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Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter

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Wie kann ich mit einer Erasmus+ Finanzierung die Lehr- und Lernprozesse in meiner Schule verbessern? Welche Weiterbildungsmaßnahmen können wir unseren Lehrkräften über Erasmus+ anbieten? Wie kann Erasmus+ dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad meiner Schule zu steigern und eine Verbindung mit Interessengruppen herzustellen? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie im neuen Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleiter, Teamleiter, Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter 2.2.3.3 Orientierung für Teilnehmer Zu Beginn einer Projektaktivität ist es empfehlenswert, das aktivitätsbezogene Programm mit den Teilnehmern durchzugehen. Teilnehmer an Unterrichtseinsätzen, Job-Shadowing-Aktivitäten oder Partnerschaften haben womöglich unterschiedliche Auffassungen über die Inhalte. Die verschiedenen Erwartungen lassen sich aus den vor dem Projekt erstellten Dokumenten und Vereinbarungen ableiten. Wörter und Sätze werden unterschiedlich definiert und übersetzt. Eine kurze Orientierungssitzung ist eine einfache Möglichkeit, Missverständnisse zu Beginn der Aktivität zu vermeiden. Mögliche Inhalte der Sitzung: • Wiederholung der Ziele, Inhalte und Informationen der Aktivität sowie Information über kulturelle oder gesellschaftliche Veranstaltungen, die für die Gäste geplant sind • Information der Teilnehmer über WLAN-Kennwörter, Hot-Desking und weitere Ressourcen, die ihnen während des Aufenthalts zur Verfügung stehen • ein Rundgang durch die Einrichtung (Garderobe, Toiletten, Speisesaal usw.) • Beantworten von Fragen und Eingehen auf spezifische Anforderungen 2.2.3.4 Überwinden kultureller Hürden und Sprachbarrieren Die Schaffung eines Umfelds und einer Atmosphäre, die Offenheit und Nachdenken über Erwartungen ermöglicht, ist der Schlüssel für eine vertrauens- und respektvolle Partnerschaft. Sie sollten daher die möglichen Folgen berücksichtigen, wenn Teilnehmer aus Kulturkreisen zusammenarbeiten, in denen „direkte“ bzw. „indirekte“ Formen der Kommunikation gepflegt werden. • Direkte Kommunikationskultur: Bedeutung und Bitten werden explizit formuliert. (Warum sind Sie so vorgegangen?) • Indirekte Kommunikationskultur: Bedeutung wird durch Andeutungen, Folgerungen, nonverbale Verhaltensweisen und kontextbezogene Signale vermittelt. Diese Kommunikationsform verursacht weniger Konfrontation oder potenzielle Meinungsverschiedenheiten. (Beispiel: Ich bin neugierig und möchte mehr über diesen Ansatz erfahren. Können Sie mir dazu etwas sagen?) Personen, die an Formen indirekter Kommunikation gewöhnt sind, fühlen womöglich durch eine direkte Frage ihre Kompetenz in Frage gestellt. Personen, die eher mit direkten Fragen vertraut sind, haben dagegen möglicherweise Schwierigkeiten, indirekte Kommunikationsformen zu verstehen oder zu interpretieren. Die Wahrnehmung dieser Unterschiede kann Gegenstand einer amüsanten und informativen Übung oder Gruppendiskussion sein, um „das Eis zu brechen“. Kulturelle Unterschiede sollten zudem nicht unterschätzt werden. Es ist hilfreich, über die Gepflogenheiten an der Schule zu informieren. Die Kleiderordnung an Schulen ist beispielsweise in ganz Europa sehr unterschiedlich. In einigen Ländern kleiden sich die Lehrer eher lässig und Jeans sind etwas Alltägliches. In anderen Ländern hingegen gilt es als unangemessen, wenn Lehrer Jeans tragen. Es empfiehlt sich, den Teilnehmern vor ihrer Reise einen kurzen Leitfaden an die Hand zu geben, damit sie sich entsprechend vorbereiten und Verlegenheiten vermeiden können! Empfehlungen Planen Sie Zeit für „Vernetzung“ ein „Vernetzung“ gehört zu den Aspekten, die Erasmus+ Teilnehmer bei europäischen Projekten am meisten schätzen. Es ist auch eine der besten Möglichkeiten, um Sprachentwicklung und interkulturelles Verständnis zu fördern. Versuchen Sie, Zeit für informelle Gespräche und soziale Aktivitäten einzuplanen. Informelle Begegnungen sind vor allem für Teilnehmer hilfreich, die ihre Sprachfertigkeiten üben möchten, in einem formellen Rahmen dabei jedoch unsicher sind. Bereiten Sie Gäste auf die Mobilitätsaktivität vor Erstellen Sie beispielsweise eine Infomappe mit den folgenden Inhalten: • Programm der Aktivität • Ratschläge für die Reise und Reiseroute • Kleiderordnung • Vorkehrungen zu Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen • Gepflogenheiten der Schule (z. B. Anrede von Schülern/ Lehrern) • Nützliches und Sinnvolles für besondere Veranstaltungen oder Ausflüge (z. B. beim Besuch eines Bauernhofs brauchen die Teilnehmer ggf. Wanderschuhe) • Informationen über das Wetter und die dafür zu treffenden Vorbereitungen (z. B. Pullover sind wichtig!) Teil 2: Erasmus+ Leitfaden für Schulen Während des Projekts 54 55

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