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20 Jahre Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm

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Eine Broschüre des Pädagogischen Austauschdienstes. Kostenlos erhältlich im Webshop www.kmk-pad.org/shop

2014

2014 Route entlang der »Peace Line« durch Europa konnte er zwar aufgrund der Coronapandemie nicht bereisen. Dafür aber wurden Dvir und drei weitere Teilnehmerinnen des Projekts vom VDK eingeladen, im Bundestag über ihre Perspektiven zu sprechen. »Überrascht und aufgeregt« sei er nach diesem Telefonat gewesen, erinnert er sich. »Aber es ging auch bei der Rede nicht um mich als Person, das ist eher symbolisch. Im Vordergrund stehen der Gedanke der Versöhnung, Frieden und internationale Zusammenarbeit. Wenn es heute eine Freundschaft zwischen Deutschland und Israel gibt, dann sehe ich nicht ein, warum nicht auch Israel und Palästina irgendwann die besten Freunde sein können«, sagt er. Im Anschluss an die Gedenkstunde zum Volkstrauertag hatten die vier jungen Erwachsenen zudem Gelegenheit, mit den Ehrengästen zu sprechen, die ins Parlament gekommen waren. Die Begegnung mit dem britischen Thronfolger sei beeindruckend gewesen, berichtet Dvir: »Prinz Charles sagte zu mir, ihm habe meine Rede gefallen. Er meinte, es sei manchmal sehr schwer, die richtigen Worte zu finden, um über so etwas wie den Holocaust zu sprechen, wo Worte eigentlich nicht ausreichen.« Dann fügt er noch lachend hinzu: »Außerdem hat er mir für die Arbeit als Jurist noch alles Gute gewünscht.« Beruf lich geht es für den ehemaligen Johannes-Rau-Stipendiaten erst einmal in Europa weiter: Anfang 2021 ist Dvir für einen neuen Arbeitsplatz nach Brüssel gezogen. was not about myself as a person, that is rather symbolic. In the forefront there was the idea of reconciliation, peace and international cooperation. If today there is friendship between Germany and Israel, I cannot see why not even Israel and Palestine could be best friends one day’, he says. Furthermore, in the wake of the hour of commemoration on the occasion of Volkstrauertag the four young adults had the opportunity to speak with the honorary guests who had come to the parliament. The encounter with the British Heir to the Throne had been impressive, Dvir says. ‘Prince Charles told me that he had liked my speech. He said that sometimes it was dif ficult to find the right words to speak about the Holocaust, where really words are not enough.’ Then he added, laughing: ‘Then he wished me good luck for my work as a jurist.’ Concerning his career, the former Johannes-Rau-Scholarship holder went on in Europe in the first place. In the beginning of 2021 he moved to Brussels for a new job. … und mit Prinz Charles und dessen Frau. … and with Prince Charles and his wife. Das Projekt »Peace Line« des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) lädt Menschen zwischen 18 und 26 Jahren dazu ein, zu »Peace Ambassadors« zu werden. In einer internationalen Gruppe besuchen sie Orte wie Verdun, Buchenwald oder den Schauplatz der Leningrader Blockade und diskutieren auf Englisch darüber, wie Geschichte und Gegenwart zusammenhängen. 2020 fand der Austausch online per Videokonferenz statt. The ‘peace Line’ project of Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) invites people at the age between 18 and 26 to become ‘Peace Ambassadors’. With an international group they visit places such as Verdun, Buchenwald or the site of the Leningrad Blockade and discuss, in English, how history and the present are connected. In 2020 the exchange happened online, as a video conference. Further information Weitere Informationen https://www.peaceline.eu 44

20 19 »Nico hat mich ermutigt, Dinge einfach auszuprobieren« ‘Nico encouraged me to just try out things’ On October 9th, 2019, a right-wing extremist attempted to intrude the synagogue of Halle (Saale). His attempt was a failure, but he shot two people. A few days later that year's exchange with Israel started. For Halle host Arne Hetzel it was an encounter fraught with tension. Am 9. Oktober 2019 versuchte ein Rechtsextremist in die Synagoge von Halle (Saale) einzudringen. Er scheiterte, erschoss aber zwei Menschen. Wenige Tage später begann der Israel-Austausch. Für den Hallenser Gastgeber Arne Helzel ein spannungsgeladenes Treffen. 45

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