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Austausch bildet - Dezember 2021

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Inklusion, Teilhabe, Vielfalt" lautet das Motto der Dezemberausgabe, die zeigt, wie Schulen und Kitas europäischen Austausch inklusiver gestalten und an Erfahrungen anderer Schulen in Europa teilhaben können. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen oder abonnieren. www.kmk-pad.org/shop

And ACTION Action!

And ACTION Action! 2021 alle 3 wir du 14 Ein autistischer Junge, der seine Rolle in einem Kamerateam meistert? Ein zuckerkrankes Mädchen, das bei einer Gastfamilie übernachtet? Geistig und körperlich behinderte Schülerinnen und Schüler aus fünf Ländern Europas, die im Lockdown einen Flashmob tanzen? Im Projekt »And ... Action!« ist all das Realität gewesen. 12 austausch bildet

Erasmus+ Inklusion 13 Gerade die vorbildliche technische Ausstattung der isländischen Partnerschule beeindruckte die deutschen Kinder und ihre Lehrkräfte gleichermaßen. »Medienbildung und Inklusion finden hier permanent statt, und zwar in allen Fächern. Alle Kinder werden mit iPads losgeschickt, um in der Nachbarschaft Fotos zu machen. Wer dafür Hilfe braucht, hat eben Hilfe dabei. Da sind Betreuerinnen, Sonderpädvon janna degener-storr M edienbildung, Inklusion und europäischer Austausch in einem Projekt an einer Grundschule – kann das gelingen? Für die Englischlehrerin Katrin Schneider ist das überhaupt keine Frage: »Jüngeren Schülerinnen und Schülern fällt es schwer, sich vorzustellen, wie Kinder in einem anderen Land leben. Das gilt insbesondere für Kinder mit Förderbedarf. Wenn die Mädchen und Jungen aus unseren Partnerschulen ihnen Videos aus ihrem Alltagsleben schicken, können sie plötzlich sehen, erleben und verstehen, was Europa ist.« Katrin Schneider unterrichtet an der Charlotte-Salomon-Grundschule Berlin, die seit ihrer Gründung vor 31 Jahren inklusiv arbeitet. Seit 15 Jahren finden hier durch europäische Bildungsprogramme geförderte Austauschprojekte statt – und selbstverständlich nehmen daran alle Schülerinnen und Schüler teil, egal ob mit oder ohne besondere Bedürfnisse. »Andere Schulen reisen mit vier oder fünf Kindern zu ihren Partnerschulen. Aber unser Selbstverständnis ist es, alle mitzunehmen. Das ist manchmal ganz schön sportlich – und immer großartig«, sagt die Englischlehrerin. Zuletzt ist Katrin Schneider im März 2020, drei Tage vor dem ersten pandemiebedingten Lockdown, mit 42 Fünft- und Sechstklässlern sowie sechs Begleitpersonen nach Island geflogen. Auch die Schülerinnen und Schüler erinnern sich mit Begeisterung an die internationale Flugreise, das riesige Schulgebäude der Partnerschule, die spannenden Ausflüge und die herzlichen Gastfamilien in Island. »Während des Unterrichts wurden Gesellschaftsspiele gespielt und wir haben in Gruppen mit iPads eine Fotorallye gemacht«, erzählt die 11-jährige Maribel. Ihre 12-jährige Freundin Lotta ergänzt: »In den Pausen konnten wir mit den Schlitten einen Hügel herunterfahren. Oder auf einem großen Smartboard wurde ›Let’s dance‹ angemacht und wir haben dazu getanzt.« Inklusion in allen Fächern agoginnen und viele andere Expertinnen im Einsatz«, berichtet Katrin Schneider. Wie der Titel »And ... Action!« des Erasmus-Projekts vermuten lässt, lag der Fokus auf der Arbeit mit dem Medium Film – und zwar nicht nur während der Islandreise. »Wir wissen nicht erst seit den Zeiten von pandemiebedingten Lockdowns und Kontaktbeschränkungen, dass Medien uns mit Menschen verbinden, die wir nicht persönlich treffen können. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, wie sie kreativ damit umgehen und sich kritisch damit auseinandersetzen«, erzählt Katrin Schneider. »And … Action« gab es auch bei einem Flashmob der Schülerinnen und Schüler. Zu Beginn der Projektarbeit sollte sich jede Schule in einem kleinen Dokumentarfilm vorstellen. So lernten die Kinder unter anderem, wie man ein Filmskript erstellt, wie ein Storyboard aussieht, wie ein Interview geführt wird, was es beim Schnitt zu beachten gibt und wie ein O-Ton per Voiceover von einer in die andere Sprache übersetzt werden kann. Beim Ansehen der Filme bekamen die deutschen Kinder eine erste Vorstellung davon, wie die Schülerinnen und Schüler ihrer Partnerschulen in Island, Nordirland, Griechenland und Portugal lernen. Anschließend haben die Projektteams in den verschiedenen Partnerländern dann Nachrichtensendungen gedreht, die online veröffentlicht wurden. Mehrfach waren die Kinder über Ländergrenzen hinweg verbunden, als sie bei digital übertragenen Flashmobs gemeinsam zur gleichen Musik tanzten. >

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