet potenziell relevante Narrative und fördert die Reflexion. Im Vergleich zu anderen Lernansätzen ist das wichtigste Merkmal der Kulturerbe- Interpretation, dass sie die Akteure dazu auffordert, ihre Erfahrungen selbst zu deuten, indem sie die Fakten in ihren eigenen bedeutungsvollen Kontext einordnen. Die Methode sieht Folgendes vor: • Erfahrungen aus erster Hand mit originalen Manifestationen des Kulturerbes (Erfahrungslernen) • Aktive Beteiligung und Austausch mit anderen Akteuren, was zu persönlicher Resonanz führt • Engagement in der Pflege des Kulturerbes (auch als Ressource für das persönliche Lernen) 1. http://www.interpret-europe.net/fileadmin/Documents/publications/ie_engaging_citizens_with_europes_cultural_ heritage_co.pdf

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