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Eine eTwinning Reise

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In vier Kapiteln gibt die Publikation einen Überblick zu den Angeboten von eTwinning und wie sich Lehrkräfte aus ganz Europa daran beteiligen können. Die 80-seitige Broschüre im Format DIN A5 ist nur noch als PDF-Dokument verfügbar.

SOHO: Sonnenflecken

SOHO: Sonnenflecken Online Helios Observatorium Gewinner des Europäischen eTwinningPreises 2012 Spezielle Kategorie: Marie Skłodowska-Curie Preis Tatjana Gulič, Osnovna Sola Preska, Slowenien Eleni Kostopoulou & Miltiadis Leontakis, 5th Lyceum of Veria, Griechenland Jean-Noël Pédeutour, Collège Tiraqueau, Frankreich Andrzej Błaszczyk, Zespół Szkół nr 7 w Lublinie, Lublin, Polen Ignacio Jiménez Calero, IES Pedro Álvarez Sotomayor, Manzanares, Spanien Sertaç Dincer Zafer, Ergodan Tekirdag Aka Koleji, Türkei Eric Vayssie, Collège Antonin Perbosc, Frankreich Dieses einjährige gemeinschaftliche Projekt hob die wissenschaftliche Forschung in Schulen auf ein neues Niveau. Die SchülerInnen erzielten gemeinsame Ergebnisse und stellten Schlussfolgerungen an, als sie die Sonne und ihre Sonnenflecken mithilfe von Teleskopen beobachteten. Das Projekt stützte sich nicht auf erwartete dokumentierte Ergebnisse, sondern auf die Beobachtungen jeder Partnerschule, um zu verstehen, wie und warum die Sonne agiert und reagiert. Ihre Beobachtungen, Fotos, Videos und Ergebnisse hielten die SchülerInnen im TwinSpace fest. Sie trafen sich regelmäßig online bei Videokonferenzen. Die SchülerInnen entwickelten eine Leidenschaft für Astronomie beim Austausch ihrer Eindrücke und Hypothesen. Durch diesen Austausch entwickelten sich auch Freundschaften und die Jugendlichen lernten die Länder und das tägliche Leben ihrer PartnerInnen kennen. Neben Astronomie beschäftigen sich die SchülerInnen im Rahmen des Projekts auch mit Englisch, was als gemeinsame Kommunikationssprache eingesetzt wurde. Dadurch konnten alle SchülerInnen und Lehrkräfte, die Englisch nicht als Muttersprache sprachen, ihre Fremdsprachenkenntnisse auf unterhaltsame und interessante Weise verbessern. Sechs unterschiedliche Schulen haben die Sonne beobachtet und voneinander gelernt. 58

Interview mit den Projektpartnern 1. Warum haben Sie sich für dieses Thema entschieden? Unsere SchülerInnen sind wie wir begeistert von Astronomie. Wir machten sehr gute Erfahrungen mit unserem ersten Projekt „How is your sky?” und wir wollten einfach weiterhin zusammenarbeiten. Wir haben nach weiteren Ideen für ein Astronomie-Projekt gesucht. Im slowenischen Lehrplan gibt es einen Abschnitt mit dem Titel „Beobachte und erforsche unseren Nachbarstern”. Da alle Partnerschulen Zugang zu Teleskopen hatten, sind wir dieser slowenischen Inspiration gefolgt und haben die Arbeit mit unseren Teleskopen begonnen. 2. Worin lag für Sie der größte Nutzen des Projekts? Die SchülerInnen verbesserten ihr Wissen in Englisch und Astronomie und arbeiteten erfolgreich mit PartnerInnen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Dank der großartigen Kommunikation zwischen den Partnerschulen wurden die Unterrichtsstunden sehr innovativ, da wir unsere Unterrichtsmethoden permanent austauschten. Durch all die Experimente, die wir durchführten, schafften wir es, eine wirkliche wissenschaftliche Zusammenarbeit zustande zu bringen. LehrerInnen unterschiedlicher Unterrichtsfächer innerhalb einer Schule konnten ebenfalls zusammenarbeiten, was für viele von uns eine wirklich tolle Erfahrung war. Sogar die lokale Zeitung berichtete über das Projekt, wodurch die Öffentlichkeit auf uns aufmerksam wurde. 3. Welche pädagogischen Ziele haben Sie sich gesetzt? Unsere pädagogischen Ziele waren: • Fakten über die Sonne zu lernen (speziell über ihre Sonnenflecken und deren Verhalten); • Englisch als Kommunikationssprache einzusetzen (vor allem wissenschaftliches Vokabular); • Zu verstehen, dass Zusammenarbeit in wissenschaftlichen Studien wichtig ist ; • Sich vertraut machen mit wissenschaftlichen Denkmustern (inklusive Hypothesen, Experimenten, Kalkulationen, Ergebnissen und Schlussfolgerungen; • Einsatz von IKT-Werkzeugen (Astronomie-Software, dynamische Geometrie-Software, Videokonferenzen und Video-Werkzeuge); • Und die Stärkung der Autonomie der SchülerInnen. All diese Ziele wurden erreicht und zudem lernten die SchülerInnen selbständig mit Teleskopen und der eingesetzten Software umzugehen. 4. Wie waren die Eindrücke der SchülerInnen bei diesem Projekt? Wovon profitierten die Jugendlichen? Für unsere SchülerInnen war es eine große Herausforderung aber gleichzeitig eine sehr positive Erfahrung. Wir hatten die Möglichkeit, Wissenschaftlerinnen zu treffen, die auf Sonnenbeobachtung spezialisiert sind. Die SchülerInnen konnten gemeinsam mit ihren PartnerInnen während der Videokonferenzen Fragen stellen. Die Jugendlichen waren total begeistert als sie erkannten, dass ihre Ergebnisse mit jenen der bekannten Wissenschaftlerinnen übereinstimmten. Viele entwickelten eine Leidenschaft für Astronomie und kauften sogar eigene Teleskope. 5. Wie hat Ihr Projekt zu mehr Innovation in Ihrem Unterricht beigetragen? Dank dieser Partnerschaft konnten wir mit unserem eigenen Material arbeiten. Wir waren nicht auf Beobachtungen professioneller Observatorien, sondern nur auf jene unserer Partnerschulen angewiesen. Dadurch und durch den Einsatz aller IKT-Werkzeuge konnten wir den Unterricht wirklich innovativ gestalten 3 Kapitel 59

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