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Austausch in Zahlen 2018/19

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Beihefter zum Jahresbericht 2018/19 des PAD

Partnerschaften und

Partnerschaften und Projekte Schulpartnerschaften blicken in Deutschland auf eine lange Tradition zurück. Kultusministerien und Schulverwaltungen haben sie stets unterstützt. 8 Die Schwerpunkte lagen zunächst in den Bereichen des Fremdsprachenlernens und der Landeskunde. Austausch im Schulbereich wird heute allerdings auch als wichtiges Instrument für das interkulturelle Lernen und zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen gesehen. Schulpartnerschaften sind vielfach fester Teil von Schulprogrammen und dienen der Bildung eines spezifischen Profils. Daraus folgt, dass alle Fächer und Schulstufen und neben Lehrkräften auch Schulleitungen sowie weiteres pädagogisches Personal einbezogen werden. Die gemeinsame Arbeit an Themen oder in fächerübergreifenden Projekten und das Interesse an der Sichtweise der Partner sind heute gängige Praxis. Eines der größten Programme ist das German American Partnership Program (GAPP). Es wird seit 1983 durch den PAD durchgeführt. Ähnliche Programme gibt es für Austauschbegegnungen mit Schulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und den Baltischen Staaten sowie Israel. Durch die Initiative »Schulen: Partner der Zukunft« (PASCH) fördert der PAD Schulpartnerschaften weltweit. Seit 2014 werden europaweite Partnerschaften im Schulbereich durch das EU‐Bildungsprogramm Erasmus+ (Leitaktion 2) gefördert. Gemeinsam mit der Stiftung Mercator und der Deutsche Telekom Stiftung unterstützt der PAD Austauschprogramme mit einzelnen Staaten oder besonderen Zielgruppen. Der PAD misst allen Programmen große Bedeutung zu, tragen sie doch zum interkulturellen und sozialen Lernen bei. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, andere Lebensgewohnheiten und Kulturen kennenzulernen. Dabei lernen sie, in Situationen, die zunächst ungewohnt und fremd erscheinen, offen zu (re-)agieren. Durch die Begegnung erlangen die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Chance, den eigenen Blickwinkel zu erweitern und ihre Urteile und Meinungen über andere Länder und das eigene Land zu überprüfen. In einer vernetzten Welt ist gerade dieser Aspekt von zunehmender Bedeutung. Schließlich entwickeln und erweitern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die praktische Anwendung der Sprache ihres Gastlandes die eigenen Fremdsprachenkenntnisse. Für die beteiligten Lehrkräfte und Bildungsfachleute aus der Schulverwaltung eröffnen internationale Kontakte neue Möglichkeiten, andere Lernformen und Lerninhalte kennenzulernen, fachliche und methodische Kompetenzen zu erweitern und diese in die eigene Arbeit einzubeziehen. Mit dem internationalen Schüleraustausch erweitert sich für die Institution Schule der Erfahrungsraum, da die Austauschprogramme nicht nur auf die direkt Beteiligten wirken.

343 Strategische Schulpartnerschaften mit deutschem Koordinator 197 Strategische Schulpartnerschaften unter deutscher Beteiligung mit Koordinator in einem anderen Programmstaat 20 Innovationspartnerschaften und Partnerschaften zum Austausch guter Praxis Projekte Leitaktion 2 strategische schulpartnerschaften Das Programm Erasmus+ unterscheidet zwei Projektarten: Strategische Partnerschaften zur Unterstützung von Innovationen zielen drauf ab, innovative Konzepte und Materialien zu entwickeln. Strategische Partnerschaften zum Austausch guter Praxis widmen sich in erster Linie der stärkeren Vernetzung und dem Austausch von Verfahren und Methoden auf europäischer Ebene. Eine besondere Form der strategischen Partnerschaften zum Austausch guter Praxis sind Strategische Schulpartnerschaften, an denen ausschließlich Schulen oder vorschulische Einrichtungen beteiligt sind. Hier sind auch Partnerschaften zwischen Einrichtungen aus nur zwei Programmstaaten möglich.Finanzierung: Europäische Union. 9 Mehr als 22.000 registrierte Lehrkräfte aus Deutschland 8.806 Schulen aus Deutschland 1.161 197 neu registrierte Projekte mit deutscher Beteiligung Teilnehmerinnen und Teilnehmer an 22 Kontaktseminaren und Workshops europaweit Die Plattform eTwinning ist Teil des EU-Programms Erasmus+ und ermöglicht es Lehrkräften, Kontakte zu Partnerschulen in ganz Europa zu knüpfen und internetgestützte Unterrichtsprojekte zu verwirklichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Lehrkräfte aller Fächer, Schulformen und Jahrgangsstufen können sich auf eTwinning.net registrieren und erhalten einen persönlichen Zugang. eTwinning bietet eine geschützte Lernumgebung mit Werkzeugen für die Umsetzung von Medienprojekten. Durch die Zusammenarbeit mit Partnerklassen in Europa können Schülerinnen und Schüler über eTwinning Fremdsprachen authentisch lernen sowie ihre Medienkompetenz verbessern. Finanzierung: Europäische Union.

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