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Austausch bildet - Dezember 2020

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Austausch trotzt Corona" lautet das Motto der Dezemberausgabe und zeigt, wie Schulen den Schüleraustausch trotz der Pandemie aufrechterhalten haben. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen. www.kmk-pad.org/shop

Über den Deutschen

Über den Deutschen eTwinning-Preis Mit dem Deutschen eTwinning-Preis werden jährlich beispielhafte Internetprojekte ausgezeichnet, die Schulen oder vorschulische Einrichtungen in Europa gemeinsam durchgeführt haben. In das Auswahlverfahren gehen dabei automatisch alle Projekte ein, die in dem jeweiligen Schuljahr das eTwinning-Qualitätssiegel erhalten haben. Die Bewertung erfolgt durch eine Expertenjury aus erfahrenen Mediendidaktikerinnen und -didaktikern. Kriterien sind unter anderem ein kreativer Medieneinsatz, die Kooperation zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie ein innovatives Unterrichtskonzept. Die Auszeichnung wird in drei Alterskategorien sowie einer Spezialkategorie vergeben. Für den Preis erhalten die ausgezeichneten Schulen Gutscheine im Wert zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Weitere Informationen www.kmk-pad.org/dep Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig, gratulierte allen Preisträgerinnen und Preisträgern per Videobotschaft und betonte den Stellenwert digitaler Bildung nicht erst in Coronazeiten: »Wir müssen die Medienbildung in Schule und Unterricht weiter stärken und Kompetenzen fördern, die in einer digitalen Gesellschaft notwendig sind. Wie dies gelingen kann, haben Ihre Projekte unter Beweis gestellt«, würdigte sie die Arbeit der Schulen. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung des Mottos »Europa erleben und gestalten«, das sie für ihre Präsidentschaft gewählt hatte: »Europa ist eine Aufgabe für uns alle. Mir ist es wichtig, Schülerinnen und Schülern den Wert Europas näherzubringen und sie so für das demokratische Miteinander zu begeistern. Ich freue mich, dass dieser Funke in ihren und euren Projekten übergesprungen ist.« Insgesamt konnten sich elf Schulen aus sechs Bundesländern über den Deutschen eTwinning-Preis freuen. Viele aktuelle Themen, die Kinder und Jugendliche bewegen, wurden mit den europäischen Partnerklassen diskutiert und gemeinsam zu beeindruckenden Resultaten aufbereitet. Projekte greifen aktuelle Themen auf So setzten sich einige der prämierten Projekte mit dem zunehmenden Verpackungsmüll aus Kunststoff auseinander und lernten mehr darüber, wie er die Umwelt und nicht zuletzt die Weltmeere schädigt. Diese Kooperationen stehen in engem Bezug zum eTwinning-Jahresthema »Klimawandel« und ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, sich mit diesen komplexen Fragestellungen zu befassen und Lösungen zu finden. Zum Projekt »Say No to Plastic Pollution« (SNOPP) der St. Marien-Schule Moers (Nordrhein-Westfalen) als erstplatziertem in der Altersgruppe 7 bis 11 Jahre hob die Jury hervor, dass es gelungen sei, »den Kindern positive Wege aufzuzeigen, wie sie die Lage durch eigenes Handeln verbessern können, etwa durch Müllvermeidung oder Recycling«. Auch das Projekt »Let’s make a move! European citizens fighting the ocean plastic soup« überzeugte die Jury. Mit dem ersten Platz in der Altersgruppe 16 bis 21 Jahre wurden die beteiligten Schulen, die Peter-Paul-Cahensly-Schule aus Limburg an der Lahn (Hessen) und das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg aus Ratingen (Nordrhein-Westfalen), belohnt. Hier haben sich die Jugendlichen kritisch mit ihrem eigenen Konsumverhalten befasst. Die Jury bescheinigte den Lehrkräften eine gelungene didaktisch-methodische Umsetzung zur Erreichung der Ziele, bei der vor allem auch die Zusammenarbeit in internationalen Teams hervorzuheben war. Besondere Kreativität entwickelten die Jugendlichen im Projekt »Tracing and shaping our cultural heritage: dramatists and poets« des Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasiums Marl (Nordrhein-Westfalen). Hier stand die Vielfalt sprachlicher Traditionen im Mittelpunkt, die die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Gedichten und Texten und sogar Tanz- und Theaterstücken weiterentwickelten und sich so den ersten Platz in der Altersgruppe 12 bis 15 Jahre sicherten. In der gleichen Altersgruppe prämiert wurde das Projekt »eTwinzine« des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Nienburg (Niedersachsen). Die Schülerinnen und Grafik: Europäischer Wettbewerb Foto: Die Harke/Edda Hagebölling

25 »Abstand halten« war angesagt, als Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sich aus den Klassenzimmern zuschalteten – wie hier am Marion-Dönhoff-Gymnasium. Schüler erstellten zwei umfangreiche Onlinemagazine. In internationalen Redaktionsteams bearbeiteten die Jugendlichen eigenverantwortlich selbst gewählte Themen, die einen engen Bezug zu ihrer Lebenswelt aufweisen, so etwa Musik, Manga, Mode, aber auch Klimaschutz – und alles in englischer Sprache. Dass die »Generation Internet« durchaus in der Lage ist, dieses gern genutzte Medium kritisch zu hinterfragen, wenn es um Themen wie Influencer, eSafety oder Cybermobbing geht, oder ihr eigenes Nutzerverhalten auf den Prüfstand zu stellen, bewiesen die Projekte »Influenced« des Gymnasiums Georgianum Hildburghausen (Thüringen) und »eWalking« des Freiherr-vom- Stein-Berufskollegs in Minden (Nordrhein-Westfalen). Denn klar ist: Wer sich bewusst und reflektiert im Internet bewegt, kann zum Beispiel Fake News leichter erkennen. Der Spezialpreis zum Thema »Inklusion» ging an das Projekt »Das lustige Natur-ABC« der Schule am Pappelhof in Berlin. Die Besonderheit: Hier haben Schülerinnen und Schüler einer Förderschule mit Jugendlichen eines Gymnasiums zusammengearbeitet – und alle Beteiligten konnten davon profitieren. Dies sei »ein Projekt, das analoge und digitale Elemente aufs Vorzüglichste miteinander verbindet und zeigt, dass inklusives Lernen gelingen kann«, wie es in der Jurybewertung heißt. Mehr über die ausgezeichneten Projekte www.kmk-pad.org/dep2019 europäischer wettbewerb »Digital EU – and YOU?!« Der Europäische Wettbewerb lädt dazu ein, sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen. Beiträge können bis 1. März 2021 eingereicht werden. Die Coronakrise führt vor Augen, wie wichtig die Digitalisierung für unser Zusammenleben in Europa ist. Videokonferenzen, Clouds, Chats und Lernplattformen machen es möglich, dass Lehrkräfte und Schulklassen trotz Abstandsgebot gemeinsam lernen und arbeiten können und soziale Kontakte weiterhin online bestehen. Passend dazu beleuchtet der 68. Europäische Wettbewerb unter dem Motto »Digital EU – and YOU?« die Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf die Digitalisierung und ihre Folgen: Wie hat sich ihre Lebenswelt dadurch verändert? Welche kreativen Ausdrucksformen sind erst durchs Internet möglich geworden? Wie haben soziale Medien unsere Kommunikation verändert? Und welche Auswirkung hat die Digitalisierung auf unsere Umwelt? Der Europäische Wettbewerb ruft dazu auf, diese und vergleichbare Fragen kreativ und medial vielfältig anzugehen. Während jüngere Kinder beispielsweise darüber nachdenken können, ob sie gerne mit einem Roboter befreundet wären, geht es für ältere Schülerinnen und Schüler um Themen wie künstliche Intelligenz, Hate Speech, Fake News oder Nachhaltigkeit. Alle Aufgaben können auch in internationalen eTwinning-Projekten bearbeitet werden. Arbeitshilfen zu den einzelnen Themen stehen auf der Website des Europäischen Wettbewerbs zur Verfügung. Weitere Informationen www.europaeischer-wettbewerb.de

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