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Erasmus+ – Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter

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Der Leitfaden der EU-Kommission erläutert auf anschauliche Weise, wie über Erasmus+ Lehr- und Lernprozesse an Schulen verbessert werden können und welche Schritte hierzu erforderlich sind. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleitung, Teamleitung, Koordinatorinnen und Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter 2.1 Vor dem Projekt: Antragsund Vorbereitungsphase Dieser Abschnitt beleuchtet einige wichtige Ansätze, um Ihre Schule so zu positionieren, dass sie umfassend von der Fülle an Möglichkeiten profitiert, die im Rahmen von Erasmus+ angeboten werden. 2.1.1 Festlegen des Programms: ein ganzheitlicher Ansatz für die gesamte Schule bei Erasmus+ Ihr Erasmus+ Projekt profitiert am meisten, wenn Sie von Anfang an die Leitung des Projekts klar definieren. Es hat sich bewährt, europäische Aktivitäten fest in die Entwicklungsplanung Ihrer Schule zu integrieren und nicht als ein zusätzliches Angebot zu betrachten. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter die Ziele der Erasmus+ Projekte an Ihrer Schule kennen und wissen, welchen Beitrag sie zu Ihren strategischen Zielen leisten. Denken Sie über diese Frage nach: Welche Wirkung soll die Teilnahme Ihrer Schule an dem EU-Programm auf das Lernen von Schülern haben? Beziehen Sie bei dieser wichtigen Frage das Schulpersonal, Schüler, Eltern und andere Stakeholder ein. Damit lässt sich sicherstellen, dass Erasmus+ die dringenden Lernbedürfnisse an Ihrer Schule erfüllt. Wenn Sie darüber hinaus die Vorteile von Erasmus+ vermitteln und zeigen können, wie die europäischen Aktivitäten in die Abläufe Ihres Schulalltags eingebunden werden, wird Erasmus+ als eine unverzichtbare Chance und nicht als ein aufwändiges „Extra“ wahrgenommen. Nachdem Sie sich mit vielen Akteuren beraten haben, entwickeln Sie im nächsten Schritt klare Ziele, die einen Bezug zu den laufenden Verbesserungsplänen Ihrer Schule haben. Indem Sie die Ziele, Vorteile und erwarteten Lernergebnisse mit allen teilen, auch mit Eltern und anderen schulischen Stakeholdern, schaffen Sie eine gemeinsame Vision für das Engagement in Ihrem europäischen Projekt. „ Wir haben festgestellt, dass ein klarer Plan, der die Ziele des europäischen Projekts in das Schulcurriculum integriert, zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Projekts zählt.“ 24 Ricarda Geidelt, Lehrerin, Deutschland 24

Beispiel aus der Praxis Ein ganzheitlicher Schulansatz bei einem europäischen Projekt Eine deutsche Grundschule nimmt seit 2005 regelmäßig an europäischen Projekten teil. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele der Auswirkungen, die der ganzheitliche Schulansatz bei Erasmus+ hatte: Identifizieren von Möglichkeiten Der Schulleiter trifft sich jedes Vierteljahr mit seinen Fachbereichsleitern, um die europäischen Entwicklungsziele der Schule festzulegen und zu überwachen sowie zugehörige Projektideen zu diskutieren. Nach Möglichkeit werden Projekte identifiziert und die Schüler anhand eines Fragebogens zu ihren Wünschen befragt. Die Meinungen der Schüler fließen in die Ausarbeitung von Erasmus+ Anträgen ein. Teilen der Verantwortung Alle Mitarbeiter müssen ihren Europass- Lebenslauf regelmäßig aktualisieren. Der Koordinator ermittelt anhand dieser Lebensläufe die Lehrkräfte und weitere Mitarbeiter, die die Anforderungen spezifischer Projekte erfüllen. Er spricht dann die Einzelnen gezielt an. Auf diese Weise kann das schulinterne Projektteam sehr schnell mobilisiert werden. Effektive Kommunikation in der Schule Eltern werden über den Newsletter der Schule, bei Elternabenden und Schulveranstaltungen über Projekte informiert. Im ganzen Schulgebäude werden die Projektergebnisse auf digitalen Tafeln angezeigt. Organisiertes Lernen Wenn eine Idee für ein neues Projekt vorgeschlagen wird, muss der Projektkoordinator festlegen, wie die Erfahrungen aus früheren Aktivitäten in den neuen Projektantrag einfließen, um kontinuierliche Verbesserungen in der Schule zu gewährleisten. Teil 2: Erasmus+ Leitfaden für Schulen Vor dem Projekt Ein ganzheitlicher Ansatz für die gesamte Schule Möglichkeiten anhand der Beiträge von Schülern und Lehrkräften identifizieren. Zuständigkeiten in der ganzen Schule anhand der Fertigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter verteilen. Effektive Kommunikation der Vorteile von Erasmus+ an Mitarbeiter, Eltern und Schüler. Lernen als Organisation, indem sichergestellt wird, dass Erfahrungen aus früheren Projekten in neue Projekte einfließen. Abbildung 1: Ein ganzheitlicher Schulansatz an einer deutschen Grundschule 25

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