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Austausch bildet – Juni 2019

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Zum Jubiläum des Prämienprogramms stellt das Magazin Schulen vor, die in den letzten 60 Jahren Gastschüler aus aller Welt empfangen haben. Der europäische Austausch mit Erasmus+, der Schüleraustausch mit China und die Erfahrung ehemaliger Austauschschüler sind weitere Themen.

Schwerpunkt »60 Jahre

Schwerpunkt »60 Jahre Prämienprogramm« 11 Stellvertretend für das Spohn-Gymnasium nahm Martina Veit die Urkunde entgegen. »Das Prämienprogramm ist ein Programm mit einem ganz außergewöhnlichen Erfolg. Viele der Preisträger bleiben mit Deutschland in engem Kontakt. Viele haben bei uns studiert und arbeiten mittlerweile hier oder sie sind unsere Ansprechpartner im Ausland. Das Preisträgerprogramm schafft nachhaltige Verbindungen über Grenzen hinweg. Darauf können wir stolz sein.« Gastschulen geehrt Heidrun Tempel Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik Während der Jubiläumsfeier in Bonn wurden drei Schulen ausgezeichnet, die dem Prämienprogramm besonders lange die Treue halten oder erst kürzlich dazu gestoßen sind. austausch bildet Dazu gehören aber auch Exkursionen am Gastschulort und Studienfahrten unter anderem in die Hauptstadt Berlin mit einem Besuch im Bundestag und der Informationstag an einer Universität, die Exkursion auf den höchsten Berg Deutschlands oder eine Wattwanderung. Und dazu gehört schließlich die Begleitung der internationalen Gruppen im Internationalen Preisträgerprogramm durch einen gleichaltrigen Schüler oder eine gleichaltrige Schülerin, der oder die die Gastschule entsendet. Viele von ihnen sind ebenfalls seit Jahren dabei zunächst in einer assistierenden Rolle, dann als verantwortliche Reiseleiterinnen und Reiseleiter. Große Aufgaben für kleine Teams Der Dank des PAD gebührt daher auch diesen Reiseleitungsteams, die während der Studienfahrten ihre Gruppen rund um die Uhr betreuen und denen es gelingt, aus einer Gruppe von anfangs oft schüchternen und aufgeregten Jugendlichen aus verschiedenen Nationen, die sich zu Beginn ihres Deutschlandbesuchs fremd sind, eine PAD-Familie zu formen. Dass dies innerhalb von zwei oder drei Wochen gelingt, dazu trägt auch das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm bei, in dem neben Museumsbesuchen, Stadterkundungen oder Theateraufführungen natürlich auch Sport und Spaß nicht fehlen. Und ganz nebenbei sorgen sie so dafür, universelle Werte wie Respekt, Toleranz und Weltoffenheit zu vermitteln, Freundschaft zu fördern und manche der Tugenden, die uns Deutschen nachgesagt werden, ein klein wenig zu korrigieren. Denn sind wir ehrlich: Die Deutsche Bahn kommt keineswegs immer pünktlich. In der blauen Tonne landet schon mal ein gelber Punkt. Und der Schilderwald, der uns Orientierung geben soll, führt uns manchmal in die Irre. Es ist also ein höchst facettenreiches Bild, das die jungen Gäste mit nach Hause nehmen. Anerkennung dafür gebührt zugleich dem Team im PAD, das mit organisatorischem Feinschliff die vielen Reiserouten koordiniert, mit den zahlreichen Akteuren in den Partnerländern kommuniziert und während des Deutschlandbesuchs rund um die Uhr ansprechbar ist. Dank ist vor allem aber auch dem Auswärtigen Amt und allen Deutschen Auslandsvertretungen auszusprechen, die dieses Programm mit großem Engagement unterstützen und seine nachhaltige Wirkung zu schätzen wissen. Nicht nur Fotos und Videos erinnern die jungen Gäste an ihren Deutschlandbesuch. Oft beeinflusst der Aufenthalt auch die Biografie von Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dafür stehen die beeindruckenden Biografien vieler Ehemaliger: Unter den Absolventen des Prämienprogramms sind unter anderem Juristinnen, Ärzte, Natur- und Geisteswissenschaftlerinnen, Ingenieure, Geschäftsleute und auch Deutschlehrkräfte, die in ihren Ländern ihre Begeisterung für Deutschland und die deutsche Sprache an die nächsten Generationen weitergeben. Einige von ihnen werden in dieser Ausgabe von »Austausch bildet« vorgestellt. — Die Autorin ist die Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz S eit 40 Jahren ist das Spohn-Gymnasium in Ravensburg (Baden-Württemberg) Gastgeber für internationale Gruppen des Prämienprogramms. Auch Professorin Chongling Huang (siehe Seite 12), lernte 1988 als junge Frau dort in einer deutschen Gastfamilie den Alltag kennen. Gewürdigt wurde zudem das Engagement »neuer« Gastschulen, die erst kürzlich das Prämienprogramm entdeckt haben: In Würselen (Nordrhein-Westfalen) und Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) werden Gruppen junger Deutschlerner und -lernerinnen seit nunmehr fünf Jahren aufgenommen. Dafür erhielten Vertreter beider Schulen von Heidi Weidenbach-Mattar, der Ständigen Vertreterin des Gruppenbild mit Ehemaligen (v.l.n.r.): Ewa Wojno-Owczarska (Polen, 1988), Gernot Stiwitz (Leiter des PAD), Jette Hallig (Dänemark, 1981/83), Tamara Mewe (Niederlande, 1992), Roslyn Raney (USA, 1971), Heidrun Tempel (Auswärtiges Amt), Chongling Huang (China, 1988), Judith Bohnerné und Imre Bohner (Ungarn, 1998), Bhavika Sharma (Indien, 2015), Abalo Pawilou (Togo, 2003), Sara Calliari (Italien, 2014) und Alena Košák Felcmanová (Tschechische Republik, 2003). Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz, eine Plakette überreicht. Am Gymnasium Würselen erkunden die Gäste neben dem Schulalltag immer auch die Region: Auf dem Programm standen bislang eine Stadtführung durch Aachen, eine Fahrt in die Eifel nach Monschau, eine Bootsfahrt auf dem Ruhrsee und der Besuch des Erinnerungsortes Vogelsang. Für das Geschwister-Scholl-Gymnasium Ludwigshafen nahm Schulleiter Rüdiger Keil die Plakette entgegen. Er betonte, wie wichtig es sei, den Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland im Rahmen von »DeutschlandPlus« den deutschen Lebensalltag näherzubringen. Die Schule nimmt 2019 Jugendliche aus den USA für zwei Wochen auf. 10

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