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Erasmus+ – Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter

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Der Leitfaden der EU-Kommission erläutert auf anschauliche Weise, wie über Erasmus+ Lehr- und Lernprozesse an Schulen verbessert werden können und welche Schritte hierzu erforderlich sind. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleitung, Teamleitung, Koordinatorinnen und Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter 2.1.4 Abstimmung schulischer Ziele mit Erasmus+ Aktivitäten Nachdem Sie die Ziele europäischer Projekte festgelegt haben, müssen Sie im nächsten Schritt entscheiden, welche Erasmus+ Aktivitäten besonders relevant sind: Personalmobilität (Leitaktion 1), Strategische Partnerschaften (Leitaktion 2) oder eTwinning. (Denken Sie daran, dass Sie mehrere Erasmus+ Aktivitäten beantragen können.) Das nachstehende Szenario vermittelt Ihnen eine Vorstellung über die Möglichkeiten, die Sie in Abhängigkeit von Ihren Zielen wählen könnten. In diesem Beispiel beziehen sich die Ziele auf die Förderung von Inklusion im Bildungsbereich. Beispiel aus der Praxis Förderung von Inklusion durch Erasmus+ Projekte Ein Personalmobilitätsprojekt (Leitaktion 1) Eine Schule in Irland wollte evidenzbasierte, interkulturelle Bildungsmethoden in das Schulcurriculum aufnehmen. Vorrangiges Ziel war es, die Lehrkräfte dabei zu unterstützen, 20 % der im Ausland geborenen Schüler einzubeziehen und zu motivieren und in der gesamten Schule ein europäisches Identitätsbewusstsein zu schaffen. Die Schule beantragte Finanzhilfen für die Entsendung von Lehrkräften an Schulen in Slowenien und der Türkei, die sich in diesem Bereich einen ausgezeichneten Ruf erworben haben. Die Gastlehrkräfte hospitierten bei Kollegen der Gastschulen und erhielten eine umfassende Fortbildung zu den Methoden, die die Schulen im Bereich der interkulturellen Bildung einsetzen. Ein Projekt im Rahmen Strategischer Partnerschaften (Leitaktion 2) Eine deutsche Universität versuchte, Schulen und relevante Stakeholder in Ländern mit einer besonders hohen Schulabbrecherquote zusammenzubringen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Sie schlossen eine Partnerschaft mit Organisationen, darunter Nichtregierungsorganisationen, Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland, Ungarn, Rumänien, Kroatien und der Türkei. Gemeinsam führten sie empirische Untersuchungen durch, um die zentralen Bedürfnisse in diesem Bereich zu ermitteln. Anhand ihrer Forschungsergebnisse konzipierten die Partner einen auf zehn Monate angelegten E-Learning-Kurs für Lehrkräfte, um deren berufliche Fähigkeiten bei der Arbeit in heterogenen Klassen zu vertiefen. In dem Kurs wurde auch pädagogisches Fachpersonal in einer Reihe von Aktivitäten zur Verringerung der Schulabbrecherzahlen geschult, z. B. in Mentorenangeboten, Hausaufgabenbetreuung und Eltern-Cafés. 30

Empfehlung Es ist immer sinnvoll, eine alternative Option für den Fall zu haben, dass Ihr Projekt nicht zur Förderung ausgewählt wird. Denken Sie daran, dass eTwinning immer für E-Learning-Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit Ihren Partnern zur Verfügung steht. Teil 2: Erasmus+ Leitfaden für Schulen Beide Projektbeispiele aus der Praxis haben dazu beitragen, Inklusion im Bildungsbereich zu fördern, wenn auch auf unterschiedliche Weise und mit anderen Zielen. Das beispielhaft vorgestellte Personalmobilitätsprojekt konzentrierte sich offensichtlich vorrangig auf die spezifischen Probleme der Schule, während sich das von der Universität koordinierte Partnerschaftsprojekt eher mit einem Schwerpunktthema europäischer Politik beschäftigte. Welche Aktivität oder Aktivitäten Sie beantragen, hängt von Ihren Zielen ab. Wenn Ihre Schule bislang nicht an europäischen Aktivitäten teilgenommen hat, könnten Sie mit eTwinning beginnen, um in Zukunft Personalmobilitätsprojekte und Strategische Partnerschaften durchzuführen. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass die Beantragung von Finanzmittel für Aktivitäten einem harten Wettbewerb unterliegt und Ihre Schule vielleicht nicht zu den Glücklichen zählt, die ausgewählt werden. Sollte Ihr Antrag nicht bewilligt werden, geben Sie nicht auf! Arbeiten Sie an der weiteren Verbesserung Ihres Antrags und versuchen Sie es bei der nächsten Antragsrunde erneut. Vor dem Projekt 31

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