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20 Jahre Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm

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Eine Broschüre des Pädagogischen Austauschdienstes. Kostenlos erhältlich im Webshop www.kmk-pad.org/shop

THE SCHOOL AS A HOST DIE

THE SCHOOL AS A HOST DIE SCHULE ALS GASTGEBER »Gegeneinladungen erfolgen oft privat« ‘Often there are private return invitations’ Das Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm sieht derzeit keinen Gegenbesuch in Israel vor. Am Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen finden sich dennoch immer viele Gastgeber für die jungen Israelis. »Das Programm ist so reizvoll, sodass man die Jugendlichen nicht lange überreden muss«, berichtet Friedhelm Bongartz, der die deutsch-israelische Partnerschaft seiner Schule koordiniert. Currently, the Johannes-Rau-Scholarship Programme does not provide for return visits to Israel. Yet still, at the Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen there are always many hosts for youths from Israel. ‘The Programme is so attractive that there is no need to persuade our young people’, says Friedhelm Bongartz, who coordinates the German-Israel partnership at his school. 48

Friedhelm Bongartz unterrichtet Biologie und Katholische Religion am Bettina-von-Arnim-Gymnasium Dormagen und koordiniert die deutsch-israelische Partnerschaft der Schule. Friedhelm Bongartz teaches biology and RE (Catholic) at the Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen and coordinates the school's German-Israeli partnership. Herr Bongartz, Sie koordinieren seit vielen Jahren den Israel-Austausch an Ihrer Schule. Was motiviert Sie dazu? Als Religionslehrer habe ich mich schon immer für Israel interessiert. Schließlich liegt der Ursprung unserer Religion dort. Erst 2010 aber bot sich mir die Möglichkeit zu einem Besuch. Ich war damals so fasziniert von dem Land und seinen Menschen, dass ich beschlossen habe, mich für die deutschisraelischen Beziehungen zu engagieren. Ich wusste, dass die Stadt Dormagen seit 25 Jahren eine Partnerschaft mit Kiryat Ono nahe Tel Aviv hat. Da ich an einem städtischen Gymnasium unterrichte, habe ich Kontakt zum Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins aufgenommen und erfahren, dass seine Kinder und er selbst früher Schüler an unserer Schule waren. So kamen wir ohne Umwege auf die Schule und die Jugendlichen zu sprechen und hatten die Idee, eine Schulpartnerschaft ins Leben zu rufen. Ohne ein klein wenig Hartnäckigkeit ging es aber nicht? Wir haben zunächst Kontakt zur Ben Zvi Highschool in Kiryat Ono aufgenommen, aber die Schulleitung zeigte sich zurückhaltend. Ich gab allerdings nicht auf und organisierte im Mai 2012 mit Unterstützung der Bezirksregierung Düsseldorf einen vorbereitenden Besuch an der Highschool. Wir alle haben uns von Anfang an so gut verstanden, dass bereits im November desselben Jahres der erste Austausch geplant wurde. Wegen eines Raketenangriffs auf Tel Aviv mussten wir die Reise jedoch kurzfristig verschieben. Doch dann lief alles so glatt, dass wir uns seitdem jährlich gegenseitig besucht haben. Dieser Austausch ist eine echte Bereicherung für beide Schulen. Und auch privat war ich seitdem mehrmals in Israel, ob mit Freunden oder Familie. Ein Treffen und gemeinsame Unternehmungen mit den israelischen Lehrkräften auf privater Ebene gehört dann stets mit dazu. Inzwischen ist aus einer Schulpartnerschaft eine richtige Freundschaft geworden. Seit einigen Jahren nimmt die Schule auch Johannes-Rau-Stipendiatinnen und -Stipendiaten auf. Was versprechen Sie sich davon? Die Bezirksregierung Düsseldorf hat uns 2017 die Ausschreibung des PAD weitergeleitet und zur Teilnahme eingeladen. So haben wir von dem Programm erfahren und waren sofort begeistert. Vor allem die Seminarwoche in Berlin mit ihren kulturellen Angeboten, an der ich als Begleitlehrkraft teilnehmen konnte, war für die deutschen und israelischen Jugendlichen eine Bereicherung. Mr. Bongartz, for many years you have been coordinating your school's exchange with Israel. What motivates you? Being an RE teacher, I've always had an interest in Israel. Af ter all, it is there where our religion originates from. But only as late as in 2010 I had the opportunity to visit the country. Then I was so fascinated by the country and its people that I decided to commit myself to the German-Israeli relations. I knew that for 25 years the City of Dormagen had had a partnership with Kiryat Ono near Tel Aviv. As a teacher at one of the City's grammar schools I made contact to the chairman of the partnership association, and I was told that his children and he himself had been students at our school. So, without further ado, we got on to our school and to the young people, and then we had the idea to initiate a school partnership. But you had to be somewhat stubborn, hadn't you? At first we made contact to Ben Zwi High School at Kiryat Ono, but the school administration was reluctant. However, I didn't give up, and in May, 2012, supported by the District Government of Düsseldorf, I organised a preparatory visit to the High School. We got along with each other so well that even in November that year the first exchange was planned. However, because Tel Aviv came under rocket attack we had to postpone the trip in the last minute. But then everything started running smoothly, so that since then we have been meeting each other every year. This exchange is a true enrichment for both schools. And I have also been to Israel several times on my own initiative, sometimes with friends, sometimes with my family. Private meetings and joint events with the Israeli teachers are always part of it. Meanwhile this school partnership has turned into true friendship. 49

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