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Ein deutsch-polnisches Projekt zu Methoden aktiven Lernens in der frühkindlichen Bildung

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Bi-nationale Expertenteams entwickelten und implementierten innovative Methoden zur Projektarbeit mit Kindern in Kindergärten. Kinder sollten zu "aktiv Lernenden" werden und sich Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen aneignen, die für ihre Zukunft unentbehrlich sind. Die COMENIUS-Regio-Partnerschaft der Bildungsbehörden in Berlin und Poznań wurde zwischen 2013 und 2015 im Vorläuferprogramm von Erasmus+ von der Europäischen Union gefördert.

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Foto: istockphoto.com/ Izabela Habur

| 3 Wie viele Kinder passen in ein Auto? Früher hatten viele Berliner Erzieherinnen und Erzieher das unbehagliche Gefühl, Kindern Projekte überzustülpen. Heute fragen sie so lange nach, bis sie wissen, was die Kinder interessiert, welche Fragen sie haben und wie sich einbringen können. Ein Projekt im Rahmen einer COMENIUS-Regio-Partnerschaft zwischen Berlin und Poznań gab dazu wichtige Impulse. Wenn Erzieherinnen der Kita »Sausewinin Berlin früher die Interessen der Kinder aufgriffen, konnte es passieren, dass aus einem Hausbrand in der Nähe flugs ein Projekt über die Feuerwehr wurde. Das Interesse an der Feuerwehr wurde zum Gegenstand des Projekts und weniger die Beziehung der Kinder zu dem eigentlichen Ereignis. Heute würden die Erzieherinnen so nicht mehr vorgehen. »Wird ein Projekt von außen aufgesetzt, mag es drei Kinder interessieren, doch der Rest macht nicht mit«, sagt Bianca Parschau, die »Kinder in Bewegung« (KiB) koordiniert, den Kita-Träger des Landessportbundes Berlin, in dem 21 Einrichtungen zusammengeschlossen sind. Als sie jüngst von einem Brand in einer benachbarten Kita erfuhren, der die Kinder beschäftigte, hörten die Erzieherinnen ihnen so lange zu, bis die Idee für das Projekt »Es brennt – was passiert, wenn alles weg ist?« geboren war. Die Erzieherinnen besprachen mit den Kindern zwar auch die Arbeit der Feuerwehr und die Folgen des Brandes. Vor allem aber beschlossen die Kinder, für eine Woche alle Spielsachen wegzuräumen, um herauszufinden, wie es ist, wenn nichts mehr da ist – alle Kinder zogen diesmal mit. Möglich machte die neue Einstellung zum entdeckenden Lernen YALE: Die Abkürzung steht für »Young Children as Active LEarners exploring the/ir World«. Den Anstoß zu dem europäischen Projekt gaben die Bildungsverwaltung der polnischen Stadt Poznań und die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Gefördert wurde es zwischen 2013 und 2015 als COMENIUS-Regio-Partnerschaft im Vorläuferprogramm von Erasmus+. Ziel von YALE war es, neue Methoden der Projektarbeit auf der Grundlage entdeckenden Lernens zu finden, die sich um die Interessen der Kinder drehen.

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