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Austausch bildet Juni 2016

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In dieser Ausgabe lesen Sie im Schwerpunkt mehr zu den Erfahrungen, die Schüler/-innen, Lehrkräfte und Studierende in deutsch-amerikanischen Austauschprogrammen des PAD machen konnten. Weitere Themen sind u. a. eine Lehrerfortbildung in Yad Vashem, europäische Projektarbeit gegen Schulabbruch und ein neues Forum zur Integration junger Flüchtlinge.

Forum Forum 23 Damit

Forum Forum 23 Damit Schüleraustausch gelingt austausch bildet Welche begegnungsdidaktischen Prinzipien bewähren sich im interkulturellen und fremdsprachlich orientierten Schüleraustausch? Welche Aufgabenformate bieten sich an? Auf der Basis einer empirischen Studie hat die Autorin dieses Beitrags in der schulischen Praxis erprobte Vorschläge entwickelt. von dr. gabriela fellmann, ratsgymnasium peine W enn jemand eine Reise tut, dann gibt es viel zu erleben. Schüleraustauschfahrten stellen für viele Lernende etwas ganz Besonderes dar und werden an vielen Schulen seit Jahrzehnten durchgeführt: Lernende erleben Sprache dabei als Kommunikationsmittel in authentischen Handlungssituationen und können die Teilkompetenzen fremdsprachlicher kommunikativer Kompetenz, insbesondere im Bereich der Interaktionskompetenzen, erproben. Zu didaktisch-methodischen Konsequenzen oder gar theoretischen Modellen in den Fachdidaktiken der modernen Fremdsprachen haben diese in der Praxis bewährten Fahrten bisher aber kaum geführt. Eine Verzahnung von Theorie und Praxis erscheint jedoch dringend notwendig, um das Potenzial interkultureller Lernprozesse bei internationalen Schülerbegegnungen besser auszuschöpfen. Forschungsergebnisse belegen, dass interkulturelles Lernen im Schüleraustausch nicht per se stattfindet. Der Erfolg interkultureller Begegnungen im Rahmen von Schüleraustauschfahrten hängt von der Konzeption und den Rahmenbedingungen des Austauschs ab: Es kommt auf die Vorbereitung, die Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Fahrt und die Nachbereitung an. Auch die Begegnungen selbst müssen sorgfältig methodisch und didaktisch vorbereitet werden, um für die Schülerinnen und Schüler einen größtmöglichen Gewinn auf vielfältigen Ebenen zu garantieren. In einer von mir erarbeiteten Studie zur Entwicklung interkultureller Kompetenz bei einer Schüleraustauschfahrt nach England, die im Rahmen eines multinationalen COMENIUS-Projekts stattgefunden hat, wurden eine Unterrichtseinheit zur Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der Lernenden konzipiert sowie ein Forschungsdesign zur Untersuchung solcher interkultureller Lernprozesse entwickelt. Die Daten, die sich aus den Beobachtungen und Befragungen der 15 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs eines niedersächsischen Gymnasiums ergaben, wurden von mir als forschender Lehrperson hinsichtlich der Entwicklung verschiedener Facetten interkultureller kommunikativer Kompetenz analysiert. Die Untersuchung orientierte sich an den fünf Teilkompetenzen des 1997 von Michael Byram entwickelten »Model of Intercultural Communicative Competence«, nämlich Wissen, Einstellungen und Haltungen, die Fertigkeit bzw. Fähigkeit, Kulturen zu interpretieren und in einem interkulturellen Zusammenhang zu verstehen, die Fähigkeit bzw. Fertigkeit, selbstständig Neues über andere Kulturen zu lernen, und zu guter Letzt ein kritisches Bewusstsein über die Gesellschaft und deren Werte und Verhaltensweisen. Folgende Erkenntnisse wurden in der Studie gewonnen: 1. Indikatoren für alle fünf Teilkompetenzen interkultureller kommunikativer Kompetenz des Byramschen Modells konnten in unterschiedlicher quantitativer Ausprägung empirisch nachgewiesen werden. Es erfolgte eine Konkretisierung des »Model of Intercultural Communicative Competence« für Begegnungssituationen. 2. Begegnungsdidaktische Prinzipien wurden entwickelt, welche als Handlungsanleitungen für Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung von Begegnungen zu verstehen sind. Die begegnungsdidaktischen Prinzipien lassen sich sechs Bereichen zuordnen. Alle sechs Bereiche beinhalten operative Prinzipien, welche für die Planung, Gestaltung und Reflexion einer Begegnungssituation in der Vorbereitungsphase, aber auch während und nach der Begegnung angewendet werden sollten, um die Entwicklung interkultureller kommunikativer Kompetenz anzuregen. Der Bereich der Aufgabenorientierung (task-based language learning) muss hierbei von Lehrkräften bei der Gestaltung von Begegnungssituationen bewusst in den Blick genommen werden: Steuernde Aufgabenstellungen bilden die Grundlage für die aktive Gestaltung von Begegnungssituationen. Hierbei muss sowohl die lernerorientierte als auch die lehrerorientierte Perspektive für die Konzeption von Aufgaben beachtet werden, welche beide eng miteinander verzahnt zu betrachten sind. Anzumerken bleibt, dass die begegnungsdidaktischen Prinzipien an die jeweiligen Bedingungen einer Austauschfahrt angepasst werden sollten, um interkulturelle kommunikative Kompetenz zu fördern. Die sechs Bereiche und die ihnen zugeordneten Prinzipien sind dem Schaubild (siehe Seite 24) zu entnehmen. > Zur Person Dr. Gabriela Fellmann studierte Englisch und Französisch für das Lehramt (Sek. I und II). Derzeit arbeitet sie als ständige Vertreterin des Schulleiters am Ratsgymnasium Peine (Niedersachsen) sowie als abgeordnete Lehrkraft an der Leibniz Universität Hannover (Didaktik des Englischen). Seit vielen Jahren betreut sie sowohl binationale Austauschfahrten als auch multinationale Projekte unter anderem im Rahmen von COMENIUS. 22

Publikationen

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