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Deutsch im Gepäck

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Unterwegs mit dem Prämienprogramm Mit dem Prämienprogramm ermöglicht der PAD Deutsch lernenden Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland einen Lernaufenthalt in Deutschland. Die 40-seitige Broschüre lässt ehemalige Preisträger ebenso zu Wort kommen, wie Reiseleiter, Lehrkräfte und Gasteltern.

Internationales

Internationales Preisträgerprogramm Vom Preisträger zum Reiseleiter 32 | Eine tolle Erfahrung Anfangs als Gastgeber und Begegnungsschüler ist man eher »passiv«, man saugt die Informationen und die vielen Eindrücke auf. Später dann als Verantwortlicher einer Gruppe versucht man, sein Land mit all den verschiedenen Facetten den Preisträgern näherzubringen. Dazu gehören zweifelsfrei nicht nur die schönen Seiten Deutschlands, sondern aus meiner Sicht selbstverständlich auch die dunklen Seiten. Wenn ich Höhepunkte im IPP nennen möchte, dann sind es die Internationalen Abende, der Besuch der Zugspitze und des Kölner Doms, München, Hamburg und Berlin mit all den Besonderheiten und kulturellen Unterschieden. Für die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die die KZ-Gedenkstätte in Dachau besuchen oder auch die DDR-Geschichte mit der Stasi-Aufarbeitung als Thema in ihrem Programm haben, bleiben auch diese Programmpunkte in Erinnerung. »Alle in der Welt wissen doch inzwischen, dass die Deutschen nicht schlecht sind. Weshalb setzen sie sich so sehr mit ihrer Vergangenheit, die bereits über 50 Jahre zurückliegt, auseinander?«, wurde ich einmal von einem Preisträger gefragt. Ich musste kurz überlegen, da ich davon ausging, dass die Deutschen nicht überall so positiv gesehen würden. Meine Antwort war, und das sehe ich heute auch noch so: Niemand auf der Welt, vor allem wir Deutschen, sollten jemals vergessen, was damals geschah. Es reicht nicht aus, im Schulunterricht nur theoretisch etwas über die deutsche Geschichte zu erfahren, sondern man lernt nur etwas aus der Geschichte, wenn man diese »greifbar« macht. Auch heute noch gibt es auf der ganzen Welt vergleichbare Verbrechen gegen die Menschheit und es gibt für die Menschen überall noch viel zu lernen. Ein Strohhalm in schlechten Zeiten Im Leben läuft nicht immer alles positiv. Hier gab es bei mir stets die Erinnerung an die vielen besonderen Momente im IPP und letztendlich die Erkenntnis: Mir geht es doch gar nicht so schlecht. Ich lebe in einem attraktiven, modernen Land, muss nicht hungern, habe eine Familie und viele Freunde. Der überwiegende Teil meiner Freunde besteht aus ehemaligen PADlern, seien es ehemalige Preisträger, Begegnungsschüler, Assistenten oder Reiseleiter. Wir sind alle die »PAD-Familie«, oder für die ganz engen Freunde unter uns: »Die Geschmeidigen«, ein Kreis von ehemaligen Reiseleitern, die sich noch während ihrer aktiven Zeit dazu entschlossen haben, diesen »Verein« zu gründen, um so auch später in Kontakt zu bleiben. Wenn ich eines weiß, dann ist es die Tatsache, dass ich bei Problemen auf diese Personen bauen kann. Besondere Momente Hier gibt es inzwischen eine Vielzahl, aber ich möchte einen herausgreifen: die Erfahrung mit einem Preisträger aus Kenia, der am Flughafen in Köln/Bonn in seinem Sonntagsanzug mit einer Plastiktüte und 5 DM ankam. Die damalige Reiseleiterin kaufte ihm dann aus ihren Privatmitteln eine »Erstausstattung« an Kleidung, Schuhen etc. Dies konnte der Preisträger nicht verstehen, schließlich hatte er doch seiner Meinung nach genügend Kleidung dabei und zudem noch 5 DM. Völlig unverständlich war für ihn dann noch das ausgezahlte Taschengeld. »Was hast du dir von deinem Taschengeld gekauft?«, fragte ich ihn in München, der letzten Station. Daraufhin zeigte er mir kleine Geschenke für seine alleinerziehende Mutter, seine vielen Geschwister und für sich selbst einen Collegeblock mit Motiven Deutschlands sowie einen dazu passenden Bleistift. Stolz sagte er mir, dass er noch über 40 DM von seinem Taschengeld übrig hätte. Dieses Geld wollte er mit nach Hause nehmen. Er erklärte mir noch, dass seine Familie davon monatelang leben könne. Dieser Preisträger hat mich sehr beeindruckt und mich bewogen, diese Erfahrung in meinem Leben künftig zu berücksichtigen. Worauf kommt es im Leben an? Doch nicht auf materielle Dinge, sondern auf ganz andere, einfache Dinge wie Menschlichkeit, Freundschaft, Liebe, Optimismus – also all das, was man für Geld nicht kaufen kann. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen, von denen es weitaus mehr gibt als das oben genannte Beispiel, versuche ich an meine Kinder weiterzugeben, aber auch an den PAD-Nachwuchs. Mein Fazit ist: Der ursprüngliche Sinn des IPP, das Bild der Deutschen in der Welt zu verbessern, ist meiner Meinung nach erreicht worden. Heute sehe ich u.a. den Sinn darin, der Welt mit dem IPP im Kleinen zu zeigen, dass ein Miteinander besser ist als ein Gegeneinander. Zur Person René Hain ist seit Anfang der 1990er Jahre im Internationalen Preisträgerprogramm aktiv: anfangs als Begegnungsschüler des Gymnasiums Gernsheim, während des Studiums als Reiseleiterassistent und anschließend mehr als 10 Jahre als Reiseleiter vieler Gruppen. Nach der »aktiven« Zeit und bis heute bildet René Hain junge Reiseleiter des PAD zum Thema »Aufsichtspflicht und Jugendschutz« fort. Als Rechtsanwalt ist er dafür besonders prädestiniert. Oftmals kommen ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger auf den PAD zu und bieten ihre Mitarbeit an. Eine Voraussetzung ist, dass sie mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt, beispielsweise für ein Studium, nach Deutschland verlagert haben. Maarten Lemken ist einer von ihnen. > 25 Jahre > 2009 nahm er selbst als Stipendiat am IPP teil > Seit 2015 begleitet er als Reiseleiter Gruppen Deshalb unterstütze ich das Internationale Preisträgerprogramm Es macht mir große Freude, Jugendliche aus der ganzen Welt kennenzulernen und ihre Deutschlandreise zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Im Gegensatz zu den meisten Reiseleitern war ich 2009 Preisträger aus den Niederlanden. Durch großes Glück bin ich jetzt selbst Reiseleiter. Den Charme des Programms sehe ich... ...im täglichen Mix aus Spaß, Lernen und internationalen Freundschaften von morgens früh bis abends spät – und das vier Wochen lang. Gruppenbild mit Reiseleiter Maarten Lemken (vorne rechts) am Abend nach dem Musical »Das Wunder von Bern« 2015 in Hamburg. reiseleiter Maarten Lemken > Arbeitet als Versicherungsmathematiker in Riga (Lettland) Bei der Planung des Programms für die Stationen Bonn, München bzw. Hamburg und Berlin lege ich besonderen Wert auf... ...die in Deutschland einzigartigen Möglichkeiten für besondere Erlebnisse. Dazu gehören zum Beispiel Forschertage in Gedenkstätten und Museen, Musicals, Wattwanderungen, Konzertbesuche, Wissenschaftszentren, Firmenbesuche und natürlich die Zugspitze. Mein besonderes Erlebnis Besonders eindrucksvoll ist jedes Mal die Feier des internationalen Abends in Bonn und an den Gastschulen. | 33

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