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Tipps für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aus der Praxis: »Geduld

Aus der Praxis: »Geduld muss man mitbringen« Pressevertreter, die über Veranstaltungen oder Projekte des Peter-Joerres- Gymnasiums in Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) berichten möchten, wird es leicht gemacht. Studiendirektorin Petra Jüde, die seit fünfzehn Jahren Englisch und Deutsch an der Schule unterrichtet, versorgt die Medien der Region mit allem Wissenswerten rund um das Schulleben. Sie ist, neben dem Schulleiter, erste Ansprechpartnerin für alle, die mehr wissen wollen. Frau Jüde, an vielen Schulen gibt es Koordinatoren und Beauftragte für die unterschiedlichsten Bereiche. Sie sind zuständig für »PR«. Welche Aufgaben sind damit verbunden? Ich kümmere mich um die »Corporate Identity« des Peter-Joerres-Gymnasiums, also die Darstellung der Schule nach innen und nach außen. Ein Teil davon ist der kontinuierliche Kontakt zur örtlichen Presse. In Ahrweiler sind das verschiedene Tages- und Wochenzeitungen, Anzeigenblätter und ein regionaler Fernsehsender. Was reizt Sie an dieser Aufgabe? Ich habe mich immer schon für die Frage interessiert, was eine gute Schule ausmacht und wie das nach außen dargestellt werden kann. Eine gute Schule zeichnet sich ja nicht nur durch ihren guten Unterricht aus. Eine gute Schule braucht auch eine Außenwirkung, die dann wieder auf die Schule zurückwirkt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit trägt dazu bei, eine solche Wirkung zu erzeugen. Oder anders gesagt: Wir versuchen, in ein Horn zu blasen. Da kann nicht einer »hü« und der andere »hott« sagen. Welche Anlässe eignen sich im Laufe eines Schuljahres, die örtliche Presse darauf aufmerksam zu machen? Das können zum Beispiel Wettbewerbe sein, bei denen Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet wurden, das jährliche Sommerfest, die Verabschiedung des langjährigen Schulleiters oder die Einführung seines Nachfolgers, ebenso Gäste der Partnerschulen oder Arbeitsergebnisse aus Projekten. Um ein Beispiel zu nennen: Unsere Schule hat einen ausgeprägten sozial-karitativen Zweig. Dazu gehört eine Vereinbarung mit einer Kirchengemeinde in Brasilien, die Straßenkindern einen Schulbesuch ermöglicht. Wir unterstützen diese Arbeit und geben regelmäßig Informationen weiter. Wichtig ist, die Presse kontinuierlich und frühzeitig zu informieren. Pressevertreter geben sich in der Schule aber nicht die Klinke in die Hand? Damit kein falscher Eindruck entsteht: Pressevertreter an der Schule sind die Ausnahme. Das kommt ein- oder zweimal im Jahr vor, etwa bei den Forumsveranstaltungen zu wissenschaftlichen Themen, die an einem Abend im Frühjahr und im Herbst stattfinden. Die richten sich nicht nur an interessierte Eltern oder Schüler, sondern auch an alle Einwohner von Ahrweiler und in den umliegenden Dörfern. Größere Aufmerksamkeit fand auch das 150-jährige Bestehen unserer Schule, das wir mit einigen hundert Gästen gefeiert haben. Gewöhnlich ist es aber so, dass ich die Presse nach einer Veranstaltung mit Manuskripten und Bildern versorge. Es sind ja oft freie Mitarbeiter mit wenig Zeit, die solche Themen für die Zeitung übernehmen. Wie viel erkennen Sie hinterher von Ihren Manuskripte wieder? Manuskripte werden manchmal zwar leicht verändert, oft aber ungekürzt übernommen. Dass sie völlig umgeschrieben werden, kommt eigentlich nicht vor. Springen die Medien auf jedes Thema an? Die Präsenz unserer Schule in der Presse kann sich bestimmt sehen lassen. Geduld muss man aber auch mitbringen. Wenn Pressevertreter hin und wieder anrufen, was wollen die dann wissen? Meistens geht es um schulpolitische Themen in unserem Landkreis oder auch im Land, wo wir als Schule um eine Einordnung oder Meinung gebeten werden. Solche Anfragen gebe ich an den Direktor weiter, der die Schule offiziell nach außen vertritt. Wie handhaben Sie Aufnahmen, auf denen Schüler abgebildet sind? Holen Sie dazu vor jeder Veranstaltung das Einverständnis der Eltern ein? Eltern, die ihre Kinder anmelden, geben mit ihrer Unterschrift ein Einverständnis für solche Fotos. Dieses Verfahren hat sich bewährt, nicht zuletzt deshalb, weil viele Fotos auch für das Schuljahrbuch benötigt werden. 16 | | 17

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