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Austausch bildet Dezember 2016

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Das Magazin stellt Projekte vor, die durch europäischen Austausch einen wichtigen Beitrag zur Bildungsintegration leisten. Studienaufenthalte von Schülern als "Migrationsexperiment", Sport und Spiel als Integrationserleichterung oder die Förderung von Elternteilhabe stehen beispielhaft für das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern, die sich für Vielfalt an Schulen einsetzen. Weitere Beiträge widmen sich der Aktion "Europa macht Schule", stellen engagierte Deutschlerner aus Afrika vor und berichten über Austauscherfahrungen in ihrer Bedeutung für den eigenen Berufs- und Lebensweg. Neuigkeiten zu aktuellen Förderprogrammen, mit denen der PAD internationalen Austausch unterstützt, runden das Heft ab. Als Beilage zum Heft gibt es den Jahresplaner 2017 des PAD – solange der Vorrat reicht.

»Beim Stundenwechsel

»Beim Stundenwechsel gilt Linksverkehr« Foto: melis/shutterstock.com Erfahrungen zur hospitation in woodcote, oxfordshire 31 austausch bildet 30 Jörg Nellen lernte gut ausgebildete, engagierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen kennen, die mit den unterschiedlichen Begabungen ihrer Schülerinnen und Schüler umzugehen wissen. Auch Cornelia Scherer fiel auf, wie differenziert in den Klassenzimmern gearbeitet wird – Eindrücke von Hospitationen in Großbritannien. zusammengefasst von barbara beyer, pad zur hospitation in weymouth, dorset Jörg Nellen > 57 Jahre > Unterrichtet an der Friedrich-Fischer-Schule in Schweinfurt (Bayern) Deshalb habe ich mich beworben Als Lehrer mit 25 Jahren Erfahrung, davon je zur Hälfte für Englisch und Geschichte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen und für Deutsch, Englisch, Geschichte und Kunst an Hauptschulen, war es mein Wunsch, eine Comprehensive School (Gesamtschule) kennenzulernen, die in Inhalten und Methoden meiner beruflichen Erfahrung in mehreren Schularten entspricht und den Vergleich mit meinen derzeitigen Aufgaben an der Fachoberschule zulässt. Das habe ich beobachtet Die Schule bereitet auf den Mittleren Schulabschluss, das General Certificate of Secondary Education (GCSE), vor. Im Klassenzimmer sitzen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Begabungen. Das erfordert Differenzierung. Die Kolleginnen und Kollegen sind gut ausgebildet, engagiert und motiviert. Man sieht sie mit dem Laptop unter dem einen Arm und der Teetasse in der anderen Hand ihrem Unterrichtsraum zustreben. Die Schülerinnen und Schüler kommen in das Fachzimmer der Lehrkraft, wo Smartboard, Laptop und viele Ressourcen bereitstehen. Beim Stundenwechsel von 500 Schülerinnen und Schüler gilt: Linksverkehr, sonst wird‘s eng. Ein fast 20 Personen umfassendes Förderkollegium (pastoral system) unterstützt die Fachlehrkräfte mit bis zu zwei zusätzlichen > Zur Hospitation an der All Saints Church of England Specialist Science and Language School in Weymouth, Dorset (England) Erwachsenen im Klassenzimmer. Der Druck kommt am Ende des Schuljahres: Abschlussprüfungen werden extern korrigiert und sind nicht verhandelbar. Das konnte ich beitragen Ich war aktiv in allen Arbeitsphasen des Unterrichts beteiligt. Ich konnte Impulse setzen sowie Vorträge zu verschiedenen Themen halten – etwa zu Conrad Röntgen, zur Pest in Würzburg, zum Holocaust und zum Umgang mit Asylbewerbern. Oft standen auch Sachinformationen zum Unterrichtsinhalt an, so über Shakespeare, die Sklaverei oder den Nahostkonflikt. Aus der Erfahrung als Hauptschullehrer war es mir möglich, motivierende Gespräche mit einzelnen Schülerinnen und Schülern zu ihrer Mitarbeit und ihrem Verhalten zu führen, die zu sichtbaren Ergebnissen geführt haben. Das nehme ich für meine Arbeit mit Begeistert haben mich die handlungsorientierten Ansätze im naturwissenschaftlichen Unterricht (practicals). Im Fach Geschichte bestätigte der Umgang mit Quellen (source investigation) meinen eigenen Fachunterricht. Der Umgang mit verstärkendem Lob nach Carol S. Dweck, die Offenlegung der Lernziele am Stundenanfang, die Binnendifferenzierung (all, most, some) in der Aufgabenstellung und die ermunternden Fragestellungen im gebundenen Unterricht werden künftig auch meinen Unterricht stärker prägen. Deshalb habe ich mich beworben Für meinen Hospitationsaufenthalt hatte ich mir zum Ziel gesetzt, den Schulalltag in England exemplarisch kennenzulernen und mich an unterrichtsdidaktischen Diskussionen an der Universität und in der Schule zu beteiligen. Außerdem wollte ich Kontakte knüpfen, von denen meine Schule und meine Schüler/-innen an der Gesamtschule Aspe langfristig profitieren. Das habe ich beobachtet Als erstes fällt die große Zahl an nicht unterrichtendem Personal auf, Verwaltungsangestellte, die den Lehrkräften viel organisatorische Arbeit abnehmen. Das Lehrpersonal wird zusätzlich von »Teaching Assistants« unterstützt, die die differenzierte Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten begleiten. In allen Klassenräumen stehen Smartboards mit Internetzugang zur Verfügung, die die Lehrkräfte sinnvoll in die Unterrichtsarbeit für lebensnahe Recherche und große Anschaulichkeit einbeziehen. Der Schulalltag ist gut strukturiert und für alle Schüler/-innen gleich (von 8:50 Uhr bis 15:30 Uhr), an manchen Tagen mit so genannten Assemblies (Versammlungen), zu denen die unterschiedlichsten Themen auf dem Programm stehen. Auch in England Cornelia Scherer > 48 Jahre > Unterrichtet an der Städtischen Gesamtschule Aspe in Bad Salzuflen Über Hospitationen in Großbritannien Das Programm richtet sich an Lehrkräfte aus Deutschland, die Englisch in der Sekundarstufe I oder II oder in der Grundschule unterrichten, sowie an Lehrkräfte anderer Fächer mit guten Englischkenntnissen. Während der zweibis dreiwöchigen Hospitationen beobachten und gestalten sie den Unterricht mit und bilden sich dadurch sprachlich, landeskundlich sowie methodischdidaktisch fort. Als Muttersprachler und landeskundliche Experten bereichern sie den Fremdsprachenunterricht ihrer Gastschule. Das Programm wird gemeinsam mit der Initiative »UK-German Connection« durchgeführt. 2015 konnten 79 Lehrkräfte zur Hospitation vermittelt werden. > Zur Hospitation an der Langtree School in Woodcote bei Reading klagen Lehrkräfte über die hohe Arbeitsbelastung, Zeit für kollegiale Kooperation gibt es erst nach Schulschluss. Das konnte ich beitragen Ich habe im Unterricht verschiedener Fächer assistiert und an Schulausflügen teilgenommen. Auf große Resonanz stieß mein Vortrag über die Gesamtschule Aspe an der Universität in Reading. Dadurch haben sich zwei englische Studentinnen zu einer Hospitation an meiner Schule in Bad Salzuflen inspirieren lassen. Die Hospitationen haben inzwischen stattgefunden und die beiden Lehramtsstudentinnen konnten wiederum den Schulalltag an meiner Schule bereichern. Das nehme ich für meine Arbeit mit Ich habe einen umfassenden Einblick in das englische Schulsystem erhalten und konnte durch Reisen in die Umgebung (London, Oxford, Stratford-upon- Avon) mein Bild Englands auffrischen. Einige Ideen, die ich in die Arbeit an meiner Schule einbringen möchte, werde ich im Schulleitungsteam diskutieren. Dazu gehört insbesondere, wie es uns als Schule zukünftig besser gelingen kann, das Lernen noch stärker in den Fokus zu rücken und einen School Spirit zu entwickeln.

Publikationen

Austausch bildet – Juni 2020
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