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Deutsch im Gepäck

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Unterwegs mit dem Prämienprogramm Mit dem Prämienprogramm ermöglicht der PAD Deutsch lernenden Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland einen Lernaufenthalt in Deutschland. Die 40-seitige Broschüre lässt ehemalige Preisträger ebenso zu Wort kommen, wie Reiseleiter, Lehrkräfte und Gasteltern.

» Das war eine

» Das war eine fantastische und konstruktive Erfahrung und ich bin sehr glücklich, an diesem Projekt teilgenommen zu haben.« Samuel, Italien » Dieser Aufenthalt hat wahrhaftig meine Leidenschaft für Deutsch und meine Liebe für die Menschen und das Land weiter verstärkt.« Louise, Irland tarek abdou aus ägypten »Wir könnten Deutschland nach Ägypten holen« Vor mehr als 30 Jahren nahm Tarek Abdou als Stipendiat an einem Kurs zur deutschen Sprache und Landeskunde (Deutschland Plus) teil. Seinen Bezug zu Deutschland hat er seitdem nicht verloren. Viele Jahre war er Geschäftsführer von Niederlassungen namhafter deutscher Firmen in Ägypten. alumni im porträt Seit fast sechs Jahrzehnten besuchen ausländische Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Prämienprogramms des PAD die Bundesrepublik Deutschland. An die 20.000 Alumni gibt es mittlerweile. Viele der jungen Menschen erlebten die Wochen in Deutschland als eine so eindrückliche Erfahrung, dass sich ihr Lebensweg weiterhin eng mit Deutschland und der deutschen Sprache verzahnt hat. Fünf Alumni werden auf den folgenden Seiten vorgestellt. Herr Abdou, Sie waren 1982 Stipendiat des PAD. Erinnern Sie sich noch an die Zeit? Ich erinnere mich gut daran: Wir waren 40 junge Ägypterinnen und Ägypter, die als Gruppe für einen Monat zunächst in die damalige Hauptstadt Bonn flogen. Die meisten waren, wie ich, noch nie in Deutschland gewesen. Neben Bonn lernten wir Berlin, München und Kassel kennen, wo meine Gastfamilie wohnte. Die Familie Wissling hat mich sehr herzlich aufgenommen und meine Gastbrüder Knut und Björn waren im gleichen Alter wie meine Geschwister zu Hause. Ich denke, dass diese vier Wochen mein weiteres Leben stark geprägt haben. Wie hat sich der Aufenthalt nach Ihrer Rückkehr in Kairo bemerkbar gemacht? In einer ganzen Reihe von Dingen: Ich denke, dass ich durch den Aufenthalt selbstständiger geworden bin. In Ägypten ist es zum Beispiel so, dass Eltern ihre Kinder sehr behüten und alles für sie bezahlen, bis sie heiraten. So wollte mir mein Vater zu meinem 18. Geburtstag ein Auto schenken. Durch meinen Aufenthalt bei Familie Wissling habe ich gelernt, dass man auch als junger Mensch selbstständig sein kann und sich nicht alles bequem von den Eltern bezahlen lassen braucht. Ich habe meinem Vater gesagt, dass ich das Auto von meinem selbst verdienten Geld kaufen wollte. Alle meine Freunde hielten mich für verrückt. Sie haben seitdem immer wieder und auch beruflich den Bezug zu Deutschland und zur deutschen Sprache gesucht. Würden Sie das auf das Stipendium zurückführen? Die Teilnahme am Stipendienprogramm war sicherlich der entscheidende Grund, warum mein Leben so verlaufen ist, wie es das tat. Der Einfluss dieser vier Wochen war sehr groß. Der Programmablauf war intensiv und hervorragend organisiert: Von der Auswahl der Gastfamilien, über das kulturelle Angebot bis hin zum Besuch verschiedener Städte und Sehenswürdigkeiten. Man hat ein sehr gutes Bild von Deutschland bekommen, das verschiedene Bereiche abdeckt: Familienleben, Bildung, Sprache, Politik, Kunst und Musik. Der Aufenthalt in der Gastfamilie war dabei besonders prägend. Meine Gasteltern gehörten zu den Menschen, die gut erklären und einen tiefen Eindruck vermitteln konnten. Deutschland war mir danach irgendwie vertraut. Alle Stationen meiner folgenden Karriere bauten darauf auf. So war ich unter anderem einige Jahre Geschäftsführer der Niederlassung einer deutschen Firma in Ägypten, wo ich täglich mit deutschen Kunden zu tun hatte. Die Basis dafür hat der PAD gelegt. Was würden sie Ihren jungen Landsleuten raten, die überlegen, sich zu bewerben? Es ist eine Chance, die Ihr nutzen solltet. Allerdings ist es so, dass nur die besten Deutschlerner diese Möglichkeit bekommen. Daher fände ich es gut, wenn es in jeder größeren Stadt in Ägypten eine Schule mit sehr gutem Deutschunterricht gäbe. So könnten wir Deutschland nach Ägypten holen. Das ist immer noch ein großer Wunsch von mir. Zur Person Tarek Abdou, Jahrgang 1966, kam 1982 als Stipendiat des PAD nach Deutschland. Nach seinem Chemiestudium an der Amerikanischen Universität Kairo arbeitete er viele Jahre für Niederlassungen deutscher Firmen in seiner Heimat, unter anderem für BASF. Seit Juli 2016 ist er Geschäftsführer der Firma »Integral Consulting«, die sich mit Managementsystemen befasst. | 7

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