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Austausch bildet - Dezember 2020

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Austausch trotzt Corona" lautet das Motto der Dezemberausgabe und zeigt, wie Schulen den Schüleraustausch trotz der Pandemie aufrechterhalten haben. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen. www.kmk-pad.org/shop

Reisebüro hilft Als

Reisebüro hilft Als Hürden für das Projekt »Horizonte erweitern durch 3D-Druck« entpuppten sich die geplanten Projekttreffen, die wegen Corona storniert werden mussten. »Glücklicherweise habe ich unsere Mobilitäten über ein Reisebüro gebucht. Insofern lief die Rückerstattung leichter«, erläutert Birgit Krauß. Es wäre viel aufwendiger für die Projektkoordinatorin gewesen, die Tickets im Internet selbst zu buchen, zu stornieren und den Kontostand des Erasmus+ Projektes zu überwachen. Bis Ostern hatten die inzwischen über 130 Mitglieder der Facebook-Community »3D-Druckergegen-Corona« mehr als 840 Gesichtsschutze zum Beispiel an Krankenhäuser und Arztpraxen ausgeliefert. e-Nable Greece unterstützte die Initiative von Griechenland aus nicht nur mit Know-how, sondern hat das eigene Angebot um Gesichtsschutze erweitert. »Unterrichtsmaterial vorzubereiten und zu drucken, ist Alltagsgeschäft. Aber die Zeit, die ich dabei geholfen habe, Plastikteile für Gesichtsschutze zu drucken, habe ich als eine andere Art von Anstrengung erlebt. Es war ein ganz anderes Gefühl«, so Erasmus+ Koordinatorin Birgit Krauß. Es habe etwas mit der sozialen Dimension der Arbeit zu tun gehabt. Am letzten Tag der Osterferien in Rheinland-Pfalz, am 17. April, hatten sich laut RKI bereits 133 830 Menschen in Deutschland mit Corona infiziert und über 3868 Menschen waren daran gestorben. Kurze Zeit danach kamen die Schülerinnen und Schüler der BBS Dürkheim von zu Hause zurück und wurden in das Projekt einbezogen. Die Motivation war hoch. Sie waren in Sachen 3D-Druck aber keine Novizen. So hatten sie schon vor der Schulschließung gelernt, Plastikteile für solarbetriebene Ventilatoren zu drucken. »Für die Schülerinnen und Schüler haben wir mehrere Stationen aufgebaut. An der ersten wurde das Material hygienisch abgewischt, an der zweiten entgratet, an der dritten der Druckvorgang kontrolliert und an der vierten die Endkontrolle durchgeführt. So hat jeder einen Teil des Fertigungsprozesses übernehmen können«, erinnert sich Birgit Krauß. Und so verband »Horizonte erweitern durch 3D-Druck« die Menschen trotz Reisebeschränkungen weiter. Zumindest an dieser Stelle konnte die Pandemie die europäische Zusammenarbeit nicht stoppen. — Der Autor ist Bildungsfachjournalist in Bonn. austausch bildet Programm Erasmus+ Schulbildung Projekttitel Horizonte erweitern durch 3D-Druck in einem gemeinsamen Europa der Regionen Beteiligte Schulen Berufsbildende Schule (BBS) Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) Zespół Szkół Ponadgimnazjalnych Nr 2 Centrum Kształcenia Ustawicznego, Kluczbork (Polen) Laufzeit September 2018 bis August 2019 EU-Zuschuss 17.130 € für die Schule in Deutschland für die Schulpartnerschaft 3.438 € für die Lehrerfortbildungen Weitere Informationen www.bbs-duew.de 14

Schwerpunkt »Austausch trotzt Corona« 15 fremdsprachenassistenzprogramm »Bastel-Sessions für Schutzmasken« Den Unterricht plötzlich von zu Hause aus organisieren und gemeinsam Atemschutzmasken basteln, statt Städte und Regionen zu erkunden: In der Ausnahmesituation seit Anfang März mussten viele Fremdsprachenassistenzkräfte vorzeitig zurückkehren. Gleichwohl überwiegen die schönen Erinnerungen. von martin finkenberger & veit husemann, pad D ie Corona-Pandemie hat das Auslandsjahr fast aller Fremdsprachenassistenzkräfte (FSA) durcheinandergewirbelt. Denn von den Schulschließungen im März waren sie unmittelbar betroffen. Doch einfach mitten im Schuljahr den Kontakt zu den Klassen und Lehrerkollegien abbrechen – das war für die meisten unvorstellbar. So haben sie »auf Distanz« mit ihren Schulen weiter zusammengearbeitet. »Online unterstützen« Davon berichtet zum Beispiel Katrin, die seit Oktober 2019 unter anderem am französischen Lycée Sévigné und Collège Bourgchevreuil in Cesson-Sévigné (Académie Rennes) eingesetzt wurde. Dass die Schulen am 12. März, einem Freitag, im ganzen Land geschlossen wurden, sei für sie überraschend gekommen. Denn an ihrem vorerst letzten Schultag und auch am Samstag habe sie sich noch privat mit einigen Kolleginnen und Kollegen getroffen. Als sie dann aber aus den Nachrichten von der Schließung der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich erfuhr, wurde ihr der Ernst der Lage bewusst. »So kam es, dass ich innerhalb von weniger als 24 Stunden meine Sachen packte, die Wohnung kündigte, mein Bankkonto schloss, meine Schulen informierte und all das tat, wofür ich mir sonst sicher mindestens eine Woche Zeit genommen hätte«, erinnert sie sich. Und doch war es ihr wichtig, den Kontakt zu der Schule aufrechtzuerhalten. »Von zu Hause aus habe ich deshalb die französischen Deutschlehrkräfte unterstützt, Arbeiten der Schülerinnen und Schüler korrigiert und Material bereitgestellt, das dann über Onlineplattformen weitergegeben werden konnte«, erzählt Katrin. Das Programm will sie auf jeden Fall >

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