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Austausch bildet - Juni 2021

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Das Plus für Schulen" lautet das Motto der Juniausgabe, die zeigt, welche Erfahrungen Schulen und Kitas mit dem europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ sammeln. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen. www.kmk-pad.org/shop

konsortialprojekte

konsortialprojekte Vernetzte Kitas im europäischen Austausch Ein Konsortialprojekt des Staatsinstituts für Frühpädagogik (München) ermöglicht es einem Netzwerk bayerischer Kitas, ihre Inhalts- und Prozesskompetenzen zu aktuellen Herausforderungen zu stärken. austausch bildet von dr. beatrix broda-kaschube, staatsinstitut für frühpädagogik » V oneinander lernen und profitieren« Entwicklungsmöglichkeiten auf vielen Ebenen – passender könnte das Motto des Praxisbeirats des Staatsinstituts Besonders schön ist dabei, dass durch die Projektkonstruktion unterschiedliche Ebenen von den für Frühpädagogik (IFP) zu einem Erasmus+ Projekt nicht sein. Der Fortbildungen profitieren. Denn nicht nur die Weiterentwicklung der beteiligten Kitas ist ein Ziel; durch Praxisbeirat ist ein seit 2008 bestehendes Netzwerk bayerischer Kindertageseinrichtungen, die ihre Sichtweise in die Arbeit des IFP einbringen. Das IFP wie- von Möglichkeiten des anschließenden Transfers den Austausch, die Evaluation und die Diskussion derum ist ein wissenschaftliches Institut, das dem findet zudem eine vertiefte Auseinandersetzung Bayerischen Sozialministerium nachgeordnet ist und im Netzwerk statt, an der alle Mitglieder teilhaben. Aufgaben auf den Gebieten Forschung, Praxistransfer und Politikberatung im Bereich der Frühpädago- ein, nicht nur mittelbar durch das Netzwerk, sondern Ebenso fließen die Erfahrungen in die Arbeit des IFP gik wahrnimmt. auch durch die Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen mit entsprechendem Fachgebiet an den Fortbil- Während der langjährigen Zusammenarbeit im Praxisbeirat haben die Leiterinnen und Leiter der dungen im europäischen Ausland – bislang in Estland Einrichtungen im individuellen Austausch und durch und Schweden. Hospitationsanfragen anderer Kitas viele Impulse erhalten. Doch mit der Zeit wurde der Wunsch nach eijekt zu ziehen, legt die Projektleitung großen Wert Um möglichst vielfältigen Nutzen aus dem Pronem Blick über das eigene Netzwerk hinaus und nach auf dessen gründliche Vor- und Nachbereitung. Kernstück der Vorbereitung sind Leitfragen, die für die neuen Ideen größer. Damit war die Idee geboren, sich aus den europäischen Nachbarländern Anregungen Hospitationen und auch den Kurs erarbeitet wurden zu Entwicklungen im frühpädagogischen Bereich zu und an die gastgebenden Einrichtungen gesendet holen und dazu ein Erasmus+ Konsortialprojekt unter Leitung des IFP zu entwickeln. Dessen Ziel ist es, Austauschgedankens kam von einer Einrichtung, die wurden. Ein schönes Feedback ganz im Sinne des durch Job-Shadowings und Kurse die Leitungskompetenz bei inhaltlich-konzeptionellen Überlegungen zu beantworten fand, diese dann aber bewusst ge- berichtet hat, dass sie zunächst die Fragen schwierig und deren Umsetzung zu stärken. »Was wird gemacht?« und »Wie wird es gemacht?« sind die zenzen. Darüber hinaus füllen die Teilnehmenden ein nutzt hat, um sich selbst damit auseinanderzusettralen Fragen – und Digitalisierung, Partizipation, Lerntagebuch aus, in das sie etwa ihre Erwartungen Inklusion und interkulturelle Bildung sowie die Leitungstätigkeit an sich wichtige Themen. tieren kann und der Transfer gesichert werden notieren, wie ihre Kita von den Erkenntnissen profi- soll. 18

Erasmus+ Schulbildung 19 Tipps für die Praxis Was hilft allen Beteiligten? Fachwortschatz Englisch und vorbereitete Vorstellung der eigenen Person und der eigenen Einrichtung Booklet mit Steckbriefen aller Teilnehmenden Konkrete Leitfragen für die Hospitationen, an denen sich Teilnehmende und Gastgeber orientieren können Vorabpräsentation des Gastgeberlands über Land und Leute sowie das frühpädagogische System Tägliche Sicherung der Lernergebnisse zum Beispiel in Lerntagebüchern – lästig, aber gut! Gemeinsame Dokumentation zur Weiterverwendung Ruhe und Geduld – vieles ist nicht im Voraus planbar Auch während des Aufenthalts sind die Eindrücke des Tages anhand einiger Fragen im Lerntagebuch festzuhalten und mit zeitlichem Abstand nach der Reise in einer Reflexion zusammenzufassen. Die abschließende Dokumentation erfolgt in Kleingruppen, sodass am Ende ein gemeinsamer Foliensatz vorliegt, aus dem sich alle zur Weiterverbreitung der Ergebnisse bedienen dürfen. Durch die Multiplikatorenrolle der Teilnehmenden hat gerade dies eine besondere Bedeutung. Als Zwischenfazit des Projekts kann festgehalten werden, dass im europäischen Austausch, der im Bereich der Frühpädagogik bislang nur in geringem Maß stattfindet, ein hohes Potenzial liegt. Nicht zuletzt deshalb hat das IFP auch ein Nachfolgeprojekt beantragt, bei dem die Themen Nachhaltigkeit und Demokratiebildung im Fokus stehen. Damit das Netzwerk wächst, konnten sich weitere Einrichtungen für eine Beteiligung bewerben. Doch nicht nur das IFP selbst will von seinen europäischen Partnern Anregungen erhalten. Wie auch die Kitas steht es selbst für Hospitationen offen – und freut sich auf den hoffentlich bald wieder möglichen Besuch der Kolleginnen und Kollegen aus Europa. — Die Autorin ist Abteilungsleiterin am IFP. Sie koordiniert das Erasmus+ Projekt und leitet den Praxisbeirat. Programm Erasmus+ Schulbildung Projekttitel Stärkung der Leitungskompetenz im Umgang mit aktuellen Entwicklungen Träger des Konsortiums Staatsinstitut für Frühpädagogik (München) Partner 11 Kitas in Bayern Laufzeit August 2018 bis Juli 2020 EU-Zuschuss 73.912 € bewilligter Zuschuss Weitere Informationen www.ifp.bayern.de/projekte/professionalisierung/ erasmus_leitungskompetenz.php

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