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20 Jahre Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm

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Eine Broschüre des Pädagogischen Austauschdienstes. Kostenlos erhältlich im Webshop www.kmk-pad.org/shop

2008 To

2008 To Luisa, who as a child had come to Germany with her family from the former Soviet Union, she talked about a dilemma she was familiar with: ‘Luisa said ›I'm German, but also I will always be Russian‹’, Anhar Hijazi tells. ‘And I've got similar feelings myself, I am both, Israeli and an Arab Palestinian, despite the conflict. For these are my roots.’ Extending one's horizon Her trip did not provide Anhar Hijazi with an answer to the question of how the Middle East Conflict might be solved. ‘The time was too short for this, but being taken seriously was an important experience.’ Still today, the Brandenburg Gate reminds her to this formative time. However, for her the food for thought she was provided with by the Scholarship is more important than any souvenir: ‘Having extended my horizon as a young person, this is something I benefit from still today. I have learned to see things from two angles.’ 2016 half Anhar Hijazi als Freiwillige in einem Lager für Gef lüchtete in Griechenland. In 2016, Anhar Hijazi worked as a volunteer at a refugee camp in Greece. Israel. Sie erinnert sich noch lebhaft an das Treffen, über das eine Bochumer Lokalzeitung unter der Überschrift »Leben im Krieg« berichtete. »An der Schule gab es viele Muslime. Sie wollten wissen, wie ich Ramadan feiere und was wir Israelis über Deutschland wissen. Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten«, erinnert sich die heute 31-Jährige. Mit Luisa, die als Kind mit ihrer Familie aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gezogen war, unterhielt sie sich über ein ihr vertrautes Dilemma: »Luisa sagte ›Ich bin Deutsche, werde aber immer auch Russin bleiben‹«, erzählt Anhar Hijazi. »Und ich selbst fühle ähnlich, ich bin beides, Israelin und arabische Palästinenserin, trotz des Konf likts. Denn dies sind meine Wurzeln.« Horizont erweitern Eine Antwort darauf, wie der Nahostkonf likt gelöst werden kann, hat Anhar Hijazi während ihrer Reise nicht erhalten. »Dafür war die Zeit zu kurz, aber ernst genommen zu werden, war eine wichtige Erfahrung und hat mein Selbstbewusstsein gestärkt.« Das Brandenburger Tor erinnert sie heute noch an die prägende Zeit. Doch wichtiger als jedes Souvenir sind ihr die Denkanstöße, die sie durch das Stipendium erhalten hat: »Davon, dass ich als junger Mensch meinen Horizont erweitert habe, profitiere ich noch heute. Ich habe gelernt, die Dinge von zwei Seiten zu betrachten.« 34

20 10 Eine Freundschaft fürs Leben A friendship for life Johannes-Rau-Scholarship holders are connected by their interest in the German-Israeli relations. If then also the chemistry is right, in the best case there results a connection for years – like that between Eran Margalit and Sebastian Vogel. Die Johannes-Rau-Stipendiaten verbindet ihr Interesse an den deutsch-israelischen Beziehungen. Wenn dann noch die Chemie stimmt, entsteht daraus im besten Fall eine Verbindung, die Jahre hält – so wie zwischen Eran Margalit und Sebastian Vogel. 35

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