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vor 4 Jahren

Schaffung einer Inklusionskultur durch eTwinning

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In dieser Publikation wird eine Auswahl an eTwinning-Projekten und -Aktivitäten vorgestellt, die inklusive Bildung und in der Europäischen Gemeinschaft geteilte Werte fördern. Sie zeigt wie eTwinning und alle Lehrkräfte und Schüler, die auf dieser Plattform aktiv sind, dazu beitragen, die Bildungsherausforderungen der heutigen Zeit zu meistern und auf die kreativste und vielfältigste Art und Weise darauf zu reagieren. Die Beispiele handeln von den verschiedensten Bildungshürden: von der Situation der Schulen in abgelegenen Gebieten und ihren Möglichkeiten, sich über eTwinning mit der Welt zu verbinden, von der kulturellen Vielfalt und von den Herausforderungen durch Migration und Lernschwierigkeiten.

Wir kamen vor 3 Jahren

Wir kamen vor 3 Jahren in die Türkei. Dieses Projekt half mir dabei, eine neue Sprache zu lernen und in einer neuen Kultur zu leben, indem ich an Spielen, Wettbewerben und Schulausflügen teilnahm. Das machte mich sehr glücklich. Rüzgar (Alter: 11) Meine Familie und ich flohen vor dem syrischen Bürgerkrieg und wir kamen vor 4 Jahren in die Türkei. Die Teilnahme an diesem Projekt gab uns das Gefühl, wichtig und wertgeschätzt zu sein. Ich verstand erst nur ein paar Worte auf Türkisch, und jetzt kann ich mich ganz einfach unterhalten. Zehra (Alter: 11) Projekttitel: „Europäische Immigration“ Partnerschulen: 3 Partnerschulen (CY, FR, RO) Bildungsebene: Obere Sekundarstufe – berufsbildend Die Arbeit mit eTwinning ist der perfekte Weg, um die Fähigkeiten meiner Schüler aus benachteiligten Schichten und mit unterschiedlichen Hintergründen zu verbessern. Dank diesem Projekt war es jedem Einzelnen möglich, aktiv in seinem eigenen Tempo zusammenzuarbeiten und sich mit dem Thema „europäische Immigration“ auseinanderzusetzen. Wir machten eine Umfrage an unseren 3 Schulen, um die Herkunft unserer Schüler zu ermitteln. Die Schüler waren von den Ergebnissen sehr überrascht, da wir in Frankreich 54 verschiedene Herkunftsländer hatten, in Rumänien 11 und auf Zypern 9. Sie arbeiteten auch in internationalen Teams mit unseren zyprischen und rumänischen Partnern zusammen, um die verschiedenen Einwanderungswellen in unseren jeweiligen Ländern zu erforschen. Sie haben erkannt, dass Einwanderung kein neues Thema ist und es sie schon immer gegeben hat. Dank dieser Vielfalt wird die Kultur eines Landes gestärkt. Neben der Verbesserung ihrer IKT-Kenntnisse verbesserten sie sich in der französischen Sprache, weil sie ihr Projekt anderen Angehörigen unserer Schulgemeinschaft vorstellen mussten. Auch ihr Englisch wurde besser, da sie sich mit unseren zyprischen und rumänischen Partnern austauschten und mit ihnen diskutierten. Sie wurden zudem selbstständiger, gewannen Selbstvertrauen hinzu und lernten, mit anderen in Teams zusammenzuarbeiten. Sie haben verstanden, dass Vielfalt eine Macht ist und sind toleranter 28 Verbesserung des interkulturellen Verständnisses

geworden. Sie erkannten, dass sie die anderen brauchen, um effizient zu arbeiten. Der Austausch von Ideen machte sie offener für andere Kulturen. Murièle Dejaune (Englisch- und Französischlehrerin) Schule: Lycée des métiers Louis Blériot, Trappes, Frankreich Ich komme aus Burundi und eTwinning half mir, etwas über Europa zu lernen. Der Austausch mit meinen französischen, zyprischen und rumänischen Partnern über das interessante Thema Immigration hat mich stark berührt. Auch mein Englisch habe ich verbessert, weil alle Interaktionen auf Englisch stattfanden. Meine beste Erinnerung an dieses Projekt war der Gedankenaustausch darüber, was Menschen dazu bewog, ihr Land zu verlassen. Das Gesagte machte mich sehr betroffen. Audry (Alter: 17) Ich komme aus Portugal und die Arbeit mit eTwinning hat mir gefallen, weil sie anders ist. Wir haben mit den anderen Schülern gelernt und nicht mit der Lehrerin. Ich habe gelernt in Teams zu arbeiten, was interessanter ist. Ich wollte mehr arbeiten. Wir haben unsere Ideen ausgetauscht. Das half mir, nachzudenken und meine eigene Sichtweise zu entwickeln. Es ist toll, mit anderen jungen Leuten aus Europa zu diskutieren. Fabio (Alter: 17) Ich bin Schulleiterin und unterstütze eTwinning-Projekte weil sie darauf basieren, ein kulturelles Fenster auf verschiedenen Ebenen zu öffnen: einerseits innerhalb meiner Schule (verschiedene Herkünfte und Kulturen der Schüler) und andererseits durch den Austausch mit Partnerschulen. Diese Vielfalt ermöglicht es den Schülern zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Projekt umzusetzen. Fontaine François (Schulleiterin) 3.2.2. eTwinning-Projekte über interkulturelles Verständnis Seit den ersten Jahren von eTwinning beschäftigen sich viele Projekte mit den kulturellen Unterschieden in den verschiedenen Ländern. Eines ihrer Hauptziele ist es, den Schülern klar zu machen, dass sie trotz der Unterschiede oder ihres Herkunftslandes viel mehr Gemeinsamkeiten haben. In den letzten Jahren und besonders nach der Pariser Erklärung organisierten viele Lehrkräfte Projekte zu den Themen Einwanderung und Flüchtlingskrise, um das Bewusstsein ihrer Schüler zu schärfen sowie politische Bildung und die in der Erklärung festgeschriebenen 29

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