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Eine eTwinning Reise

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In vier Kapiteln gibt die Publikation einen Überblick zu den Angeboten von eTwinning und wie sich Lehrkräfte aus ganz Europa daran beteiligen können. Die 80-seitige Broschüre im Format DIN A5 ist nur noch als PDF-Dokument verfügbar.

A Taste of Maths (ATOM)

A Taste of Maths (ATOM) Gewinner des Europäischen eTwinning-Preises 2012 Alterskategorie 12-15 Jahre Valentina Cuadrado Marcos, IES Alonso De Madrigal, Spanien Maria Teresa Asprella, Liceo Classico «E. Duni», Italien Erik Atsma, Hervormd Lyceum West, Niederlande Eva Bauerová, ZŠ Majakovského, Tschechische Republik Helen Karavanidou, 1st Lykeio Elefsinas, Griechenland Irina Vasilescu, Scoala cu clasele I-VIII, nr 195, Rumänien Mathematik mit den Sinnen zu erleben ist ein interessantes Konzept und dieses Projekt brachte auf jeden Fall geschmacklich Interessantes in die Klassen. Dieses mathematische Projekt machte sich Unterrichtsfächer wie Fremdsprachen, kreatives Schreiben, Kochen, IKT und Geschichte zunutze, um anhand unterschiedlicher Aktivitäten die Zusammenhänge zwischen Mathematik und dem täglichen Leben zu demonstrieren. Durch die Verbindung von Mathematik mit Rätseln und Kochaktivitäten konnten die SchülerInnen die Konzepte, die sie gelernt hatten (Geometrie, Konversation, Bruchrechnen und Gleichungen), vertiefen und in realen Situationen anwenden. Sie konnten bei diesen Mathematikaktivitäten ihre kreative Seite zeigen, indem sie Gedichte mithilfe der Fibonacci-Reihe verfassten. Der Erfolg dieses fächerübergreifenden Projekts lag darin, dass die einzelnen Verantwortlichkeiten auf die jeweiligen Stärken der PartnerInnen aufgeteilt wurden. Ein Partner, der zum Beispiel über bessere Fremdsprachenfertigkeiten verfügte, erstellte interessante Rätsel, während ein technisch versierter Kollege/ eine Kollegin den Blog aufbaute und wieder ein anderer für die Projektevaluierung zuständig war. Dadurch konnten wir eine interessante Teamarbeit genießen und die Rolle jedes einzelnen Partners/jeder einzelnen Partnerin war ein Puzzlestein des Projekterfolges. Interview mit allen Projektpartnern 42 1. Warum haben Sie sich für dieses Thema entschieden? Da mehr als die Hälfte von uns Mathematik unterrichten, fiel uns die Wahl nicht schwer. Die Verbindung von Mathematik und Lebensmitteln war da schon schwieriger. Unsere

SchülerInnen wollten im Mathematikunterricht immer öfter wissen: „Aber warum lernen wir das, wozu brauchen wir das?”. Deshalb wollten wir ihnen zeigen, dass Mathematik nicht so weit entfernt ist von ihrem täglichen Leben, von Lebensmitteln, Kommunikation und gemeinsamem Verständnis wie sie vielleicht glaubten. 3 Kapitel 2. Worin lagen aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen? Zuerst dachten wir, es wäre eine große Herausforderung ein Projekt mit sechs Partnerschulen aus unterschiedlichen Ländern zu starten, aber es war einfacher als gedacht: Die Kommunikation war gut, schnell und problemlos und die Zusammenarbeit einfach großartig. Die größte Herausforderung lag darin, das Projekt in jeden unserer Lehrpläne zu integrieren. Bei so vielen beteiligten Schulen ist es klar, dass nicht jeder auf dem gleichen Niveau ist und zeitlich an den gleichen Themen arbeitet. In einigen Partnerschulen mussten wir das Projekt außerhalb der täglichen Mathematikstunde durchführen. Für die Nicht- MathematiklehrerInnen bestand die größte Herausforderung darin, ihre Mathematikangst zu überwinden. Dank der Hilfe der KollegInnen und SchülerInnen haben sie aber die Angst nicht nur überwunden, sondern auch das Unterrichtsfach neu schätzen gelernt! 3. Welche pädagogischen Ziele haben Sie sich gesetzt? Die Ziele des Projekts kann man von seinem Titel ablesen. „A Taste of Maths” kann man auf unterschiedliche Weise interpretieren: Erstens war es das Ziel, den Jugendlichen Mathematik schmackhaft zu machen. Zweitens versuchten wir, eine Verbindung zwischen Mathematik und dem täglichen Leben herzustellen. Zu diesem Zweck haben wir Gastronomie und Kochtraditionen gewählt. Drittens – da wir den Zusammenhang zwischen Mathematik und dem täglichen Leben nicht zu kompliziert machen wollten – haben wir uns nicht mit komplizierten mathematischen Konzepten herumgeschlagen sondern einfache Konzepte benutzt, die jeder – unabhängig von seinem mathematischen Niveau - verstehen konnte. 4. Wie waren die Eindrücke der SchülerInnen bei diesem Projekt? Wovon profitierten die Jugendlichen? Für sie war es eine total neue Art Mathematik zu lernen. Ihre Motivation und ihre Englischkenntnisse wurden bedeutend besser. SchülerInnen, die zu Beginn nicht mitmachen wollten, waren plötzlich sehr interessiert. Unerwartet war die Reaktion auf unsere Fibonacci- Gedichte: Diese Aufgabe entstand erst spontan während des Projekts. Als wir von dieser Art Gedichte erfuhren, wollten wir eigene verfassen. Wir wollten ein oder zwei Gedichte pro Team einfordern, doch wir erhielten rund 90. Den SchülerInnen gefiel die Idee so gut, dass sie alle ihr eigenes Gedicht schreiben wollten. 5. Welchen Tipp würden Sie KollegInnen geben, um diese für eine Teilnahme an eTwinning zu begeistern? eTwinning ist ein unglaublich ansteckendes „Virus” – sobald man es ausprobiert und die Reaktionen der SchülerInnen gesehen hat, ist man infiziert. Es ist nicht immer „la vie en rose”, aber es ist sehr motivierend zu sehen, dass man Hindernisse überwinden kann. Man ist in Kontakt mit anderen Lehrkräften, kann von ihnen lernen und sich dadurch selbst als PädagogIn weiterentwickeln. Aber vor allem macht es großen Spaß! Probieren Sie es aus! 43

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