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Austausch bildet Juni 2016

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In dieser Ausgabe lesen Sie im Schwerpunkt mehr zu den Erfahrungen, die Schüler/-innen, Lehrkräfte und Studierende in deutsch-amerikanischen Austauschprogrammen des PAD machen konnten. Weitere Themen sind u. a. eine Lehrerfortbildung in Yad Vashem, europäische Projektarbeit gegen Schulabbruch und ein neues Forum zur Integration junger Flüchtlinge.

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german-american partnership program Schwerpunkt »Austausch mit den USA« 11 austausch bildet Mit Meißel, Beil und Säge halfen Schüler/-innen aus Detmold im Rahmen eines Projekts des German-American Partnership Program (GAPP) einer mexikanischen Familie in Atlanta (USA) beim Hausbau. Eine spontane Kooperation mit der Hilfsorganisation »Habitat for Humanity« machte das außergewöhnliche Engagement möglich. Hilfsprojekt Hausbau von karen deisberg und barbara beyer, pad E inen ganz besonderen Tag erlebten die amerikanischen und deutschen Schülerinnen und Schüler, die am GAPP-Austausch zwischen dem Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold (Nordrhein-Westfalen) und dem Atlanta Technical College in Georgia (USA) teilnahmen: Für den zweiwöchigen Aufenthalt der deutschen Berufsschüler/-innen in der amerikanischen Großstadt Atlanta im Februar 2015 war eigentlich der Bau einer so genannten »Give-Box«, einem öffentlich zugänglichen Kleiderschrank für bedürftige Menschen, als gemeinsames soziales Projekt vorgesehen. Vor Ort aber entschieden sich die Schüler/-innen spontan anders. Vom Abteilungsleiter des Bereichs Holztechnik am Atlanta Technical College erfuhren die jungen Erwachsenen, dass die Hilfsorganisation »Habitat for Humanity« für eine in Atlanta lebende mexikanische Familie dringend Hilfskräfte für den Bau eines Eigenheims suchte. Die Schüler/-innen waren von der Idee sofort begeistert. Sie ließen das ursprüngliche Projekt der »Give-Box« kurzerhand ruhen, um einen Tag lang beim Hausbau anzupacken. Handwerker kommen mit jedem Werkzeug zurecht. Messen, sägen, bohren, hämmern Nachdem die Formalitäten mit der Organisation geklärt waren, konnte das Projekt in der zweiten Woche des Aufenthalts in Atlanta starten. Gemeinsam mit den amerikanischen Schülerinnen und Schülern fand sich die deutsche Gruppe nach einer halbstündigen Fahrt auf der Baustelle der mexikanischen Familie in einem Vorort von Atlanta ein. Ein fast fertiger Holzbungalow mittlerer Größe mit einer soliden Bodenplatte aus Beton wartete auf die gespannten Freiwilligen. In Sichtweite des einzigartigen »Stone Mountain«, dem vermutlich größten freiliegenden Granitfelsen der Welt, ließen sie sich auch nicht von den an diesem Februartag außergewöhnlich eisigen Temperaturen von ihrem Vorhaben abbringen. Nach einer anfänglichen Einweisung durch einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation begannen die Schüler/-innen mit der praktischen Arbeit. Angeleitet wurden sie vom Abteilungsleiter für Holztechnik des Technical College und einem deutschen Schüler, der sich aufgrund seiner Ausbildung im Bereich Holztechnik hervorragend dazu eignete. Anfangs verhielten sich die jungen Helfer noch zurückhaltend. »Sie wussten zuerst nicht so recht, ob sie der Aufgabe gewachsen seien«, erzählt Über »Habitat for Humanity« Bei den Projekten von »Habitat for Humanity«, einer 1976 in den USA gegründeten Hilfsorganisation, errichten freiwillige Helfer unter fachlicher Anleitung mit durch Spenden finanzierten Baustoffen Eigenheime für bedürftige Familien. Einer der Initiatoren dieses Projekts in Georgia ist der ehemalige amerikanische Präsident Jimmy Carter. Heute gibt es Vertretungen der Organisation in vielen Ländern, unter anderem auch in Deutschland. Karen Deisberg, die den GAPP-Austausch am Felix- Fechenbach-Berufskolleg organisiert und die Gruppe während des Austauschs begleitete. »Im Laufe des Tages schwand die Unsicherheit aber zusehends und die Schüler/-innen arbeiteten trotz der Kälte hoch konzentriert und mit großem Engagement«. Zu den Aufgaben, die man der Gruppe zugeteilt hatte, zählten Arbeiten an der noch unfertigen Hausfassade und an der Veranda. So fertigten die Freiwilligen beispielsweise Geländer aus Holz und brachten diese an der Veranda an. Es wurde gemessen, gesägt, gebohrt und gehämmert. »Man konnte richtig spüren, dass die Gruppe ihre Arbeit als Hilfsleistung für die bedürftige Familie verstand. Die Auszubildenden wollten ihren Teil dazu beitragen, das Haus bald fertig zu stellen«, sagt Karen Deisberg. Am Ende schafften die Helfer weit mehr, als eigentlich geplant war. Die Freude über diesen Erfolg mündete in dem Vorsatz, das Häuserbauen in Kooperation mit »Habitat for Humanity« zum festen Bestandteil zukünftiger Begegnungen zu machen. So soll der partnerschaftliche Austausch zwischen dem Felix-Fechenbach-Berufskolleg und dem Atlanta Technical College nach bald 20 Jahren gemeinsamer Arbeit weiter gefestigt und um einen neuen Impuls erweitert werden. Am Ende des ersten Projekttages dieser Art hatten alle Beteiligten einen Grund zu feiern. Das Atlanta Technical College lud alle Helfer zu einem großzügigen Festessen ein. Zwei Schülerinnen bereiten eine Holzleiste für das Geländer vor. Die Gruppe der zufriedenen Helferinnen und Helfer am Ende eines arbeitsreichen Tages. Über das Programm Das German-American Partnership Program (GAPP) wird in Kooperation mit GAPP Inc. (New York) durchgeführt. Neben dem Aufbau langfristiger Kontakte und der interkulturellen Begegnung dient es der Förderung deutscher Sprachkenntnisse und des Deutschunterrichts an High Schools in den USA. Teilnehmen können allgemeinbildende Schulen in der Regel ab Sekundarstufe I. GAPP wird finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des U.S. State Department. Ansprechpartnerin im PAD: Elisabeth Breuer, Tel. 0228 / 501-216, E-Mail: elisabeth-maria.breuer@kmk.org. Weitere Informationen: www.kmk-pad.org/programme 10

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