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Austausch bildet - Dezember 2021

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Inklusion, Teilhabe, Vielfalt" lautet das Motto der Dezemberausgabe, die zeigt, wie Schulen und Kitas europäischen Austausch inklusiver gestalten und an Erfahrungen anderer Schulen in Europa teilhaben können. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen oder abonnieren. www.kmk-pad.org/shop

Abenteuer Ausland Hier

Abenteuer Ausland Hier die Gäste aus 90 Staaten weltweit, da der Austausch in Europa und dort Besuche im Rahmen bilateraler Beziehungen: Einige Programme des PAD fördern einzelne Schülerinnen und Schüler. Die Gesichter dahinter stellen sich hier vor. austausch bildet jitka petereit Beim PAD seit Januar 2008 im Referat »Prämien- und Einladungsprogramme« und zuvor in der Schulabteilung des Sekretariats der Kultusministerkonferenz. Ich bin dafür zuständig, dass die verschiedenen Teilnehmenden am Prämienprogramm »Deutschland Plus« zusammengeführt werden: die Schulen, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitlehrkräften und die Reiseleitungen. Ich kümmere mich um die Organisation und Betreuung aller Beteiligten. Das Motto »Austausch bildet« bedeutet für mich persönlich, dass Menschen in jedem Alter und egal, welcher Nationalität und Religion sie angehören, Neues kennenlernen und an dieser Erfahrung wachsen können. Auch wenn Corona die »Auslandsmobilität« derzeit einschränkt: Ich empfehle solche Erfahrungen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern, weil solche Momente, angefangen mit der Vorfreude auf die Reise, das Packen des Koffers, die Verabschiedung von der eigenen Familie ebenso wie das Gefühl der Ungewissheit und die gespannte Erwartung auf etwas Neues durch das beste Onlinetreffen nicht ersetzt werden können. Bei jeder »echten« Reise wachsen die jungen Menschen über sich hinaus und werden zu selbstständigeren Persönlichkeiten. Als ultimativen Tipp gebe ich zaghaften Schülerinnen und Schülern für ihr »Abenteuer Ausland« gerne mit auf den Weg, dass sie offen, ehrlich und freundlich über die eigene Kultur und Lebensweise erzählen und ebenso aufgeschlossen für die Lebensart der Anderen sein sollten. Mit diesen Tugenden und dazu Neugierde sollte das »Abenteuer Ausland« zu einer wunderbaren Erfahrung werden. Jeder Teilnehmer hat seine und jede Teilnehmerin hat ihre »Geschichte«. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, als eine Schülerin während des Deutschlandaufenthalts an Windpocken erkrankte. In solchen Situationen kommt es darauf an, dass unsere Kursleiter, also die Lehrkräfte an den Schulen, und unsere Reiseleiter, meist Studierende, die die Schülerinnen und Schüler bei den Exkursionen begleiten, besonnen und schnell handeln. Hier muss das Team aus Lehrkraft, Reiseleitung, Deutscher Botschaft im Entsendeland und PAD gut zusammenarbeiten, damit für die Gruppe und die betroffenen Schülerinnen und Schüler der Aufenthalt in Deutschland trotz alledem ein positives und unvergessliches Erlebnis wird. 22

Der PAD stellt sich vor 23 elisabeth keilholz Beim PAD seit 1997 und seit September 2003 im Referat »Allgemeine Angelegenheiten« Ich bin zuständig unter anderem für den deutsch-französischen Einzelschüleraustausch VOLTAIRE – ein Programm des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) in Kooperation mit verschiedenen Partnern. Der PAD fungiert dabei als Schnittstelle zu den Kultusministerien der Länder und als Ansprechpartner für die deutschen Schulen. Das Motto »Austausch bildet« bedeutet für mich persönlich, Dinge kennenzulernen, von denen man vorher noch nie gehört hat, Situationen zu meistern, die man so noch nie erlebt hat, und Menschen zu begegnen, die man nicht mehr vergisst. Auch wenn Corona die »Auslandsmobilität« derzeit einschränkt: Ich empfehle solche Erfahrungen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern, weil das eine große Bereicherung nicht nur für den schulischen oder beruflichen Werdegang, sondern auch und gerade für einen selber ist. Jeder Teilnehmer hat seine und jede Teilnehmerin hat ihre »Geschichte«. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein erst 14-jähriger deutscher Bewerber für VOLTAIRE, für den im Vermittlungsverfahren ein gleichaltriger Schüler aus La Réunion als Partner identifiziert wurde. Da vielen deutschen Familien nicht bewusst ist, dass auch die französischen Übersee-Départements an VOLTAIRE teilnehmen, werden in solchen Fällen die deutschen Familien gefragt, ob sie mit einem Austausch außerhalb des französischen Mutterlandes einverstanden sind. Im konkreten Fall sah die Mutter »gar kein Problem«, während der Junge dem Vorschlag eher ablehnend gegenüberstand. Man einigte sich auf eine kurze Bedenkzeit, die die Familie dazu nutzen wollte, »mal nachzuschauen, wo genau dieses La Réunion liegt«. Beim zweiten Telefonat dann – die Familie hatte inzwischen festgestellt, dass die Insel im Indischen Ozean »rechts von Madagaskar« liegt – zeigten sich plötzlich die Eltern höchst skeptisch, während der deutsche Schüler Feuer und Flamme für dieses Abenteuer war. Seine Begeisterung gab schließlich den Ausschlag und der Austausch kam zustande. heike härtel Beim PAD seit September 2015 in der Nationalen Agentur Erasmus+ Schulbildung Ich bin zuständig für Langzeitmobilitäten in Erasmus-Projekten, Fragen zur Umsetzung von Inklusion in Erasmus-Aktivitäten sowie die Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen. Das Motto »Austausch bildet« bedeutet für mich persönlich, dass ich in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen meine Aufgaben besser umsetzen kann. Ich denke hier zum Beispiel an die Erasmus+ erfahrenen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, die mich bei der Durchführung von Veranstaltungen zu Langzeitaufenthalten im europäischen Ausland unterstützen. Auch wenn Corona die »Auslandsmobilität« derzeit einschränkt: Ich empfehle solche Erfahrungen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern, weil diese etwas lernen, was nicht in Schulbüchern steht: die Fremdsprache praktisch anwenden; mitbekommen, dass der Alltag anderswo anders aussehen und man damit klarkommen kann; neue Freunde gewinnen. All diese Dinge bereichern einen selbst und helfen, neue Situationen zu meistern. Als ultimativen Tipp gebe ich zaghaften Schülerinnen und Schülern für ihr »Abenteuer Ausland« gerne mit auf den Weg, dass man sich am besten im Vorfeld über das jeweilige Land informiert, vielleicht bei jemandem, der aus dem Land kommt oder schon einmal dort war. Und dass man, wenn man in einer Gastfamilie wohnt, mit ihr vorher schon Kontakt aufnimmt per Videoanruf, E-Mail oder Telefon. Dann fühlt es sich nicht so fremd an, wenn man sich zum ersten Mal begegnet. Jeder Teilnehmer hat seine und jede Teilnehmerin hat ihre »Geschichte«. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Geschichte einer Lehrerin. Sie erzählte mir, dass es sich für ihre Schüler zum Ende eines Treffens mit einer Gruppe aus dem Süden Europas nicht mehr so komisch anfühlte, auch von Jungs mit Küsschen rechts und links begrüßt und verabschiedet zu werden. Das passierte natürlich vor Corona.

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