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Austausch bildet Dezember 2016

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Das Magazin stellt Projekte vor, die durch europäischen Austausch einen wichtigen Beitrag zur Bildungsintegration leisten. Studienaufenthalte von Schülern als "Migrationsexperiment", Sport und Spiel als Integrationserleichterung oder die Förderung von Elternteilhabe stehen beispielhaft für das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern, die sich für Vielfalt an Schulen einsetzen. Weitere Beiträge widmen sich der Aktion "Europa macht Schule", stellen engagierte Deutschlerner aus Afrika vor und berichten über Austauscherfahrungen in ihrer Bedeutung für den eigenen Berufs- und Lebensweg. Neuigkeiten zu aktuellen Förderprogrammen, mit denen der PAD internationalen Austausch unterstützt, runden das Heft ab. Als Beilage zum Heft gibt es den Jahresplaner 2017 des PAD – solange der Vorrat reicht.

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austausch bildet 22 61 Großbritannien 204 Spanien 221 Frankreich 155 Italien 156 Polen 48 Tschechien 47 Ukraine jeweils 40 Rumänien & Ungarn 64 Türkei 101 Russland europa macht schule Aus diesen Staaten kamen die meisten Studierenden »Schülerinnen und Schüler finden fremde Kulturen spannend« Bonn, Frankfurt und Heidelberg waren 2006 die ersten Standorte der Initiative »Europa macht Schule«, an denen Gaststudierende aus dem europäischen Ausland als »Minibotschafter« für ein Unterrichtsprojekt an Schulen in Deutschland vermittelt wurden. Heute gibt es lokale Komitees in rund 30 Städten. Frank Wittmann gehörte zu den Studierenden, die vor zehn Jahren auf die Idee kamen, auf diesem Weg Europa in die Schule zu bringen. interview martin finkenberger, pad Herr Wittmann, was gab vor zehn Jahren den Ausschlag, die Initiative »Europa macht Schule« zu starten? Die Idee dazu entstand 2006 auf einer Konferenz, zu der der damalige Bundespräsident Horst Köhler Stipendiaten verschiedener Stiftungen eingeladen hatte. Zwei der zentralen Fragen der Veranstaltung waren, was Europa zusammenhält und wie die europäische Idee den Bürgerinnen und Bürgern nähergebracht werden kann. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die später unseren Verein gründeten, war klar, dass Europa vor allem über die persönliche Begegnung von Menschen vermittelt werden muss – und das am besten so früh wie möglich. So war die Idee geboren, Gaststudierende mit Schülerinnen und Schülern deutscher Schulklassen zusammenzubringen. Die Gaststudierenden, die »Europa macht Schule« vermittelt, sind zumeist pädagogische »Laien«. Welche Überzeugungsarbeit mussten Sie anfangs unter Lehrkräften leisten, einen Studierenden in den Unterricht einzuladen? Auch wenn unser Konzept vielen Schulleiterinnen und Schulleitern sowie den Lehrkräften zumeist direkt einleuchtete, mussten sie von unserer Zuverlässigkeit erst überzeugt werden. Schließlich gab es damals noch keine Koordinationsstelle beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), sondern nur zwei Dutzend Studierende, die eine Idee verfolgten. Diese Wahrnehmung änderte sich, als uns der PAD zu unterstützen begann. Die damalige Leiterin, Ilse Brigitte Eitze-Schütz, war von Beginn an überzeugt von unserer Idee und hat uns viele Türen geöffnet. Den Lehrerinnen und Lehrern haben wir vermittelt, dass es sich bei den Studierenden um keine ausgebildeten Pädagogen handelt und dass sie entsprechend betreut werden müssen. Mittlerweile Zur Person Frank Wittmann war Gründungsmitglied von »Europa macht Schule« und ist seit 2013 Vorsitzender des Vereins. Nach Abschluss eines Studiums der Politikwissenschaft arbeitet er heute als Online-Redakteur in Berlin. haben die Gaststudierenden aber auch die Möglichkeit, an einer pädagogischen Schulung teilzunehmen. Zudem bekommen alle einen Leitfaden, den eine Arbeitsgruppe des Vereins ausgearbeitet hat. Darin finden sich auch didaktische Hinweise und Beispiele für gelungene Unterrichtsprojekte. Gab es Gaststudierende, die aufgrund ihrer Muttersprache besonders gerne von den Schulen aufgenommen wurden? Die Projekte in den Schulklassen werden in deutscher Sprache durchgeführt. Die Muttersprache der Studierenden sollte also keine Rolle bei der Auswahl spielen. Die Schülerinnen und Schüler sollen vielmehr gemeinsam mit den Studierenden ein kulturelles Projekt zu deren Heimatland erarbeiten. Die Sprache kann dabei natürlich Bestandteil des Projekts sein, es geht aber nicht um Sprachunterricht. Das haben die Lehrerinnen und Lehrer auch schnell erkannt. Unsere Erfahrung zeigt zudem, dass Schülerinnen und Schüler gerade solche Kulturen spannend finden, mit denen sie nicht bereits im Fremdsprachenunterricht in Berührung gekommen sind. Die Gaststudierenden werden durch ehrenamtliche Komitees an den Standorten betreut. Was sind ihre Aufgaben und was motiviert deutsche Studierende zu ihrem Engagement als Tandem-Partner? Vorweg muss ich sagen: Ohne dieses Engagement gäbe es »Europa macht Schule« nicht. Sie stellen Lehrerinnen und Lehrern sowie Gaststudierenden das Programm vor und motivieren sie, mitzumachen. Auf Basis der Anmeldungen sorgen sie dafür, dass die Vermittlung der Gaststudierenden an die Schulen klappt. Außerdem organisieren sie ein Koordinationstreffen, bei dem sich die Tandems persönlich kennenlernen und Projektideen austauschen können. Anschließend stehen unsere Ehrenamtlichen den Studierenden als Ansprechpersonen Europa macht Schule bei Fragen zur Seite. Am Ende des Programmjahres organisieren sie die Abschlussveranstaltung, bei der alle Projekte eines Standorts öffentlich präsentiert werden. Der Großteil unserer Ehrenamtlichen studiert noch. Viele von ihnen waren selbst eine Zeit im Ausland. Durch ihre Mitarbeit möchten sie etwas von dem internationalen Flair bewahren, das sie bei ihren Auslandsaufenthalten gespürt haben. Und das funktioniert wunderbar: Jedes Programmjahr knüpfen sie Kontakte zu internationalen Studierenden aus ganz Europa und bekommen so selbst einen Einblick in andere Kulturen. Manchmal entstehen in der kurzen, aber intensiven Zeit auch Freundschaften über das Programmjahr hinaus. Nach der Abschlussveranstaltung gibt es dann meist schon Planungen, wann man sich gegenseitig besuchen wird. Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit: Was ist ihr persönliches Highlight aus dieser Zeit? Was mich besonders beeindruckt, ist die Hingabe, mit welcher sich Menschen im gesamten Bundesgebiet für »Europa macht Schule« einsetzen. Durch die gemeinsame Zeit in Verein und Vorstand sind mittlerweile Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte. Welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie für die nächsten zehn Jahre? Wo soll »Europa macht Schule« 2026 stehen? Als Verein steht für uns die Weiterführung des Programms in Deutschland an erster Stelle. Mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem DAAD haben wir im Augenblick stabile Förderstrukturen. Diese wollen wir erhalten. Persönlich wünsche ich mir, dass wir es schaffen, unsere Idee der persönlichen Begegnung junger Menschen auch im Ausland populär zu machen und »Europa macht Schule« in Europa zu etablieren. Weitere Informationen: www.europamachtschule.de 189 2015/16 32 2006/07 Durchgeführte Projekte an Schulen 1.406 seit 2006/07, mit rund 35.000 Schülerinnen und Schülern 23

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