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Austausch bildet – Dezember 2019

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. Schwerpunkt der Dezember-Ausgabe ist das EU-Bildungsprogramm Erasmus+. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen.

Erfahrungen 35 austausch

Erfahrungen 35 austausch bildet Colegio Alexander von Humboldt heißt die Deutsche Auslandsschule in Mexiko-Stadt, mit der das St.-Viti-Gymnasium in Zeven eine Schulpartnerschaft pflegt. Ganz im Sinne des deutschen Naturforschers, dessen Geburtstag sich 2019 zum 250. Mal jährte, führten die Schülerinnen und Schüler bei der letzten Begegnung gemeinsam naturwissenschaftliche Experimente durch. schulen: partner der zukunft Schüler experimentieren im Kindergarten von janna degener-storr M it Jugendlichen in ein Land zu reisen, mit dem man zunächst hohe Kriminalitätsraten und Drogenhandel verbindet? Zehntausend Kilometer für einen Schüleraustausch zurücklegen trotz der Kosten und Umweltbelastungen, die das verursacht? Viele Eltern waren unsicher, als die Spanischlehrkräfte des St.-Viti-Gymnasiums in Zeven (Niedersachsen) vor sechs Jahren eine Partnerschaft mit einer Deutschen Auslandsschule in Mexiko aufbauen wollten. »Viele fragten uns, warum wir nicht einfach nach Spanien fahren«, erinnert sich Eva Findenegg, die den Austausch bereits dreimal durchgeführt hat. Unter Federführung der damaligen stellvertretenden Schulleiterin Iris Rehder und der Spanischfachleiterin Gunna Otholt wurde das Austauschprojekt damals angeschoben und die Initiatorinnen schafften es, die Skeptiker an ihrer Schule zu überzeugen. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Programm »Schulen: Partner der Zukunft« (PASCH), aber auch mit Hartnäckigkeit und guten Argumenten: »Stellen Sie sich vor, Sie lebten in einem Land wie Mexiko Sie würden auf ein Austauschkind, das Ihnen anvertraut wurde, doch mindestens genauso gut aufpassen wie auf Ihre eigenen Kinder!« Und: »Viele Menschen setzen sich tagtäglich überflüssigerweise in ein Flugzeug. Dieser Austausch aber eröffnet unseren Kindern einen neuen Horizont.« Die ersten Erfahrungen geben den Initiatoren des Austauschs recht. Seit dem Jahr 2003 verbringen die Mexikaner alle zwei Jahre zwei Wochen in Zeven. Ein halbes Jahr später starten die Zevener den Gegenbesuch. Teilnehmen dürfen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10. Weil das Interesse trotz anfänglicher Vorbehalte groß ist, müssen die Schülerinnen und Schüler sich schriftlich um die Teilnahme bemühen. Von den rund 35 Bewerbungen, die sie erhalten, wählen die Lehrkräfte 25 Schülerinnen und Schüler aus, die mitmachen dürfen. Gut vorbereitet aufeinander zugehen In einer Arbeitsgemeinschaft bereiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austauschprojektes darauf vor, was es bedeutet, Gäste aus einem anderen Teil der Welt zu empfangen, und welche Schwierigkeiten während des Aufenthalts in Mexiko auftreten können. »An einem Workshopwochenende spielen wir Situationen nach, in denen ein Gastkind zum Beispiel Heimweh bekommt. Wir sprechen darüber, wie die Schülerinnen und Schüler ihren Familien in Mexiko höflich sagen können, wenn ihnen das Essen mal nicht schmeckt. Und weil es schüchternen Jugendlichen erfahrungsgemäß oft schwerfällt, den richtigen Moment zu finden, um ihr Gastgeschenk aus Deutschland zu überreichen, ist auch das ein Thema der Vorbereitung«, erklärt Eva Findenegg. Auch die Vorbereitung eines gemeinsamen Projektes, das während der Austauschbegegnung durchgeführt wird, ist Aufgabe der Schülerinnen und Schüler. An den letzten Besuch der Mexikaner, der dem Thema »Wasser in unserer Kulturlandschaft« gewidmet war, knüpfte die Gruppe mit einem naturwissenschaftlichen Projekt an. In Gruppen überlegten sich die Schülerinnen und Schüler Experimente rund um die Phänomene Wasserdruck, Wasserlöslichkeit, Oberflächenspannung sowie Schwimmen und Sinken, die sie später gemeinsam mit den mexikanischen > 34

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