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Austausch bildet - Juni 2022

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Das Magazin „Austausch bildet“ des PAD veröffentlicht Beiträge zur Praxis im internationalen Schulaustausch. "Das mehr im Plus" lautet das Motto der Juniausgabe, die zeigt, welche Möglichkeiten Erasmus+ bietet und welche Erfahrungen Schulen und Kitas mit dem europäischen Austausch sammeln. Sie können das Heft kostenlos im PAD-Webshop bestellen oder abonnieren. www.kmk-pad.org/shop

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austausch bildet Foto: Jo0rdi Sánchez Navarro Testen eines Escape Room für »School Break«. »Wie finde ich Ideen für eine spannende Story?« oder »Wie erstelle ich ein gutes Rätsel?« Standardschulaufgaben, die jede Lehrkraft für ihr Fach parat hat, können dabei leicht in Rätsel umgewandelt werden. Die Ideenfindung macht besonders im Team Spaß, wie sich in Fortbildungen von »School Break« für pädagogische Fachkräfte zeigte. Für höhere Altersgruppen ist auch das eigenständige Entwickeln von Educational Escape Rooms im Unterricht eine interessante Methode: Da durch die Komplexität dieser Aufgabe nicht beim ersten Entwurf ein perfekter Escape Room entstehen kann, ist das produktive Scheitern und die kontinuierliche Verbesserung ein wesentlicher Teil des Lernprozesses. Nach einem ersten Entwurf von Story und Rätseln kann nur durch wiederholtes Testen und entsprechender Adaption ein funktionaler Educational Escape Room entstehen. Auch hier werden nicht nur Fähigkeiten wie Kreativität und Teamwork angesprochen, denn die Schülerinnen und Schüler setzen sich in der Rätselerstellung auch inhaltlich mit einem Thema auseinander. Die Partner des Projekts »School Break« freuen sich, wenn die entwickelten Educational Escape Rooms und Leitfäden auch über das Projekt hinaus ihren Einsatz in Schulen finden. Sollten Lehrkräfte oder Schülerinnen und Schüler einen eigens entwickelten Escape Room auf der Website veröffentlichen wollen, so können diese sich gerne an die Koordinatoren von »School Break« wenden. nachgefragt »Spielen verbindet« Jessica Peichl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der PH Freiburg und hat im Projekt »School Break« gearbeitet. Frau Peichl, worin liegt der europäische Mehrwert des Projekts? Die Partnerinstitutionen konnten durch ihre unterschiedlichen Hintergründe sehr voneinander profitieren. Zum Beispiel gibt es länderspezifische Unterschiede in der Lehrkräftefortbildung, zu denen wir uns ausgetauscht und die wir im Projekt berücksichtigt haben. Wir hatten im Konsortium zudem in unterschiedlichen Bereichen Expertise. Die Partner aus Irland beispielsweise haben Ideen eingebracht, wie sich technische Komponenten in Rätsel einbinden lassen, während wir uns unter anderem mit der didaktischen Aufbereitung von Rätseln auseinandergesetzt haben. Was haben Sie durch die Zusammenarbeit hinzugelernt? Insgesamt konnten wir in unseren – teilweise länderübergreifenden – Fortbildungen ein erstaunlich großes Interesse von Lehrkräften an Escape Rooms feststellen. Durch die weitgehend digitalbasierte Zusammenarbeit haben wir uns außerdem mit Digitalisierungsmöglichkeiten für Escape Rooms bzw. einzelner Komponenten auseinandergesetzt. Es war auch sehr schön zu sehen, wie Spielen verbindet und begeistert – unabhängig von Alter oder kulturellem Hintergrund. Ganz ehrlich: Aus welchen der Escape Rooms hätten Sie selbst während Ihrer Schulzeit einmal ausbrechen wollen? Besonders spannend finde ich digitale Escape Rooms. Da ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, wenn beispielsweise die Spielerinnen und Spieler verschiedene Charaktere auswählen und dann unterschiedliche Informationen oder Aufgaben angezeigt bekommen. Das Spiel kann dann nur durch gute Kommunikation miteinander gewonnen werden. 14

Neue Initiativen mit Erasmus+ 15 europass »Ich kann andere Schulen nur ermutigen« Seit fünf Jahren wird an der Ursulinenschule im hessischen Fritzlar der »Europass« vergeben. Rund 100 Schülerinnen und Schüler, die an Erasmus-Projekttreffen teilnehmen konnten, haben inzwischen das Zertifikat aus den Händen von Birgit Anders erhalten. interview martin finkenberger, pad Frau Anders, welchen Stellenwert hat der Europass für die Erasmus-Projekte? Für uns ist der Europass vor allem ein Instrument der Wertschätzung der Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler. Er dokumentiert die Aufgaben, die sie während der Projekttreffen übernommen haben, und die dabei gewonnenen Kompetenzen: Dazu gehören Teamfähigkeit und die Kommunikation in einer Fremdsprache, aber auch digitale und interkulturelle Kompetenzen. Darüber hinaus erwerben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen immer auch berufsbezogene Qualifikationen, beispielsweise in der Kooperation mit Marketing- und Medien-Agenturen. Welche Erwartungen werden an die Schülerinnen und Schüler gestellt? Das Programm für die Begegnungen mit unseren Partnern, die in der Regel dreimal jährlich stattfinden, sieht eine intensive Zusammenarbeit vor, bei der die Schülerinnen und Schüler in multinationalen Teams gemeinsam etwas erarbeiten bzw. produzieren. In unserem aktuellen Projekt »youth4media« sind das Erklärvideos zu Themen wie »Fake News« und »Hate Speech« und auch zur Rolle von Influencern. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich inhaltlich damit beschäftigen, in einer Fremdsprache kommunizieren und während der Projekttreffen >

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