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Ein deutsch-italienisches eTwinning-Projekt

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Die Italienischlehrerin im Schiller-Gymnasium Hof hätte mit ihrem Oberstufenkurs gerne eine Studienreise nach Süditalien durchgeführt – aber die erwies sich als zu teuer. Dann entdeckte die Lehrerin eTwinning und machte sich mit ihren Schülerinnen und Schülern digital auf den Weg, um die italienische Kultur zu entdecken. Aus der Reihe "Beispiele aus der Praxis | eTwinning | 3"

4 | Doch der Reihe nach.

4 | Doch der Reihe nach. Da es für Verena Haag das erste eTwinning-Projekt sein sollte, besuchte sie zunächst eine Fortbildung der Nationalen Koordinierungsstelle. Dort erfuhr die Lehrerin unter anderem, wie die Kommunikation im Netzwerk per TwinMail läuft und wie im TwinSpace – dem geschützten Bereich für die gemeinsame Projektarbeit – Dateien oder Materialien ausgetauscht werden können. Viele Funktionen von eTwinning erschließen sich von selbst, hat Verena Haag dabei festgestellt. Bestens vorbereitet, führte sie ihre Oberstufenschüler/-innen dann in den TwinSpace ein, wo sie selbstständig Dateien zum Lektürekurs austauschen sowie über die Foren, die TwinMail und den Chatraum kommunizieren konnten. »In unserem Projekt haben wir alle Funktionen genutzt. Wichtig war auch die Möglichkeit, Projektergebnisse in einem geschützten Raum hochladen zu können.« Für ihre regelmäßigen Absprachen griffen Caterina Tebaldi und Verena Haag auf die »Pinnwand für Lehrkräfte« im TwinSpace zurück – ein digitales Schwarzes Brett für die Kommunikation der Lehrkräfte untereinander. Die beiden Lehrerinnen wählten die Lektüre aus, planten das Projekt und überlegten, welche Aufträge sie geben und wie sie die Projektergebnisse bewerten könnten. Sie kamen überein, dass die Schüler/-innen selbstständig und frei mit den echten Texten arbeiten sollten. »Die Zusammenarbeit mit der italienischen Kollegin war wie ein Puzzle – wir haben uns sehr gut ergänzt, unsere Ideen, Beobachtungen und Ratschläge haben sich in allen Punkten immer wieder perfekt zusammengefügt«, berichtet Verena Haag. Aufregender als Recherche Offiziell gestartet wurde »Due libri nel tandem« im Unterricht durch eine Videokonferenz über Skype. Die Schüler/-innen sahen sich hier zum ersten Mal. Sie zeigten sich überschwänglich, freuten sich aufeinander und auf die Arbeit rund um die Texte. Ihre Partner wählten sich die meisten Schüler/ -innen über das Forum selbst aus. »Es macht einen Unterschied, ob man am Bildschirm Italiener sieht, die zurückwinken, oder im Lehrbuch konstruierte Fantasie-Italiener be-

| 5 »Wir haben uns sehr gut ergänzt, unsere Ideen, Beobachtungen und Ratschläge haben sich in allen Punkten immer wieder perfekt zusammengefügt« Verena Haag, Projektkoordinatorin trachtet. Der Kontakt ist zwar digital vermittelt, doch hinter dem Bildschirm handelt es sich um echte Menschen«, so Verena Haag. Die Schüler/-innen zeigten sich unglaublich motiviert, obwohl die Lektüre nicht immer leicht zugänglich war. Während der Arbeit an den Texten halfen sich die italienischen und deutschen Schülertandems gegenseitig bei Vokabel- oder Verständnisproblemen. Dieser Weg war für sie aufregender, als ein Wörterbuch zu konsultieren oder im Internet nach der richtigen Bedeutung zu suchen. Passt zum Plan »Due libri nel tandem« hielt sich eng an die Vorgaben des Lehrplans. Der Held von »Novecento« ist unentwegt auf Reisen – die italienische Aus- und Einwanderung steht auf dem Lehrplan. In kleinen Gruppen schrieben die Schüler/-innen Texte zum jeweiligen Buch und erweiterten dadurch Szenen aus den Büchern – das Curriculum sieht vor, dass sich Fremdsprachenklassen mit authentischen Ganzschriften auseinandersetzen. Schüler/-innen der beteiligen Klassen verglichen auf dem TwinSpace ihre Einstellungen zu Familie, Freunden, Reisen und Musik und kamen dabei zu überraschenden Einsichten – der Lehrplan setzt auf interkulturelle Kompetenzen. Ob Rollenspiele, Zeitungsartikel, Musikstücke oder Tagebuchnotizen – die Schüler/ -innen entdeckten erstaunliche Bezüge und kreative Gestaltungsmöglichkeiten zur Lektüre. »Für die Schülerinnen und Schüler wie für mich war es sehr wichtig zu sehen, dass wir Italienisch in der Schule lernen beziehungsweise lehren, um es anzuwenden, nicht um Grammatikregeln und Vokabeln bis zum Umfallen zu pauken«, so Verena Haag. Beim Projekt seien Fremdsprache und italienische Kultur aus dem Buch herausgetreten. Für sie steht jetzt schon fest, dass ein solches Projekt fester Bestandteil des Schuljahres werden soll. Ihr Schulleiter Rainer Schmidt kannte eTwinning bis dahin noch nicht. In seinen Augen passt es jedoch gut zum naturwissenschaftlich-wirtschaftlichen Profil des Schiller-Gymnasiums. »Es ist auch Vorbild für andere Fachbereiche. Das werden wir etablieren«, sagt der Schulleiter.

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