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20 Jahre Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm

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Eine Broschüre des Pädagogischen Austauschdienstes. Kostenlos erhältlich im Webshop www.kmk-pad.org/shop

young people – not

young people – not only but also at school. On our homepage we display a number of education-related initiatives in the context of the year of celebrating: https://2021jlid.de/bildung. And we support interested teachers by help of formats such as ‘Digitale Impulse (Digital Stimulations)’, by telling them about non-school learning places or by informing them about links to cooperation partners such as the Central Council of Jews in Germany; by help of the ‘Meet a Jew’ programme, the latter of fers encounters which are both authentic and low-threshold. kreative Projekte von und für Kinder und Jugendliche anbietet – nicht nur, aber auch innerhalb der Schulen. Auf unserer Homepage zeigen wir zahlreiche bildungsbezogene Initiativen https://2021jlid.de/bildung im Kontext des Festjahres auf. Und wir unterstützen interessierte Lehrkräfte mit Formaten wie den »Digitalen Impulsen«, Tipps für außerschulische Lernorte oder Links zu Kooperationspartnern wie dem Zentralrat der Juden in Deutschland, der mit »Meet a Jew« ein ebenso authentisches wie niederschwelliges Begegnungsangebot macht. Denn die persönliche Begegnung ist der Schlüssel zu Kopf und Herz. Wenn »der Jude« plötzlich einen Namen und ein Gesicht bekommt, wenn man miteinander ins Gespräch kommt, an einem gemeinsamen Kunst- oder Klimaschutzprojekt arbeitet, Ausf lüge macht, isst, trinkt und feiert – wie es beispielsweise am Humboldtgymnasium und der Alexander-Coppel-Gesamtschule meiner Heimatstadt Solingen, an deren Partnerschulen in Tel Aviv bzw. Ness Ziona und sicher bei noch vielen weiteren Begegnungen von deutschen und israelischen Jugendlichen regelmäßig passiert – dann sind wir schon einen guten Schritt vorwärtsgekommen. Denn entscheidend ist ja, nicht übereinander, sondern miteinander zu sprechen. Und im Umkehrschluss sind die Vorurteile da am größten, wo man »den anderen« überhaupt gar nicht kennt. Nachhaltige Impulse und Projekte Auch deshalb sind viele Projekte nachhaltig angelegt. Denn das Festjahr soll keine Eintagsf liege sein! Im Bildungsbereich arbeiten wir deshalb mit Unterstützung von zwei an die Bezirksregierung Köln teilabgeordneten Lehrkräften in Zusammenarbeit mit dem Organisationsverbund Bildungspartner NRW Ansätze und Möglichkeiten aus, wie die Auseinandersetzung mit und das Lernen über jüdisches Leben systematisch in Bildungsprozesse und Curricula integriert werden kann. Dabei beziehen wir die Expertise eines Beirats ein, in dem auch der Zentralrat der Juden vertreten ist, mit dem wir insgesamt eng zusammenarbeiten. Denn es geht ja nicht nur um den Religionsunterricht, sondern um gesellschaftspolitische Fragen, um die Bedeutung jüdischer Persönlichkeiten im Bereich der Kunst und Literatur, der Naturwissenschaften oder der Wirtschaft. Je ganzheitlicher das Spektrum betrachtet und die Spurensuche betrieben wird, desto intensiver ist ja das Lernen – und umso nachhaltiger die persönliche Verantwortung und die eigene Auseinandersetzung. Ja, das fordert uns heraus, ist bisweilen schwierig, eröffnet aber eine große Chance: aus den Lehren der Vergangenheit eine Gegenwart zu gestalten, die eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen in Deutschland ermöglicht. For, the personal encounter is key to mind and heart. When suddenly ‘the Jew’ has a name and a face, when one starts talking to each other, when one jointly contributes to an art or climate protection project, when one goes on excursions together, when one eats, drinks and has parties together – as it frequently happens e. g. at the Humboldtgymnasium and the Alexander-Coppel-Gesamtschule in my hometown of Solingen, at these schools' partner schools in Tel Aviv or Ness Ziona, and certainly in the course of many more encounters of young people from Germany and Israel – then we have made one great leap forward. For, what is crucial is that we do not talk about but to each other. And vice versa, prejudices are worst if one has no knowledge at all of ‘the other’. Sustainable stimulations and projects Among others, this is why many projects are of a sustainable nature. For, the year of celebrating is not supposed to be a nine day wonder! Thus, in the field of education we are supported by two teachers who have been delegated part-time to the District Government of Cologne, in cooperation with the network Bildungspartner NRW we are working on approaches and possibilities of systematically integrating both our dealings with and our learning of Jewish life into curricula and educational processes. For this purpose, we reach back to the expertise of an advisory board where also the Central Council of Jews in Germany is represented and with which, on the whole, we closely cooperate. For, it is not just about religious education but about socio-political issues, about the importance of Jewish individuals for the fields of fine arts and literature, of the natural sciences or of the economy. Af ter all, the more comprehensive the consideration of the whole range and the search for traces, the more intensive is the learning – and the more sustainable is the personal responsibility and each individual's personal dealings. Yes, this is a challenge, sometimes it is dif ficult, but it provides a great opportunity: shaping a presence out of what we have learned about the past, a presence which allows for a promising future for all people in Germany. 14

Erinnerung (er-)leben Living (and experiencing) remembrance Zukunft und Vergangenheit der deutsch-israelischen Beziehungen The future and the past of the German-Israeli relations 15

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