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Pop songs and the stories they tell

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Anregungen für den Fremdsprachenunterricht mit eTwinning: Im eTwinning-Projekt des Gymnasiums Schillerschule in Hannover mit Partnern in Finnland, Litauen und Spanien tauschen sich die Schüler/-innen im Englischunterricht über Popsongs aus, entwickeln eigene Geschichten und setzen die Vorlagen ihrer Partner in Fotostories um.

4 | eTwinning

4 | eTwinning ermöglicht Schülerinnen und Schülern, online gemeinsam an einem Thema zu arbeiten Sprache der Musik. Wir hören zwar täglich englische Lieder im Radio oder auf dem Smartphone, aber uns ist nicht bewusst, was dort eigentlich gesungen wird«, erklärt Christian Fischer. »Durch das Projekt haben wir gemerkt, dass da noch mehr ist als nur Musik und nun hören wir genauer hin. Ich habe schon das Gefühl, dass ich englische Lieder jetzt besser verstehe«, ergänzt Julia, Schülerin der Schillerschule. Seine Partnerschulen fand Christian Fischer über einen Eintrag im Forum in eTwinning Live. Dem Projekt »Pop songs and the stories they tell« lag dann ein ausgeklügeltes Arbeitsprogramm zugrunde. Zunächst wurde eine Liste mit allen beteiligten Schülerinnen und Schüler in den virtuellen Projektarbeitsraum TwinSpace eingestellt. So konnten alle sehen, mit welchen Partnerschülern sie zusammen arbeiten würden, sich gegenseitig vorstellen und Fragen beantworten. Die Lehrkräfte stellten zu Beginn genaue Arbeitsanweisungen mit Beispielen zur Verfügung. In einem ersten Schritt suchten sich alle ein Lieblingslied aus und luden den Liedtext auf Englisch auf die Plattform hoch. Alle beteiligten Jugendlichen wählten anschließend daraus einen Liedtext aus. Aber natürlich galt: Nicht das eigene Lied nehmen und nicht dem Partnerschüler verraten! Der dritte Schritt bestand darin, basierend auf dem Liedtext eine Filmvorlage oder eine Geschichte zu schreiben. Um es dem Gegenüber nicht zu einfach zu machen, boten die Schülerinnen und Schüler am Ende drei Vorschläge zur Auswahl, auf welches Lied sich ihr Skript oder ihre Geschichte bezieht. So kommentierte der spanische Schüler Albert das Filmskript seiner deutschen Partnerschülerin Nele: »I like your skript very much and I think it is „Someone like you“ from Adele.« All diese Korrespondenz fand in einem Blog statt, in dem die Schülerinnen und Schüler die Skripts und Stories der anderen kommentieren konnten. Die jeweiligen Lehrer schauten sich ebenfalls die Werke ihrer Schülerinnen und Schüler durch und gaben abschließend ein inhaltliches und sprachliches Feedback. Großer Spaß mit Fotostories Die nächste Aufgabe bestand darin, aus dem Skript oder der Geschichte des Partnerschülers eine Fotogeschichte zu gestalten. Dieser Part machte den Schülerinnen und Schülern mit am meisten Spaß, weil sie kreativ sein konnten und aktiv gefordert waren. Eine gute

| 5 Möglichkeit bietet beispielsweise das Werkzeug storyboardthat.com, weil hier Figuren per Avatar selbst zusammengestellt werden und keine Gesichter von Schülerinnen oder Schülern zu sehen sind. Durch das Ineinandergreifen der Aufgaben fand während des Projekts eine rege Kommunikation und Interaktion der Schülerinnen und Schülerinnen statt. Das Arbeiten im TwinSpace, dem gemeinsamen virtuellen Klassenzimmer, ist hierbei ein großer Vorteil. Zu diesem geschützten Raum haben nur die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler Zutritt. So wird sichergestellt, dass persönliche Angaben nicht von außen gesehen werden können. eTwinning-Projekte lassen sich unbürokratisch anmelden und durchführen. Kosten für die Nutzung der Plattform fallen für die Lehrkräfte nicht an. Einige Tausend Projekte finden so jedes Jahr statt. In der Form der Zusammenarbeit sind die Schulen frei: Ob zwei oder 20 Partner, es gibt weder Vorgaben über die Anzahl der Partner noch über die Dauer oder das Thema des Projekts. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Absicht, den Schulalltag dynamischer, kreativer und europäischer zu gestalten. Diese Handlungsfreiheit verbunden mit einem Minimum an Verwaltungsaufwand ist kennzeichnend für das Programm. Persönliche Begegnungen wie Schüleraustausche sind zwar bei eTwinning nicht vorgesehen, können aber in einem weiterführenden Schritt, etwa durch eine Erasmus+-Schulpartnerschaft, verwirklicht werden. Für Christian Fischer ist denn auch klar: eTwinning bereichert den Unterricht, Fremdsprachen können authentischer vermittelt werden und Schülerinnen und Schüler sind motivierter. Er ist schon dabei, das nächste Projekt zu planen.

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