Aufrufe
vor 2 Jahren

Austausch bildet Juni 2016

  • Text
  • Europa
  • Pad
  • Austausch
  • Schulen
  • Schule
  • Erfahrungen
  • Deutschland
  • Unterricht
  • Deutschen
  • Programm
  • Bildet
  • Leipzig
In dieser Ausgabe lesen Sie im Schwerpunkt mehr zu den Erfahrungen, die Schüler/-innen, Lehrkräfte und Studierende in deutsch-amerikanischen Austauschprogrammen des PAD machen konnten. Weitere Themen sind u. a. eine Lehrerfortbildung in Yad Vashem, europäische Projektarbeit gegen Schulabbruch und ein neues Forum zur Integration junger Flüchtlinge.

zurückgeblickt

zurückgeblickt Fremdsprachenassistentenprogramm 39 austausch bildet 38 »Manchmal muss man Dinge einfach ausprobieren« »Planet Schule« heißt das Gemeinschaftsprogramm, mit dem Südwestrundfunk und Westdeutscher Rundfunk Medien für Schule und Unterrichten anbieten. Die Filme, Animationen, interaktiven Lernspiele und Unterrichtsmaterialien fördern mediengestütztes Lehren und Lernen. Hanspeter Hauke, Redakteur und Referent, ist seit 1990 im Team. Sein pädagogisches Handwerkszeug hat er unter anderem als Fremdsprachenassistent in England gelernt. interview martin finkenberger, pad Herr Hauke, »Blinker«, »Lenkrad« oder »Kupplung« sind ungewöhnliche Vokabeln im Deutschunterricht. Trotzdem haben Sie als Fremdsprachenassistent vor fast 40 Jahren einer Schülerin diese Worte beigebracht. Wie kam es dazu? Ich wurde in der Kleinstadt Lowestoft am östlichsten Ende von England unter anderem an einer Grammar School eingesetzt, an der es nur eine Schülerin gab, die sich auf das A-Level in Deutsch vorbereitete. Eines Tages erzählte sie mir, sie mache gerade ihren Führerschein. Ich nahm das zum Anlass, einen der Deutschlehrer zu fragen, ob er mir seinen Autoschlüssel ausleihen würde, um unter die Motorhaube und auf das Armaturenbrett schauen zu können. Was es da alles zu sehen gab, haben wir dann nacheinander benannt. Bis hin zu Kurbelwelle, Keilriemen und Einspritzpumpe? So weit ging es nicht. Aber ich hoffe, dass die Schülerin, sollte sie jemals bei einer Panne in Deutschland mit dem ADAC zu tun gehabt haben, sich verständigen konnte. Sonst hätten sich am Schluss meine Bemühungen ja nicht gelohnt. Welches Bild hatten die Schülerinnen und Schüler von Deutschland? Ihre Vorstellungen waren durch Kriegsfilme geprägt, in denen Deutsche als Bösewichte auftauchten, mit starkem Akzent ein schlechtes Englisch sprachen und einen militärischen Umgangston pflegten. Um sie mit alternativen Begrüßungsformeln vertraut zu machen, eben deshalb war ich ja da. Illustrationen: Jeannette Corneiller Wie haben Sie versucht, die Schülerinnen und Schüler für Deutsch zu begeistern? Mit älteren Schülerinnen und Schülern habe ich aktuelle Themen aus der Zeitung behandelt. In den unteren Klassen habe ich Geschichten vorgelesen, die Schülerinnen und Schüler dann aus einer anderen Perspektive erzählen und pantomimisch darstellen sollten. Wortketten, mit denen der Wortschatz eingeübt wurde, habe ich mit Bewegungsspielen verbunden, um Sprech- und Körperrhythmus in Einklang zu bringen. Angeregt hatte mich dazu eine seinerzeit bekannte Fernsehwerbung für ein Klosterbier, in der ein Junge mit einer Einkaufstasche zum Supermarkt hüpft und rhythmisch immer den Namen dieses Produkts wiederholt. Durch dieses hüpfende Gehen konnte er sich das schwierige Wort merken. Diese Form des Lernens übernahm ich im Unterricht: Wenn Schülerinnen oder Schüler ein Wort nicht sofort aussprechen können, dachte ich mir, dann sollen sie es einfach hüpfend sagen. Das hat wunderbar funktioniert. Wie haben die Lehrkräfte seinerzeit auf solche Methoden reagiert? Anfangs waren sie überrascht. Aber als Fremdsprachenassistent hatte ich eine gewisse Narrenfreiheit. Solange alles gut lief, ließen die Deutschlehrer mich gewähren. Und bei den Schülerinnen und Schülern kam das gut an. Wir sind ja nicht andauern gesprungen. Nach dem Referendariat haben Sie ein medienpädagogisches Aufbaustudium absolviert? Welche Chancen versprachen Sie sich davon? Mit meinen Fächern, vor allem Politik, gab es damals keine Perspektive im Schuldienst. Ich war deshalb zunächst einige Zeit in der Werbung tätig. Längerfristig wollte ich aber an meine pädagogischen Kenntnisse anknüpfen. Als Mitte der 1980er Jahren das Privatfernsehen aufkam, gab es ähnliche Vorbehalte und Befürchtungen wie heute angesichts der Digitalisierung. Ich ging deshalb davon aus, dass künftig verstärkt Bedarf an Beratung und Fortbildung bestehen würde – unter Lehrkräften und unter Eltern. Wie kamen Sie zum Schulfernsehen, wie »Planet Schule« früher hieß? Um das Aufbaustudium zu finanzieren, habe ich Vollzeit an einer Privatschule unterrichtet. Die erforderlichen Seminare an der Hochschule habe ich deshalb vor allem am Wochenende belegt. Im Rahmen eines solchen Seminars stieß ich auch auf die tollen Materialien des Schulfernsehens, die es damals schon für den Unterricht gab. Während des Referendariats hatte ich allerdings nie etwas davon gehört. Das fand ich überraschend, weil diese Materialien mit viel Aufwand speziell für Schule und Unterricht und in Zusammenarbeit mit Kultusministerien und Lehrkräften konzipiert worden waren. Ich habe daraufhin eine Studie zur Akzeptanz und Nutzung des Schulfernsehens durchgeführt, von der auch der Südwestfunk erfahren hat. Die Redakteure und Vertreter verschiedener Kultusministerien, denen ich meine Ergebnisse vorstellen konnte, erkannten Handlungsbedarf, initiierten eine Arbeitsgruppe und luden mich als wissenschaftlichen Berater hinzu. So wurden rund 40 Einzelmaßnahmen entwickelt, die ich anschließend umsetzen sollte. Warum war die Akzeptanz seinerzeit so gering? Es gab zunächst ein kulturelles Vorurteil. Viele Lehrkräfte sahen im Fernsehen ein seichtes Unterhaltungsmedium. Außerdem verwiesen sie auf das Lehrbuch, das durchgearbeitet werden müsse. Erhebliche Ablehnung gab es auch unter Mathematiklehrern. Viele waren gebrannt durch die bis dahin für sie produzierten Filmen zur Mengenlehre, mit denen sie wenig anzufangen wussten. Hinzu kam schließlich, dass viele Lehrkräfte kaum methodische Kenntnisse hatten, wie Arbeitsblätter zum Film gestaltet werden sollten. Die Herausforderung für mich bestand deshalb darin, den Filmeinsatz zu pädagogisieren. >

Publikationen

Austausch bildet – Juni 2020
Austausch bildet – Dezember 2019
Austausch bildet – Juni 2019
Austausch bildet – Dezember 2018
Austausch bildet - Juni 2018
Austausch bildet Dezember 2017
Austausch bildet Juni 2017
Austausch bildet Dezember 2016
Austausch bildet Juni 2016
Austausch bildet 2015
Austausch bildet Juni 2015
Programme im Überblick
Bonjour und Guten Tag. Deutsch-französische Zusammenarbeit kompakt.
Jahresbericht 2018/19
Austausch in Zahlen 2018/19
Programme im Überblick
Austausch bildet – Informationsbroschüre
Partnerschulen suchen und finden
Jahresbericht 2017
Jahresbericht 2015: Unterwegs in die Zukunft
Individueller Schüleraustausch mit Erasmus+
eTwinning-Projektplakat
Internationale eTwinning-Veranstaltungen 2020
Aus der Vergangenheit lernen, unsere Zukunft gestalten: Europas kulturelles Erbe in eTwinning
Partnerschulen suchen und finden
10 gute Gründe für eTwinning
Pop songs and the stories they tell
Schaffung einer Inklusionskultur durch eTwinning
eTwinning-Auszeichnungen
Projektkit "Mach mich zu einem Europäer"
Projektkit "The Colourful Face of Europe"
Deutscher eTwinning-Preis 2016
Web We Want – Handbuch für Pädagogen
Aktives Bürgertum durch eTwinning entwickeln.
Die ausgezeichneten Schulen im Überblick
Generation eTwinning
eTwinning-Schulteams
eTwinning Handbuch: Der TwinSpace
eTwinning – Das Netzwerk für Schulen in Europa
eTwinning-Projektkit "So schmeckt Europa"
eTwinning-Projektkit "In 40 Tagen durch Europa"
Projektkit: "Digital Positive News Magazine"
Projektkit "Grammunication"
Projektkit "Mach mich zu einem Europäer"
Projektkit "Technik trifft Sprache"
Projektkit "The Colourful Face of Europe"
Success Stories 2018
Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter
Individueller Schüleraustausch mit Erasmus+
Erasmus+ für Schulen
Success Stories
Erasmus+ Schule in Europa gestalten
Erasmus+ – Europa stärken, Schule entwickeln
Rund um Erasmus+ – Europäische Projektarbeit von A bis Z.
Erasmus+ Europa gestalten, Schule entwickeln
International Business Class: Erasmus+ und eTwinning an einer berufsbildenden Schule
Ein deutsch-polnisches Projekt zu Methoden aktiven Lernens in der frühkindlichen Bildung
Im Schulleiter/-innen-Alltag hilfreiche Führungsstrukturen für sich und andere schaffen
Ein Fortbildungsprojekt mit Erasmus+ Leitaktion 1
Strategische Schulpartnerschaft zum Thema Migration und Integration
Eine deutsch-norwegische Regio-Partnerschaft
Ein deutsch-niederländisches Projekt zur Qualität der Primarbildung
Strategische Schulpartnerschaft zur Biotechnologie
Zum Job-Shadowing nach Malmö
Success Stories 2016 Erasmus+ im Schulbereich
Schulpartnerschaften im Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH)
German-American Partnership Program (GAPP)
GAPP-Lexikon
PASCH begeistert junge Menschen für Deutschland – weltweit
Freiwilligendienst kulturweit
Deutsch vermitteln – Frankreich entdecken
Success Stories
Pop songs and the stories they tell
Integration will gelernt sein. Ein eTwinning-Projekt zum Thema »Flüchtlinge«
Europäische Projekte an der Lessingschule Leipzig
International Business Class: Erasmus+ und eTwinning an einer berufsbildenden Schule
Achtung, hier kommen wir!
Anstoß für Auslandspraktika
Schulerfolg sichern in Leipzig und Riga
Success Stories 2018
Deutsch im Gepäck
60 Jahre Prämienprogramm

Folgen Sie dem PAD