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Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning

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Das Buch stellt eine Auswahl herausragender eTwinning-Projekte vor, die sich mit dem kulturellen Erbe befassen. Es zeigt, wie sich Lehrkräfte und Schüler aller Altersgruppen auf kreative Weise mit diesem Thema beschäftigten.

64 Aus

64 Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning Schule: Osnovna šola Simona šola Simona Gregorčiča Kobarid, Slowenien Schulleiterin: Melita Jakelj Lehrkraft: Aurora Calvet Welche Art von Aktivitäten im Zusammenhang mit dem kulturellen Erbe haben Sie an Ihrer Schule organisiert? Wir haben gerade das 50-jährige Bestehen der Schule gefeiert und viel Recherche betrieben, wie die Schule in der Vergangenheit war. Wir haben auch eine Ausstellung und einen Tag der offenen Tür organisiert, an dem 200 Personen die Schule besuchten. Die Schüler beschäftigten sich mit dem Thema Kulturerbe, indem sie Museen, alte Häuser und Ausstellungen besuchten und mit ihren Großeltern zusammenarbeiteten. Eine andere Klasse führte das eTwinning-Projekt „Happy to meet each other“ mit Partnern aus Spanien durch, bei dem sie einander ihre Kulturen vorstellten. Melita Jakelj Jedes Jahr machen wir ein Projekt, an dem die ganze Schule, d. h. alle 330 Schüler sowie alle Lehrkräfte und anderen Mitarbeiter, beteiligt sind. In diesem Jahr haben wir die Vorteile der Zusammenarbeit mit der älteren Generation entdeckt und wir werden Eltern und Großeltern auch in zukünftige Projekte einbeziehen. Organisieren Sie Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Netzwerk der UNESCO- Projektschulen mithilfe von eTwinning? Ja, wir stehen in Kontakt mit einer Schule aus Slowenien und einer aus Tschechien und haben damit begonnen, ein eTwinning-Projekt für das nächste Schuljahr über das kulturelle Erbe vorzubereiten. Glauben Sie, dass Ihre Schule als eTwinning-Schule mehr Lehrkräfte in solche Aktivitäten einbeziehen kann? Ja, im nächsten Jahr werden alle Lehrkräfte einbezogen, da wir ein Erasmus+-Projekt durchführen werden, das auch in eTwinning registriert wird. Ich bin der Meinung, dass wir als eTwinning-Schule eine große Verantwortung haben und innovatives Lehren und Lernen fördern sollten. Zusätzlich zu unserer Arbeit und den Kollegen, die wir einbeziehen werden, müssen uns auch die Ministerien und Bildungskommissionen fördern und unsere Mission unterstützen. eTwinning-Schulen werden sicherlich ihre Rolle als Botschafterschulen wahrnehmen, was zu innovativen Unterrichtsmethoden führen, die Zusammenarbeit stärken und mehr Lehrkräfte dazu inspirieren kann, in dieser Richtung zu arbeiten. Das Kulturerbe ist nur eines der vielen Themen, an denen Lehrkräfte unter Verfolgung eines ganzheitlichen schulischen Ansatzes mit ihren Schülern arbeiten können, um ihnen zu helfen, ihre Zukunft auf der Grundlage der Kenntnis der Vergangenheit zu gestalten.

Fazit 65 Fazit Santi Scimeca, eTwinning-Projektmanager, Central Support Service (zentrale Koordinierungsstelle) eTwinning begeht das Europäische Jahr des Kulturerbes mit vielen Initiativen: Workshops, Konferenzen, Seminare, Online- Aktivitäten, Materialien und natürlich das vorliegende Buch. Das folgende Beispiel zeigt deutlich, wie beliebt das Kulturerbe unter eTwinnern ist. Anfang 2018 lud die Europäische Kommission eTwinning ein, drei Projekte auszuwählen, die auf der Abschlusskonferenz des Europäischen Jahres des Kulturerbes besonders ausgezeichnet werden sollten. Dies hat zum „eTwinning-Sonderpreis Kulturerbe“ geführt. Sofort wurde eine Kommunikationskampagne gestartet, die Santi Scimeca Lehrkräfte motivieren sollte, sich über die Bewerbung um das Nationale Qualitätssiegel für diesen Preis zu qualifizieren. Bereits nach wenigen Monaten und lange vor Ablauf der Frist hatten sich mehr als 600 Projekte für diesen Sonderpreis beworben (ein Drittel aller Anträge für das Qualitätssiegel). Zwei Punkte werden daraus ersichtlich: Zum einen, dass sich die Lehrkräfte bei der Zusammenarbeit mit Kollegen aus ganz Europa sehr für das Thema Kulturerbe interessieren und zum anderen, dass die Lehrkräfte das Konzept des Kulturerbes und seine Bedeutung für lokale Gemeinschaften und die Schüler noch immer erkunden. Die Leser dieses Buches wissen inzwischen sicher, wie vielfältig das kulturelle Erbe Europas ist. Es umgibt uns und ist offensichtlicher, als wir wahrscheinlich gedacht haben. Aber nicht alles, was alt ist, ist Kulturerbe. Nur Ergebnisse menschlicher Aktivitäten, die bewusst geschützt, erhalten oder restauriert werden, anstatt sie dem natürlichen Verfall, dem Vergessen oder der Zerstörung zu überlassen, können als Kulturerbe betrachtet werden. Wir alle wissen (als Teil unseres kulturellen Erbes, könnte man sagen), dass der einzige Weg, zu lernen, wer wir wirklich sind und wohin wir gehen wollen, darin besteht, zu wissen, woher wir kommen. Unsere Kultur ist ein dynamisches Normenwerk, das sich ständig verändert: Manchmal dauert es Jahrhunderte, manchmal eine halbe Generation. Und in Zeiten der liquiden Gesellschaft, wie Bauman sie nennen würde, müssen wir unsere Werte auf das wirklich Etablierte und Bewährte gründen und vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme infrage stellen. Unser kulturelles Erbe besteht nicht nur aus Denkmälern und Rezepten, sondern manifestiert sich auch in der Art und Weise,

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