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Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning

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Das Buch stellt eine Auswahl herausragender eTwinning-Projekte vor, die sich mit dem kulturellen Erbe befassen. Es zeigt, wie sich Lehrkräfte und Schüler aller Altersgruppen auf kreative Weise mit diesem Thema beschäftigten.

58 Aus

58 Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning Mehrere Ebenen in der Dauerausstellung ermöglichen, dass sich die Besucher je nach Vorwissen und verfügbarer Zeit unterschiedlich detailliert mit den Inhalten befassen können. Das mehrsprachige Tablet liefert weitere vertiefende Informationen (Audios, Filme) in 24 Sprachen. Die Dauerausstellung wird durch einen interaktiven Entdeckungspfad für Familien auf den Spuren eines Zeitreisenden ergänzt. Verschiedene Arbeitsblätter richten sich an Schüler von Sekundarschulen. Die erste Wechselausstellung ist für andere Lernstile konzipiert und berücksichtigt die unterschiedlichen Motivationen der Besucher. Sie fördert das Lernen durch spielerisches und multisensorisches Erkunden und durch Interaktionen mit der Ausstellung und anderen Besuchern. Anstatt vorgegebene Inhalte affirmativ zu vermitteln, verfolgt das Haus der Europäischen Geschichte einen kritischen Ansatz. Das zeigt sich an drei Punkten: der Verwendung von Fragen, dem Fokus auf der Interpretation und dem Konzept des Erinnerns. Der Ansatz der Infragestellung ist tief im Ausstellungskonzept verankert und zieht sich durch das gesamte Narrativ: Die Besucher werden nach ihrer Meinung gefragt, verschiedene Standpunkte werden einander gegenübergestellt und die Objekte ermöglichen eine vielschichtige Interpretation. Das Konzept der Interpretation wird zum Beispiel sichtbar, wenn die Ausstellung zeigt, wie der Mythos Europa verwendet wurde, um Meinungen über Europa im Laufe der Jahrhunderte zu verbreiten, oder wenn sie zeigt, wie sich das kartographische Bild Europas im Laufe der Zeit und mit der geografischen Perspektive des Betrachters verändert. Interpretation ist auch das Thema eines 25 m hohen Kunstwerks, das im Treppenhaus hängt und einen Strudel von Zitaten über die Geschichte darstellt. Die Komplexität wird innerhalb des Ausstellungsnarrativs über häufige historische Prozesse aufgrund von Erinnerungen weiter erhöht. Dabei wird die Frage gestellt, woran wir – individuell oder kollektiv – beschlossen haben, uns zu erinnern, und was wir lieber vergessen. Ergänzt werden die Ausstellungen durch Lern- und Veranstaltungsprogramme. Schließlich ermöglichen Online-Lernressourcen in 24 Sprachen die Nutzung transnationaler Inhalte in Klassenzimmern in ganz Europa. Deren Themen (Migration, Konflikte, Menschenrechte, Identität, Informationstechnologien) wurden so ausgewählt, dass sie in den Kontext der unterschiedlichen Lehrpläne in Europa passen 12 . Mit diesem Online-Angebot möchte das Haus der Europäischen Geschichte Schüler in ganz Europa ansprechen, dem Unterricht eine europäische Dimension verleihen und Neugierde auf die gemeinsame Geschichte wecken. 12. Die Ressourcen können hier heruntergeladen werden: https://historia-europa.ep.eu/en/educators-teachers/ classroom-activities.

4. Die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe Europas – weitere Lernressourcen 59 4.2 eTwinning- und UNESCO-Schulen: Die Zukunft gestalten, indem man die Vergangenheit entdeckt Museen spielen sicher eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des kulturellen Erbes. Allerdings sind die Lehrkräfte in einer privilegierten Position, um die Schüler bei der Erkundung der Vergangenheit anzuleiten und ihnen zu zeigen, wie sie von ihren Vorfahren lernen und ihre Zukunft gestalten können. Schulen sind eine reiche Informationsquelle und helfen den Schülern, durch konstruktive Aktivitäten praktische Fähigkeiten zu erwerben. Aus diesem Grund stellen wir Beispiele für Aktivitäten an Schulen vor, die mit dem neuen eTwinning-Schulsiegel ausgezeichnet wurden und bereits Teil des vor 70 Jahren gegründeten Netzwerks der UNESCO-Projektschulen waren. Das eTwinning-Schulsiegel wurde 2018 eingeführt, um den Einsatz und das Engagement von Lehrerteams und Schulleitern innerhalb derselben Schule anzuerkennen und zu würdigen. eTwinning-Schulen werden in folgenden Bereichen als führend betrachtet: • Digitale Praxis • eSafety-Praxis • Innovative und kreative pädagogische Ansätze • Förderung der kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter • Förderung kollaborativer Lernmethoden mit Personal und Schülern eTwinning-Schulen werden in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen, da es ihre Aufgabe ist, die zukünftige Entwicklung von eTwinning voranzutreiben und sich verschiedener Themen anzunehmen. Eines dieser Themen kann die Förderung und Erhaltung des kulturellen Erbes sein. Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen (https://aspnet.unesco.org/) ist ein langjähriges globales Netzwerk, das Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt verbindet, um gemeinsame Ziele in Bezug auf internationale Verständigung und Zusammenarbeit, interkulturellen Dialog und Frieden, nachhaltige Entwicklung und qualitativ hochwertige Bildung in der Praxis zu erreichen. Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen wird sich auch an einem gemeinsamen Projekt mit der Europäischen Kommission beteiligen. Es wurde im Rahmen des Europäischen Jahres des Kulturerbes mit dem Ziel ins Leben gerufen, das Bewusstsein für gemeinsame Geschichte und Werte zu schärfen und zur Wertschätzung der kulturellen Vielfalt durch interkulturellen Austausch auf der Grundlage der Interpretation, Präsentation und des Austauschs des kulturellen Erbes beizutragen sowie die Schüler dazu anzuregen, ihr immaterielles Kulturerbe (neu) zu entdecken und zu teilen. In diesem Abschnitt geben Schulleiter und Lehrkräfte von eTwinning-Schulen, die bereits an Projekten zum Thema Kulturerbe im Rahmen dieses UNESCO-Netzwerks gearbeitet haben, ihre Ideen und Erfahrungen weiter.

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