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Austausch bildet Juni 2015

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Das neue halbjährlich erscheinende Magazin des PAD löst "PAD aktuell" ab. In der Ausgabe Juni 2015 lesen Sie im Schwerpunkt "Europa plus" Beiträge über Partnerschaftsprojekte mit Schulen in Osteuropa und Anrainern am Mittelmeer. Weitere Themen sind Erfahrungen mit Erasmus+, mit dem deutsch-französischen Freiwilligendienst, mit dem German American Partnership Program (GAPP) und dem Austausch von Fremdsprachenassistenten.

Erfahrungen Glückliche

Erfahrungen Glückliche Dänen mobil mit erasmus+ Glaubt man dem »World Happiness Report« der Vereinten Nationen, zählen Dänen zu den besonders fröhlichen Menschen. Bei einem Job-Shadowing an der Forældreskolen in Århus konnte Linda Keller von der Gemeinschaftsschule Graf Soden in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) erleben, dass auch Schule und Unterricht einen Anteil daran haben. Offen, persönlich und liebenswert im Umgang miteinander austausch bildet 24 D ie eineinhalb Wochen an der Schule in der »lächelnden Stadt« (Eigenwerbung) an der dänischen Ostküste waren ein »Augenöffner«, wie Linda Keller schreibt. Denn dort habe sie nicht nur viel Neues über das Schulsystem des Landes und die pädagogische Arbeit der rund 40 Lehrkräfte erfahren, die etwas mehr als 500 Schülerinnen und Schüler von Klasse 0 bis 9 unterrichten. Von ihrem Job-Shadowing hat sie zugleich die Erkenntnis mitgenommen, dass auch das eigene Kollegium an der Gemeinschaftsschule, an der sie Deutsch, Evangelische Religionslehre und Sport unterrichtet, sich »auf einem sehr guten Weg« befindet. In ihrem Fazit heißt es: » Ich habe eine gut funktionierende Privatschule kennenlernen dürfen, die nach bewährten Prinzipien unterrichtet und traditionell vermittelt, was Schülerinnen und Schüler lernen sollten. Die Schule lebt dabei nach der Philosophie “There is not much social progress as long as there are unhappy children”. Der offene, persönliche und liebenswerte Umgang der Lehrkräfte untereinander, aber auch gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern, beeindruckte mich sehr. Ich habe viele ehrliche Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen führen können, in denen ich einiges über das dänische Schulsystem erfahren habe und erkennen konnte, dass hohe Arbeitsbelastung und pädagogische Veränderung auch in skandinavischen Ländern ein Thema sind. Auch das Unterrichten meiner Sprache (Deutsch als Fremdsprache) hat mir gezeigt, dass unsere Nachbarn in Dänemark großes Interesse an diesem Fach haben, für das sich die dänischen Kollegen aufrichtig einsetzen und das sie mit Herzblut zu vermitteln. Ich habe erfahren, dass Schülerinnen und Schüler in Dänemark lernen wollen! Sie haben scheinbar

25 Was mir an der Forældreskolen besonders gefiel … > Die Schüler/-innen sind »kleine Erwachsene« – sie haben eine eigene Meinung und einen Standpunkt. > Die dänischen Kolleginnen und Kollegen sprechen mir zu Liebe Deutsch oder Englisch und bemühen sich sehr um mich als Gast. Sie zeigen Wohlwollen und Interesse. > Der Mathematikunterricht des Konrektors wurde meinetwegen auf Englisch gehalten: Die Sechstklässler waren so »gezwungen«, auf Englisch zu sprechen und zu verstehen. > Lehrer/-innen arbeiten in ihren Freistunden an eigenen Laptops, die Schule ist Sponsor. Teamarbeit und Materialaustausch ist Standard und selbstverständlich. > Der Unterricht beginnt um 8:15 Uhr. Die Schüler/-innen kommen großteils mit dem Fahrrad und können sich ab 7:30 Uhr in bereits offenen Zimmern aufwärmen oder vorbereiten. > Das Fach ist ein hohes Gut. Niemand unterrichtet »fachfremd«. Kooperative Lernformen werden in allen Fächern praktiziert! > Es wird mit Büchern gearbeitet. Arbeitsblätter werden zwar ausgeteilt, aber häufig wieder eingesammelt. Der Umgang mit Material ist wertschätzend. > Das gemeinsame Essen im Klassenzimmer ist leise. Der Schulkiosk achtet auf ein gesundes Angebot mit Obst, Gemüse und Milch. > Es gibt ein Schulauto, einen Kaffee-Vollautomaten, schöne Vorhänge im Lehrerzimmer und in den Klassenräumen sowie ein Stehpult in verschiedenen Räumen. Im Sekretariat brennen stets ein paar Kerzen und schaffen eine »hyggelig«, d.h. gemütliche Atmosphäre. > Es wurde viel gelacht – im Unterricht wie auch im Lehrerzimmer. > Freitagsritual für Schüler/-innen: Einer bringt für die Mitschüler/-innen seiner Klasse einen Kuchen mit. Am Ende der letzten Stunde wird ein dänisches Nationallied gesungen, bevor alle ins Wochenende entlassen werden. > Freitagsritual für Lehrer/-innen: Gemeinsames Essen im Lehrerzimmer. Alle, die mitmachen, bringen mit – von Rote Bete bis Leberpastete. erkannt, dass Bildung wichtig ist. Und sie haben verstanden, dass sie aus Fehlern lernen können und nachfragen dürfen. Lehrkräfte nehmen das Kind als Individuum wahr und „Störer“ werden nicht übermäßig berücksichtigt – im Mittelpunkt stehen ebenso die motivierten und fleißigen wie auch die schwächeren Schülerinnen und Schüler. Dies nehme ich als eine wertvolle Erfahrung für mich mit. « Den Kontakt zu der Schule hatte Linda Keller übrigens einem früheren Aufenthalt in Århus zu verdanken: 2007 verbrachte sie als Studentin mit Erasmus ein Auslandssemester am dortigen »Lærerseminarium« – vergleichbar einer Pädagogischen Hochschule. In den Seminaren lernte sie das dänische Schulsystem und seine Pädagogik in der Theorie kennen – und viele dänische Studierende. Eine von ihnen half ihr jetzt, das Job-Shadowing an der Forældreskolen einzufädeln. Was wir an unserer Schule besonders gut machen und was mir in Århus bewusst wurde … > Wir haben keinen Gong. > Wir haben Doppelstunden mit Bewegung. > Wir haben Räumlichkeiten mit einer guten Ausstattung: Mediothek, Mensa, Spieleausleihe, intakte Sporthallen usw. > »Flüsterkultur« und Kaugummiverbot. > Türen bleiben bei uns häufig offen, das wirkt einladend. > LUZI – unser »Lehrerunterrichtszimmer« – erspart uns Müllsorgen und Pausenstress, denn: Schule ist auch ein Zuhause, an dem das Wohlfühlen wichtig ist. > Eine Schulleitung, die einem pädagogische Freiräume gewährt und die Teilnahme an einem Job-Shadowing wie diesem ermöglicht.

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