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Success Stories 2018

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  • Schulpartnerschaft
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  • Europa
  • International
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  • Schule
Die Broschüre stellt 16 Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2018 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Sie können die Broschüre kostenlos im Webshop des PAD bestellen: https://www.kmk-pad.org/success_stories_2018

Geglückte Reformen dank

Geglückte Reformen dank Lehrerfortbildung Über das Projekt Projekttitel Die kontinuierliche Integration von bilingualen Projekten und MINT-Modulen in die Unterrichts- und Freizeitgestaltung unseres Ganztagsschulbetriebs Koordinierende Einrichtung Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium Bundesland Berlin Kontakt Dr. Martina Batteux batteux.cfvsg@t-online.de Projektlaufzeit 1. Februar 2016 bis 31. Dezember 2017 EU-Förderung 9.632 Euro für die koordinierende Einrichtung » Staff Room« steht am Lehrerzimmer des Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasiums, an dem die Hinweisschilder zweisprachig sind. Eine Idee, die Lehrkräfte von ihrer Partnerschule in Cordoba mitbrachten, an der sie Anregungen für den bilingualen Unterricht suchten. Denn das Berliner Gymnasium stand vor einer ehrgeizigen Umstrukturierung zum Ganztagsbetrieb mit einem bilingualen, mathematisch-naturwissenschaftlich und künstlerisch-literarischen Profil. Diese Mammutaufgabe brachte die Projektleiterin Martina Batteux auf die Idee, die guten Kontakte zu drei Partnerschulen eines früheren COMENIUS-Projekts in Dänemark, Großbritannien und Spanien zu nutzen, um Inspirationen für die schulinterne Reform zu erhalten. Dort hospitierten zwischen 2015 und 2017 sechs Lehrkräfte. Mit einer umfangreichen Aufgabenliste im Gepäck verbrachten sie je zehn Tage bei ihren Projektpartnern. Sie erlebten den Unterricht, analysierten Curricula und stellten vor allem auch viele Fragen. Es war ein fruchtbarer Austausch. Denn während die britische St. James School in Exeter über langjährige Erfahrungen als Ganztagsschule verfügte und das dänische Gymnasium im MINT-Bereich gut aufgestellt war, nutzte die spanische Oberschule bilinguale Methoden und Prüfungsformen, von denen das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium einige erfolgreich ausprobierte. Motiviert und mit frischen Ideen kehrten die Lehrkräfte nach Berlin zurück und stellten sie ihrem Kollegium vor. Viele der Anregungen hat die Ganztagsschule umgesetzt, wie beispielsweise die »Lernbüros«, in denen Schülerinnen und Schüler zu festgelegten Zeiten Unterstützung in den Kernfächern erhalten können. Ermutigt durch die positiven Erfahrungen heißt es am Carl-Friedrich-von- Siemens-Gymnasium auch künftig: »Let’s go Europe.« 8 |

success stories 2018 | leitaktion 1 nachgefragt bei Dr. Martina Batteux Von welchen Anregungen der europäischen Projektpartner hat Ihre Schule besonders profitiert? Jeder unserer Projektpartner hat uns wertvolle Impulse gegeben. Von der britischen Partnerschule mit ihrem langjährigen, erfolgreichen Ganztagsschulbetrieb haben wir Anregungen für Rhythmisierungsmodelle, also den gesunden Wechsel zwischen Lern- und Erholungszeiten, erhalten. Außerdem haben wir spannende Angebote für die Freizeitgestaltung von dort mitgenommen. Dank der Kooperation mit der spanischen Schule wenden wir jetzt in unserem bilingualen Unterricht das Prinzip »Message before accuracy« an, das die Schülerinnen und Schüler zum Sprechen ermutigen soll, selbst wenn sie Fehler machen. Im MINT-Bereich hat uns unser dänischer Erasmus+ Partner interessante Ideen zum Einsatz digitaler Medien, zu einer zweckmäßigen Ausstattung und zu fächerübergreifenden Projekten aufgezeigt. Wie ist es gelungen, die Ideen der drei Projektpartner für Ihre Schule zu adaptieren? Zunächst war es wichtig, sich auf die Hospitationen sehr gut vorzubereiten. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer hatten sich mit konkreten Fragestellungen auf den Weg gemacht und ihre Eindrücke schon während ihrer Aufenthalte in Präsentationen aufbereitet. Nach ihrer Rückkehr wirkten sie als Multiplikatoren und unterrichteten die verschiedenen Fachbereiche und die Gesamtkonferenz über ihre Erfahrungen. Dadurch hatten wir eine solide Grundlage für weitere Diskussionen. Nachdem wir uns auf Maßnahmen geeinigt hatten, mussten wir sie nur noch an unsere Bedürfnisse anpassen. Wir sind stolz, dass wir die Umstrukturierungen mit vereinten Kräften gemeistert haben. Begründung für die Auszeichnung Das Projekt war sehr erfolgreich in den drei thematischen Schwerpunkten bilinguales Unterrichten, MINT und Ganztagsschulbetrieb. Die jeweiligen Hospitationsaufenthalte wurden gut vorbereitet und mit Unterstützung der Partnerschulen gewinnbringend durchgeführt. Die breit gestreuten Projektergebnisse und Unterrichtsmaterialien aus den Mobilitätsmaßnahmen stehen allen Lehrkräften der Schule zur Verfügung. Einige der Methoden, die die Lehrkräfte während der Hospitationen kennengelernt haben, werden – angepasst an die eigene Schule – bereits angewandt oder die Implementierung ist geplant. Viele der Neuerungen sind mittlerweile im Schulcurriculum des Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasiums verankert, was zeigt, wie zukunftsweisend die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern war. | 9

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