Aufrufe
vor 4 Jahren

Projektkit "Technik trifft Sprache"

  • Text
  • Twinspace
  • Projekt
  • Sprache
  • Mithilfe
  • Gemeinsamen
  • Muttersprache
  • Programmieren
  • Fotos
eTwinning-Projektanleitung Heterogene Lerngruppen profitieren in diesem eTwinning-Projekt voneinander. Das Kit "Technik trifft Sprache" beschreibt, wie das gemeinsame Interesse am Umgang mit dem Computer in einem deutsch-polnischen Schulprojekt das interkulturelle Lernen und das Fremdsprachenlernen unterstützt.

projektkit

projektkit »Technik trifft Sprache « Projektbeschreibung Das gemeinsame Interesse am Umgang mit dem Computer eint in diesem Projekt eine Schülergruppe mit sehr unterschiedlichen Biografien und Lernvoraussetzungen. Theorie und Praxis werden zum einen eng miteinander verknüpft. Zum anderen bedarf es aufgrund der Heterogenität eines Konzepts der individuellen Förderung. Der Fokus liegt auf einem Synergieeffekt: Während die eine Schülergruppe die Möglichkeit bekommt, im Rahmen einer authentischen Lernsituation mithilfe von kollaborativen und mediengestützten Aufgaben Deutsch als Fremdsprache zu lernen und auf der rezeptiven wie produktiven Ebene anzuwenden, dominiert der sozialpädagogische Schwerpunkt bei der deutschen Gruppe. Die deutschen Schüler/-innen befinden sich im Bildungsgang »Ausbildungsvorbereitung«, bei dem eine Verzahnung von schulischem Lernen am Berufskolleg und betrieblichem Lernen bei einschlägigen Bildungsträgern anvisiert wird. In diesem Projekt agieren sie als Experten ihrer Sprache. Alle Projektaufgaben sind interaktiv angelegt. Neben dem Fach Deutsch, aber auch dem Fach Englisch – aufgrund der Arbeit mit vielen Softwares auf Englisch – erweitern die Schüler/-innen ihre Kompetenzen im fachpraktischen Bereich »Technik«. Zudem geht es für alle Projektteilnehmer/-innen um die Schulung der Medienkompetenz. Damit ergibt sich eine fächerübergreifende Einbettung in den Lehrplan. Ablauf Vor dem Projekt Die am Projekt beteiligten Lehrkräfte entwickeln mit Vorlauf die Projektaufgaben, die sie auf Seiten des TwinSpace anlegen, die zunächst nur für die Administratoren sichtbar gestellt werden. Einstellung: Wer kann diese Seite sehen? → Auswahl: Nur ich (und Administratoren). Tipp: Zur Förderung der internationalen Kommunikation sowie des interkulturellen Austauschs bietet sich eine eigene »Schülerseite« im TwinSpace an: Hier können die Schüler/-innen interessante Beiträge, Fotos und Videos teilen, auch wenn diese Dokumente nicht in einem direkten Zusammenhang mit einer Aufgabe des Projekts stehen. 1. Schritt Steckbriefe Projektstart Die Schüler/-innen stellen sich im Rahmen eines Steckbriefes den Partnerschüler/-innen vor und laden diesen im TwinSpace hoch, z.B. mit diesen Angaben: Foto / Avatar Name / Wohnort Alter / Geschwister Hobbys / Lieblingsmusik Was ich nicht ausstehen kann Was ich schon Verrücktes gemacht habe Was ich in meinem Leben unbedingt noch einmal machen möchte Wie mein Leben aussehen soll, wenn ich 30 bin Was ich von Schülern, die in einem anderen Land leben, gerne wissen möchte 2. Schritt Was gibt’s zu sehen...? Jede Projektgruppe überlegt sich, welche Sehenswürdigkeiten für einen Besuch in die eigene Stadt besonders interessant sein könnten. Nach einem gemeinsamen Brainstorming werden die einzelnen Themen an Kleingruppen mit je zwei Schülern/ Schülerinnen verteilt. Die Schüler/-innen verfassen mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms einen Text zur Beschreibung einer von ihnen gewählten Sehenswürdigkeit. Mithilfe einer Internetrecherche werden passende Fotos gesucht, mit denen der Text angereichert wird. Die Texte werden im Plenum am Beamer gemeinschaftlich korrigiert, mit Audacity aufgenommen und als MP3 exportiert. Anschließend werden alle Ergebnisse zu einem kleinen Film (z.B. mit Windows Movie Maker, IMovie oder Animoto) verarbeitet, wobei ein einheitlicher Vorspann ein Gemeinschaftsgefühl schafft. Die fertigen Videos werden über eine Verlinkung im TwinSpace eingebunden. Einen Leitfaden zur Einbindung von Videos in den TwinSpace finden Sie hier: www.kmk-pad.org/videos-einbinden 3. Schritt Was wir voneinander wissen möchten! Die Frage des anfangs erstellten Steckbriefes »Was ich von Schülern, die in einem anderen Land leben, gerne wissen möchte« wird aufgegriffen. Jeder Schüler/Jede Schülerin bekommt einen Schüler/eine Schülerin der Partnergruppe zugelost. Nun soll die Frage, die dieser Partnerschüler/diese Partnerschülerin im Steckbrief gestellt hat, aus eigener Sicht beantwortet werden. Die gesamten Antworten werden als Textdatei gespeichert und erneut am Beamer gemeinsam kontrolliert und sprachlich verbessert. Abschließend wird eine Präsentation erstellt, die jeweils eine Kombination aus Fotos der Schüler/-innen und den von ihnen verfassten Texten umfasst. Dazu kann beispielsweise die Präsentationssoftware HaikuDeck oder Prezi verwendet werden. 4. Schritt Die Schulen stellen sich vor Die Schüler/-innen beider Gruppen erstellen je einen Film, der ihre Schule im Schnelldurchlauf (z. B. mit Zeitraffer) zeigt. Die Ergebnisse werden im TwinSpace eingebunden. 5. Schritt CrazyTalk – wir bringen Bilder zum Sprechen Die Schüler/-innen wählen eine berühmte Person, ein Gebäude oder einen Gegenstand, der für das eigene Land repräsentativ ist, und sprechen anschließend in Rätselform über »sich«: Einige Informationen werden preisgegeben, ohne zu verraten, wen oder was man darstellt. Daraus entsteht ein Video. Diese Aufgabe kann z.B. mit der Software »CrazyTalk« kreativ umgesetzt werden. Die Partnergruppe muss mithilfe der gegebenen Informationen im Internet recherchieren und herausfinden, wer oder was gemeint ist. Passend dazu kann ein gesondertes Forum im TwinSpace eingerichtet werden, in dem Vermutungen geäußert werden können, in dem aber auch die Autorinnen und Autoren die Möglichkeit erhalten, die einzelnen Filme zu kommentieren. 6. Schritt Überraschungskiste Diese Aufgabe gilt als kleines Highlight, da das Virtuelle mit einem »realen« Kontakt verknüpft wird. Die Kiste reist mit einer Überraschung in Form eines Arbeitsauftrages von einem Partnerland zum anderen. In dem Projektbeispiel »Achtung, hier kommen wir« befindet sich in der Überraschungskiste ein MakeyMakey, ein kleiner Microcontroller, der von jedem Rechner wie eine Tastatur erkannt wird und somit die Planung und Umsetzung interessanter Informatikprojekte ermöglicht. Beim Erfüllen des Arbeitsauftrages kann entweder auf Scratch oder auf ein bereits programmiertes MakeyMakey-Piano zurückgegriffen werden. Aufgrund des immer größer werdenden Stellenwerts des Programmierens wird somit den Schüler/-innen die Möglichkeit geboten, anwendungsorientiert zu arbeiten. Um die Spannung auf einem hohen Level zu halten, können die Ergebnisse der Arbeit mit dem Makey- Makey von den Gruppen zunächst geheim gehalten werden, um sie dann an einem vorgegebenen Stichtag zeitgleich im TwinSpace zu veröffentlichen. MakeyMakey Scratch 7. Extra-Schritt The Hour of Code www.makeymakey.com www.scratch.mit.edu In jedem Jahr – meist im Dezember – bietet die Non-Profit-Initiative »The Hour of Code« eine Aktionswoche an, die es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst vielen Jugendlichen weltweit einen Zugang zum Programmieren zu eröffnen. Diese Projektaufgabe kann entweder im Rahmen dieser Aktionswoche oder das ganze Jahr über auf der entsprechenden Internetseite durchgeführt werden. In den Übungseinheiten, deren Bearbeitung auf eine Doppelstunde ausgelegt ist, werden die Schüler/ -innen in einfachen Schritten an das Programmieren herangeführt. So lösen sich diese von der Rolle des passiven Konsumenten und werden zu einem aktiven Produzenten, indem sie selbst programmieren. Schritt für Schritt werden die Schüler/-innen über das Tutorial »Angry Bird« von einfachen zu komplexeren Programmierungen eines kleinen Spiels geführt. Nach Abschluss des Tutorials können sich die Schüler/-innen ein Zertifikat ausdrucken lassen. www.hourofcode.com

Publikationen

Folgen Sie dem PAD