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Schaffung einer Inklusionskultur durch eTwinning

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In dieser Publikation wird eine Auswahl an eTwinning-Projekten und -Aktivitäten vorgestellt, die inklusive Bildung und in der Europäischen Gemeinschaft geteilte Werte fördern. Sie zeigt wie eTwinning und alle Lehrkräfte und Schüler, die auf dieser Plattform aktiv sind, dazu beitragen, die Bildungsherausforderungen der heutigen Zeit zu meistern und auf die kreativste und vielfältigste Art und Weise darauf zu reagieren. Die Beispiele handeln von den verschiedensten Bildungshürden: von der Situation der Schulen in abgelegenen Gebieten und ihren Möglichkeiten, sich über eTwinning mit der Welt zu verbinden, von der kulturellen Vielfalt und von den Herausforderungen durch Migration und Lernschwierigkeiten.

1.2. Inklusive Bildung

1.2. Inklusive Bildung in eTwinning Seit dem Beginn im Jahr 2005 ist es eines der Ziele von Lehrkräften, die an eTwinning- Projekten arbeiten, den Horizont ihrer Schüler zu erweitern. eTwinning-Projekte öffnen mit Aktivitäten, die das Verständnis für Inklusion, die Entwicklung von gemeinsamen Werten und eine positive Einstellung zu Diversität fördern, ein Fenster nach Europa. Es gibt viele Beispiele für eTwinning-Projekte, die es den Schülern ermöglichen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben, die demokratischen Werte schätzen zu lernen und die Bedeutung von sozialer Inklusion und aktivem Bürgertum zu erkennen. Bei einer schnellen Suche in der eTwinning-Datenbank findet man zum Beispiel folgende Projekte: „Gastfreundschaft oder Fremdenfeindlichkeit?“, „In einem fremden Land“, „Migrationsgeschichten“, „In dieser Welt sind wir alle Migranten“, „Wir sind verschieden … wir sind gleich … Respektieren von Unterschieden …“, „Du und ich im Spiegel“, „Akzeptiere mich so wie ich bin“, „In Vielfalt vereint“ usw. Über Projektarbeit können die Schüler miteinander positiv interagieren und erkennen, dass Unterschiede eine positive Lernquelle sein können und kein Anlass für negative Bemerkungen und Vorurteile sein müssen. An einem dieser Projekte „Migranten und Flüchtlinge“, das 2017 mit einem europäischen Preis ausgezeichnet wurde, beteiligten sich Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren aus vier europäischen Ländern: Frankreich, Deutschland, Niederlande und Norwegen. Die Schüler beschäftigten sich mit dem Thema Migration, trugen Informationen über die Flüchtlingskrise in Europa zusammen und gewannen ein besseres Verständnis darüber, was es heißt, ein Migrant oder ein Flüchtling zu sein. Auf diese Weise wurde ihr interkulturelles Bewusstsein gestärkt. Als abschließendes Arbeitsergebnis ihres Projekts erstellten sie ein Magazin mit allen Materialien und Meinungen. Eine der Schülerinnen, Mariska aus Frankreich, schrieb: „Ich möchte allen, die gegen Migranten sind, eines sagen: Wenn Bomben auf dich fallen und du jeden Tag unter schrecklichen Bedingungen leben musst, wärst du froh, wenn dich ein anderes Land aufnehmen und sich um dich kümmern würde. Behandle die anderen deshalb bitte so, wie du selbst behandelt werden möchtest!“ Neben der Durchführung von Projekten können eTwinning-Lehrkräfte an vielen anderen Aktivitäten teilnehmen: Online-Seminare, Lernveranstaltungen, Weiterbildungs-Workshops und Arbeitsgruppen. Diese Aktivitäten ermöglichen es den Lehrkräften, wertvolles Wissen darüber zu erwerben, wie ein inklusives Klima in der Klasse geschaffen werden kann und wie sie ihren Schülern Fähigkeiten und Kompetenzen zum Widerstand gegen Rassismus und Diskriminierung vermitteln und ihnen dazu verhelfen können, sich als Teil einer größeren Gemeinschaft zu fühlen, die dieselben Ängste und dieselben Träume hat. 1.3. Der Inhalt dieses Buches Dieses Buch liefert einen Überblick darüber, wie Lehrkräfte inklusive Bildung in eTwinning interpretiert haben und konzentriert sich auf die folgenden drei Aspekte: 10

1. Überwindung geografischer Hindernisse, mit denen Jugendliche aus abgelegenen oder ländlichen Gebieten und solche, die auf kleinen Inseln oder in Randregionen leben, konfrontiert sind. 2. Verbesserung des kulturellen Verständnisses, insbesondere bei Jugendlichen aus Minderheiten und/oder mit einem benachteiligten sozioökonomischen Hintergrund: Immigranten, Flüchtlinge oder deren Abkömmlinge, Jugendliche, die einer nationalen oder ethnischen Minderheit angehören, Jugendliche mit Schwierigkeiten bei der sprachlichen Anpassung und kulturellen Integration usw. 3. Umgang mit bildungsbezogenen Herausforderungen und Beibehaltung der vollständigen Inklusion von jungen Menschen mit Lernschwierigkeiten, Schulverweigerung, geringeren Qualifikationsniveaus oder schlechten schulischen Leistungen usw. Jeden Aspekt eröffnen wir mit Projekten und Eingaben von Lehrkräften, Schülern und Schulleitern, die alle von den nationalen eTwinning-Koordinierungsstellen vorgeschlagen wurden. Von Projekten zu den Themen Inklusion und Diversität profitieren alle Schüler, insbesondere diejenigen, die im Vergleich zu ihren Mitschülern benachteiligt sind, weil sie mit anderen Hindernissen konfrontiert sind. Diese Schüler benötigen mehr Gelegenheiten, um in gleichem Maße an allen angebotenen Aktivitäten teilzunehmen und ihre Talente und Interessen einzubringen. Die Projekte werden vorgestellt, um Lehrkräften Ideen und Anregungen für zukünftige Projekte zu liefern, während die Eingaben von den Lehrkräften, den Schulleitern und den Schülern zeigen, wie eTwinning das Verständnis und die Akzeptanz von Diversität auf positive und respektvolle Weise fördert. Die Projekte sind nach den oben erwähnten drei Aspekten unterteilt, aber in vielen Fällen muss sich eine Lehrkraft in der Klasse mit mehreren dieser Aspekte auseinandersetzen. Nach der Projektpräsentation werden im nächsten Abschnitt die Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung und für das Gemeinwesen in Bezug auf Inklusion erörtert, um das Wissen und die Fähigkeiten der Lehrkräfte zur Förderung und Unterstützung von Diversität und Inklusion an ihren Schulen zu stärken. Wir hoffen, dass die folgenden Geschichten, Beispiele und Ideen eine nützliche Ressource und Inspirationsquelle für alle Lehrkräfte darstellen und die Maßnahmen für eine inklusive Bildung hilfreich begleiten. Wie sagte schon Mahatma Gandhi: „Keine Kultur kann überleben, wenn sie für sich bleiben will.“ 11

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