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Austausch bildet – Dezember 2019

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. Schwerpunkt der Dezember-Ausgabe ist das EU-Bildungsprogramm Erasmus+. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen.

Fremdsprachenassistenzprogramm #fsa_pad 41 Im Ausland leben, Fremdsprachkenntnisse verbessern und vor einer Klasse stehen: Unsere Campusbotschafter/-innen wissen, worüber sie sprechen denn sie waren selbst Fremdsprachenassistenzkraft (FSA). Im Auftrag des PAD teilen sie gerne ihre Erfahrungen und Eindrücke mit anderen Studierenden. An welchen Universitäten Campusbotschafter aktiv sind? Informationen dazu gibt es unter www.kmk-pad.org/ campusbotschafter und in unserem Instagram-Kanal @fsa_ pad austausch bildet Die Zeit als Student in Bonn und als Fremdsprachenassistent in Linz haben Sie dann auch zur Spurensuche genutzt. Sind Sie fündig geworden? Meine Oma hatte mir einmal erzählt, dass mein Urgroßvater 1883 in die USA ausgewandert war, weil er nicht in die Armee eingezogen werden wollte. Lange Zeit wusste unsere Familie aber wenig über seine Herkunft. Bei einer Recherche im Internet bin ich auf ein Dokument gestoßen, auf dem vermerkt ist, dass er aus Grünstadt in Rheinland-Pfalz kam. Ich bin dann dorthin gefahren und habe im Stadtarchiv und auf Friedhöfen alte Kirchenbücher eingesehen. Zu meinem Urgroßvater konnte ich leider nichts finden, dafür aber Informationen zu anderen Angehörigen, die aus dem benachbarten Kerzenheim ausgewandert sind und im Stammbaum unserer Familie auftauchen. Ich bin weiterhin neugierig und versuche, noch mehr darüber herauszufinden. Von Linz ist es nur ein Katzensprung bis Bonn. Woran haben Sie bemerkt, dass Sie hier in der früheren Hauptstadt der Bundesrepublik waren? Bei meinen ersten Besuchen hatte ich ehrlich gesagt keine richtige Vorstellung davon, woran das erkennbar sein sollte. Ich habe mich deshalb eher wie ein Entdecker verhalten und nach Spuren des früheren Regierungssitzes gesucht. Aufgrund der vielen Gebäude, in denen sich früher die Ministerien oder Büros der Abgeordneten befunden haben, gibt es ja einige davon. Verglichen mit Berlin konnte ich allerdings nicht glauben, dass Bonn früher einmal Hauptstadt war, da die Stadt so viel kleiner ist. Dafür ist hier aber vergleichsweise viel los. Für mich ist das die perfekte Mischung. Und wenn ich vor dem »Wasserwerk« stehe oder mir die U-Bahn-Stationen mit ihren grellen Farben anschaue, bekomme ich eine Idee von Westdeutschland und seiner Geschichte bis 1989. Ihre Eindrücke in Bonn und Linz haben Sie auch in verschiedenen Videoblogs dokumentiert. Was gibt es da zu sehen? Für meine Freunde und andere Studierende meiner Universität habe ich während meines Austauschjahres in Bonn kurze Clips gedreht, in denen ich über kulturelle Ereignisse in der Stadt berichte, von meinen Reisen durch Deutschland erzähle oder erkläre, wie man zum Beispiel Käsespätzle herstellt. Im Laufe der Zeit sind rund 50 Videos entstanden. Einige davon können noch auf der Website meiner Uni unter https://blogs. oswego.edu/author/michael angeschaut werden. Als ich nach Linz kam, wollte ich etwas Neues ausprobieren und habe unter dem Titel »Rheinland-Flipped« einen YouTube-Kanal eingerichtet. Damit will ich Englisch vermitteln und mehr von meiner Kultur vorstellen. Mit einer Klasse der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz an der Alice-Salomon-Schule in Linz haben Sie einen Clip über den Sinn und Unsinn der Verwendung von Smartphones im Unterricht produziert. Was war der Anlass dafür? Zum kompetenzorientierten Unterricht in diesem Bildungsgang gehört auch der Bereich »Media«. In Absprache mit meiner Betreuungslehrerin konnte ich deshalb ein Videoprojekt gestalten. Das passte gut zu meinem eigenen Anliegen, Kameras oder Smartphones stärker in den Unterricht zu integrieren und sie kreativ einzusetzen. Die Ansprüche an unser Video mussten nicht denen von Hollywood genügen. Viel wichtiger war mir, dass die Schülerinnen und Schüler ein strukturiertes Drehbuch entwickeln und alle für den Clip etwas sprechen und schreiben. Das Thema »Smartphones in der Schule« bot sich an, weil es aktuell ist und uns alle beschäftigt. Das Projekt war deshalb eine gute Gelegenheit, das Pro und Kontra abzuwägen und zu überlegen, wann solche Geräte sinnvoll im Klassenzimmer eingesetzt werden können. Außerhalb der Unterrichtszeit haben Sie einen »American Club« initiiert. Was stand dort auf dem Programm? Mein Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die amerikanische Kultur und Lebensweise näherzubringen. Ich habe zum Beispiel Filme gezeigt, wie es an High Schools zugeht, welche Bedeutung der Sport dort hat und warum alles ein klein wenig anders läuft. Außerdem habe ich einen Kontakt zu meiner früheren Schule hergestellt. Mit den Schülerinnen und Schülern dort haben wir typische Snacks ausgetauscht. Auf diesem Weg kamen Twinkies und Tortilla-Chips mit Geschmäckern, die es hier nicht gibt, zu uns nach Linz. Die Pakete hat übrigens meine frühere Deutschlehrerin gepackt. Einmal konnten wir auch skypen. Einige Schülerinnen und Schüler hatten zwar zunächst Angst vor dem Sprechen. Aber am Schluss hatten sich alle etwas zu sagen. Toll war, dass die Schülerinnen und Schüler in den USA versucht haben, ein paar Sätze auf Deutsch zu sprechen. Alles in allem kam der »American Club« gut an. Rund 20 Schülerinnen und Schüler haben regelmäßig teilgenommen. Was haben Sie als Fremdsprachenassistent persönlich gelernt? Mir ist klarer geworden, wie eine Schule in Deutschland funktioniert. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, wie viele Formulare man ausfüllen muss. Außerdem habe ich die Prüfungen beobachten können. Verglichen mit den USA sind sie hier doch strenger und nicht ganz so flexibel. Ich habe außerdem ein Bild davon bekommen, was mich erwarten würde, wenn ich später einmal in einer Berufsschule in Deutschland arbeiten sollte. Das kann ich mir nämlich durchaus vorstellen. Interessant war auch die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aus Afghanistan und Syrien, die Deutsch als Zweitsprache erlernen und denen ich Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache vermitteln wollte. Das hat mich sehr an meine eigenen Erfahrungen als Nichtmuttersprachler beim Deutschlernen erinnert. Zur Person Michael Kaefer, Jahrgang 1995, hat an der State University of New York Oswego ein Bachelorstudium in Deutsch und Geschichte absolviert. 2018/19 war er Fremdsprachenassistent an der Alice-Salomon-Schule in Linz. Weitere Informationen www.youtube.com/ user/g1antsteen/videos 40

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