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Deutsch im Gepäck

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Unterwegs mit dem Prämienprogramm Mit dem Prämienprogramm ermöglicht der PAD Deutsch lernenden Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland einen Lernaufenthalt in Deutschland. Die 40-seitige Broschüre lässt ehemalige Preisträger ebenso zu Wort kommen, wie Reiseleiter, Lehrkräfte und Gasteltern.

Grußworte Mein

Grußworte Mein Aufenthalt in Deutschland wird in meinem Leben einer der hellsten Eindrücke bleiben« – so beschreibt Sergey aus Kasachstan seine Erlebnisse vom Sommer 2016, als er für einige Wochen nach Deutschland reisen und am Prämienprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes teilnehmen durfte. Das Programm motiviert junge Menschen dazu, Deutsch zu lernen. Darüber hinaus erleben sie während ihres Gastaufenthaltes das gemeinsame und friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Länder und Kontinente. Solche Erfahrungen sind ein Schatz, den man ein Leben lang mit sich führt. Seit 1959 ermöglicht das Prämienprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes des Sekretariats der Kultusministerkonferenz der Länder jährlich fast 1.000 ausgezeichneten Deutschschülerinnen und -schülern aus über 90 Ländern einen mehrwöchigen Studienbesuch in Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler erleben den Alltag in ihren deutschen Gastfamilien, besuchen gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern den Schulunterricht und erhalten so einen intensiven Einblick in die deutsche Gesellschaft und Kultur. Hiervon profitieren nicht nur die ausländischen Gäste, sondern in gleichem Maße auch die deutschen Gastfamilien. Sie alle haben die einmalige Gelegenheit, fremde Kulturen kennenzulernen und weltweite, häufig lebenslange Freundschaften zu knüpfen. Den Familien und Lehrkräften, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für das Prämienprogramm engagiert haben, danke ich sehr herzlich für ihre Gastfreundschaft und ihren großen persönlichen Einsatz. Ohne sie wäre dieses Programm nicht möglich. Daher freuen wir uns stets über weitere Familien, die bereit sind, eine Gastschülerin oder einen Gastschüler bei sich aufzunehmen. Die Begegnungen, die sich hieraus ergeben, sind für alle Beteiligten eine Bereicherung. Die Porträts und Beiträge in dieser Broschüre bringen Ihnen das Prämienprogramm in seinen unterschiedlichsten Facetten näher und gewinnen vielleicht den einen oder die andere dafür, sich zu beteiligen. Es würde mich sehr freuen. Sie sind Deutschlehrer, Hochschulprofessoren, Ärzte oder Führungskräfte in Industrieunternehmen. Sie leben in Ägypten, Ungarn, Norwegen, Benin und Marokko. Und sie alle konnten während ihrer Schulzeit als Stipendiatinnen und Stipendiaten des Prämienprogramms nach Deutschland kommen. Nach Jahren, teilweise Jahrzehnten, pflegen sie noch immer enge Kontakte zu unserem Land – und stellen damit die langfristige Wirkung dieses Programms für die Auswärtige Kulturund Bildungspolitik eindrucksvoll unter Beweis. Der Erfolg des Prämienprogramms, das der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz seit fast 60 Jahren im Auftrag des Auswärtigen Amtes und der Länder durchführt, ist auch darauf zurückzuführen, dass die jungen Gäste in den vier Wochen ihres Besuchs vollständig in unser alltägliches Leben voll integriert sind. Sie wohnen in Familien, besuchen mit Gastgeschwistern den Unterricht und erkunden deutsche Städte und Kulturlandschaften. Sie nehmen nicht nur viele Schnappschüsse, sondern auch zahlreiche gemeinsame Erlebnisse und neue Erfahrungen zurück in ihre Heimat mit. Für viele von ihnen war die Teilnahme ein Schlüsselerlebnis, das ihren weiteren beruflichen Weg und ihre persönliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat. Dass dieses Programm seit vielen Jahrzehnten so erfolgreich umgesetzt werden kann, dafür ist allerdings nicht nur den Stipendiatinnen und Stipendiaten zu danken, sondern auch den zahlreichen Gastfamilien und den engagierten Lehrkräften. Denn es verdient besondere Anerkennung, zusätzliche Stundenpläne zusammen- stellen, ein anspruchsvolles Kulturprogramm zu organisieren und die große Verantwortung für die jungen Gäste zu übernehmen. Die Berichte der Schulen zeigen, mit welcher Leidenschaft und Überzeugung die Lehrkräfte, Familien und Betreuer diese Aufgaben jedes Jahr aufs Neue annehmen. Den interkulturellen Austausch über Gebräuche und Gewohnheiten wie auch politische Überzeugungen oder religiöse Vorstellungen – tagsüber im Klassenzimmer und abends am Küchentisch – betrachten sie als Bereicherung und Erweiterung ihres eigenen Horizonts. Darin liegt unbestreitbar der besondere Gewinn des Prämienprogramms für die Schulen und Gastfamilien. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigen sich auf ihre Weise dankbar. Als ausgezeichnete Deutschlernerinnen und Deutschlerner, die sich in ihrer Heimat durch Wettbewerbe oder Olympiaden für die Teilnahme qualifiziert haben, sind sie hochmotiviert und aufgeschlossen im Unterricht dabei. Durch Präsentationen und Vorträge über ihr Land und ihre Kultur bringen sie ihren Teil der Welt ins Klassenzimmer. Viele von ihnen bleiben auch anschließend mit ihren Gastschulen und Gastgeschwistern in Kontakt. Oftmals sind so langjährige Freundschaften und dauerhafte Bindungen entstanden. Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit von Bund und Ländern aus. Das Prämienprogramm ist ein hervorragendes Beispiel für unser großes gemeinsames Ziel, dass junge Menschen tragfähige Brücken zwischen ihren Ländern bauen. Dies zeigen die hier zusammengestellten Porträts und Beiträge. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre. Sigmar Gabriel Bundesminister des Auswärtigen Dr. Susanne Eisenmann Präsidentin der Kultusministerkonferenz 4 | | 5

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