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Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter

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Wie kann ich mit einer Erasmus+ Finanzierung die Lehr- und Lernprozesse in meiner Schule verbessern? Welche Weiterbildungsmaßnahmen können wir unseren Lehrkräften über Erasmus+ anbieten? Wie kann Erasmus+ dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad meiner Schule zu steigern und eine Verbindung mit Interessengruppen herzustellen? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie im neuen Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleiter, Teamleiter, Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter 1.2 Was bietet Erasmus+? Im Folgenden betrachten wir die spezifischen Finanzierungsmöglichkeiten, die für Ihre Schule angeboten werden. Zunächst sollten Sie jedoch der Versuchung widerstehen, Erasmus+ als einen „Marktplatz“ einmaliger Chancen zu begreifen. Dieses flexible Programm bietet vielfältige Optionen und unterstützt sowohl große als auch kleine Projekte. Konzentrieren Sie sich daher auf die Entwicklungsziele Ihrer Schule und prüfen Sie, wie die jeweiligen, von Erasmus+ angebotenen Möglichkeiten zum Erreichen dieser Ziele beitragen könnten. Mit dieser Einstellung eröffnen sich Ihnen vielfältigere potenzielle Vorteile als erwartet. Sie ist zudem Grundlage für den „ganzheitlichen Schulansatz“, den dieser Leitfaden fördert. Ein ganzheitlicher Ansatz für die gesamte Schule Ein Erasmus + Projekt ist dann erfolgreich, wenn es im Schulalltag einen zentralen Stellenwert einnimmt und als ein Projekt wahrgenommen wird, das für Ihre Schule, Ihre Mitarbeiter und Schüler einen hohen Nutzen bringt. Ihr Projekt sollte daher Teil der Entwicklung und strategischen Prioritäten der Schule sein und von allen Akteuren der Schule unterstützt werden. Empfehlung Damit Sie immer über Antragsfristen und Neuigkeiten zu Erasmus+ auf dem Laufenden sind, lohnt es sich, die Website ihrer Nationalen Agentur zu besuchen und sich für deren Newsletter anzumelden. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch über die sozialen Medien. Sie finden die Kontaktdaten aller Nationalen Agenturen für Erasmus+ unter: https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/contact_de Die Tabelle 1 am Ende des Kapitels zeigt einige typische Ziele europäischer Projekte und erläutert, wie diese im Rahmen von Erasmus+ unterstützt werden können. 1.2.1 Personalmobilität (Leitaktion 1) Ein Auslandsaufenthalt mit dem Ziel, von einer anderen Schule oder Bildungseinrichtung zu lernen, kann Ihren Mitarbeitern neue berufliche Chancen aufzeigen und ihre Lern- und Unterrichtsmethoden weiterentwickeln. Schulen können Lehrkräfte, Schulleiter sowie pädagogisches Fachpersonal, die in vorschulischen Einrichtungen, in Grund-, Sekundar- oder Berufsschulen tätig sind, zu Aktivitäten im Rahmen der Erasmus+ Leitaktion 1 „Personalmobilität“ entsenden, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern oder ihre Sprachkompetenzen zu verbessern. Mobilitätsaktivitäten bieten die Gelegenheit, Wissen und Arbeitsmethoden auszutauschen und Bildung aus einem breiter gefassten Blickwinkel zu betrachten. 1.2.1.1 Wie kann meine Schule von Mobilitätsprojekte für Schulpersonal profitieren? Schulen können die folgenden Personalmobilitätsaktivitäten für sich nutzen: • Aktivitäten zu Unterrichtszwecken: Im Rahmen dieser Aktivitäten können Lehrkräfte und sonstiges schulisches Lehrpersonal an einer Partnerschule im Ausland unterrichten. Für Mitarbeiter ist dies eine ausgezeichnete Möglichkeit, um andere europäische Bildungssysteme kennenzulernen und ihre fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. • Aktivitäten zu Fort- und Weiterbildungszwecken: Dazu gehören strukturierte Kurse und Schulungen, Job Shadowing und Hospitationen an einer Partnerschule oder anderen relevanten Einrichtungen. Von diesen Aktivitäten profitieren alle Mitarbeiter der Schule, nicht nur die Lehrkräfte. Alle Aktivitäten dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten und werden aus Mitteln eines ein- oder zweijährigen Personalmobilitätsprojekts finanziert. Während des Finanzierungszeitraums können somit mehrere Mitarbeiter an Mobilitätsaktivitäten teilnehmen. 1.2.1.2 Wie sind Mobilitätsprojekte für Schulpersonal strukturiert? Die Beteiligung an einem Mobilitätsprojekt für Schulpersonal kann auf drei Arten erfolgen: • Als antragstellende Eirnichtung für eigenes Personal:zuständig für die beantragung von Projekten, die Berichtlegung der Ergebnisse und die Auswahl der ins Ausland zu entsendenden Mitarbeiter. • Als Entsendeorganisation im Rahmen eines nationalen Mobilitätskonsortiums haben lokale oder regionale Schulbehörden, andere Schulkoordinierungsstellen, und auch Schulen, die Möglichkeit, in ihrem Gebiet ein Konsortium von Schulen zu bilden und in ihrem Namen einen gemeinsamen Antrag zu stellen sowie die administrative Verpflichtungen zur Durchführung des Projekts zu übernehmen. • Als aufnehmende Organisation: zuständig für die Aufnahme von Lehrkräften, angehenden Lehrkräften in Ausbildung oder sonstigem pädagogischen Fachpersonal. Sie können ihren Gastlehrkräften beispielsweise Aktivitäten anbieten oder deren Unterrichtsaktivitäten nutzen. Teil 1: Eine Einführung in Erasmus+ für Schulen Was wird geboten? 14 15

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