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Deutsch im Gepäck

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Unterwegs mit dem Prämienprogramm Mit dem Prämienprogramm ermöglicht der PAD Deutsch lernenden Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland einen Lernaufenthalt in Deutschland. Die 40-seitige Broschüre lässt ehemalige Preisträger ebenso zu Wort kommen, wie Reiseleiter, Lehrkräfte und Gasteltern.

Deutschland Plus gymnasium philippinum marburg Sprachkurse seit 40 Jahren Am altsprachlichen Gymnasium Philippinum in Marburg (Hessen), dessen Gründung ins Jahr 1527 zurückreicht, ist das Programm »Deutschland Plus« seit 40 Jahren fest etabliert. Rainer Hermann, viele Jahren für das Programm tätig, berichtet von den Anfängen und über seine Erfahrungen. Martina (re.) mit ihren Gastgeschwistern Emelda (li.), Marlon (2.v.r.) und ihrer Gastmutter. B egonnen hat alles 1976, als ein Kontakt zwischen meinem ehemaligen Kollegen, Manfred Blassl, und dem PAD entstand und erstmals eine Gruppe ausländischer Schülerinnen und Schüler für einen Sprachkurs nach Marburg kam. »Da meine Gattin gebürtige Schwedin ist, lag es nahe, dass fortan jährlich schwedische Gäste unsere Schule besuchten«, erinnert sich Blassl heute. Mit der politischen Wende nach 1990 erweiterte sich der Kreis der PAD-Nationen in den mittel-osteuropäischen Raum, und als der PAD anfragte, ob wir uns einen Wechsel vorstellen könnten, bot sich Tschechien an, jenes Land, aus dem Manfred Blassl 1945 mit seiner Familie vertrieben wurde. In der Begegnung mit den charmanten Jugendlichen konnte er seine negativen Kindheitserinnerungen schnell überwinden, und so sind die PAD-Kurse mit Tschechien am Philippinum seither ein gelungenes Beispiel und Symbol für die europäische Integration. Das Erfolgsrezept der tschechischen Kurse Am Philippinum wurden seit 1997 mittlerweile zwanzig Gruppen aus Tschechien begrüßt. Nach der Verabschiedung von Manfred Blassl in den Ruhestand habe ich 2005 die Organisation übernommen, nachdem ich schon Ende der 1980er Jahre als »normaler« Kurslehrer ins Programm »gerutscht« war. Obwohl mittlerweile pensioniert, bleibe ich dem Programm treu verbunden. Da stellt sich die Frage nach dem »Warum«? Die Antwort fällt leicht: es sind die positiven Rückmeldungen von Seiten der tschechischen Jugendlichen und ihrer Begleiterinnen und Begleiter, aber auch seitens der deutschen Eltern- und Schülerschaft. Für die Tschechen ist die Reise nach Marburg in der Regel identisch mit dem ersten längeren Deutschland-Aufenthalt. Zwar waren viele von ihnen schon mal für ein paar Tage privat oder zum Schüleraustausch in unserem Land, aber eine so intensive Begegnung mit dem Nachbarland hat es für die meisten vorher noch nicht gegeben. In Gesprächen mit den Gästen wird deutlich, wie einzigartig diese Mischung aus Unterricht, attraktiven Nachmittagsangeboten und der Integration in das Alltagsleben ihrer Gastfamilien für sie ist, und es macht große Freude, ihren Schilderungen zuzuhören, die sie mit dem für Osteuropäer charakteristischen, charmanten Akzent vortragen. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern bedeutet die Begegnung mit den jungen Leuten aus unserem südöstlichen Nachbarland ebenfalls eine ganz spezielle Erfahrung. Sie wissen vorher wenig bis gar nichts über Tschechien, was sich dank der intensiven Kontakte schnell ändert und sie sind erstaunt über die exzellenten Sprachkenntnisse, die ihre Gäste mitbringen. Hinzu kommen deren Neugier und der Wille, am Alltagsleben teilzuhaben, so dass schnell ein Gefühl des Miteinanders aufkommt. Es ist für mich immer wieder berührend, wenn tschechische Schülerinnen oder Schüler schon nach wenigen Tagen von ihren Gasteltern als »Vati« oder »Mutti« sprechen. Beharrlich bleiben Die Vorbereitung muss geplant sein und bedarf einer gewissen Beharrlichkeit. Das gilt in erster Linie für die – bisweilen schwierige – Suche nach Gastfamilien. Das Philippinum bietet zum einen mehrere Austauschprogramme ins westliche Ausland an, so dass oft zeitgleich Gastfamilien »benötigt« werden. Zum anderen gilt Tschechien als »graue« Maus: unsere Schülerinnen und Schüler wissen nicht viel darüber, und es gibt zahlreiche Vorurteile, die mehr oder weniger offen artikuliert werden. Aber in fast jeder Klasse, in der ich das Programm vorstelle, gibt es zum Glück jemanden, dessen Familie schon einmal einen tschechischen Gast hatte und Positives berichten kann. Ein weiterer Grund ist »hausgemacht«. Seit vielen Jahren nehmen wir zwei Stipendiatengruppen gleichzeitig für die Dauer von drei Wochen auf, nämlich 24 bis 25 Jugendliche. Die größere Gruppe lässt bei der Programmgestaltung mehr Flexibilität zu, vor allem hinsichtlich der Teilung des Kurses in verschiedene Niveaus, aber auch hinsichtlich des Exkursionsprogramms. Wenn man die Programmerstellung frühzeitig angeht, bedarf es maximal zweier Nachmittage, um Termine mit Busunternehmen und Besichtigungszielen abzusprechen. Um das Exkursionsprogramm herum wird dann das restliche Programm »gestrickt«. Es ist unerlässlich, dass die Schulleitung den Nutzen und Imagegewinn durch das Programm erkennt und den Kursleiter unterstützt. Ebenso wichtig ist es, ein halbes Dutzend Kolleginnen und Kollegen einzubinden, die Unterricht aus ihren eigenen Fächern oder ihrem Hobbybereich anbieten. Aus Erfahrungen lernen Obwohl ich alljährlich in hohem Maße zusätzlich belastet war – als Unterstufenleiter, im Personalrat, als Klassenlehrer und bei Austauschfahrten – war der Besuch der tschechischen Gruppe immer »problemlos« zu überstehen. Dabei helfen die enge Zusammenarbeit mit der ausländischen Begleitlehrkraft sowie die ins Programm eingebundenen Kolleginnen und Kollegen. Je mehr Aufgaben auf unterschiedliche Schultern verteilt werden können, zum Beispiel die Begleitung der Ausflüge, desto einfacher wird es, und desto mehr Kolleginnen und Kollegen erkennen den Wert dieses Programms und sind auch künftig wieder dabei. Fazit: Wer Spaß am kulturellen Austausch mit ausländischen Jugendlichen hat und daran, ihnen etwas von uns, unserem Land, unserer Geschichte, unserer Kultur zu vermitteln, der ist in diesem Programm ideal aufgehoben, denn die Motivation der Gäste, in diesen Bereichen Neues zu erleben und zu erfahren entschädigt für die Mühen. Die zufriedenen und glücklichen Gesichter dieser jungen Menschen sind Ausdruck von Dankbarkeit, Freude und Anerkennung. Zur Person Rainer Hermann unterrichtete bis 2015 Englisch und Erdkunde am Gymnasium Philippinum Marburg. Seit 2005 ist er verantwortlicher Kursleiter für »Deutschland Plus« – auch über seine Pensionierung hinaus. 26 | | 27

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