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Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter

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Wie kann ich mit einer Erasmus+ Finanzierung die Lehr- und Lernprozesse in meiner Schule verbessern? Welche Weiterbildungsmaßnahmen können wir unseren Lehrkräften über Erasmus+ anbieten? Wie kann Erasmus+ dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad meiner Schule zu steigern und eine Verbindung mit Interessengruppen herzustellen? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie im neuen Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleiter, Teamleiter, Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter 2.1.2 Identifizieren, wie Erasmus+ Lernen und Lehre unterstützen könnte Um Erasmus+ in die gesamte Schule einzubinden, ist es sinnvoll, Entscheidungsträger aus allen Lehrplanbereichen an einen Tisch zu bringen und zu diskutieren, wie das Programm die folgenden Punkte verbessern kann: • spezifische Bereiche oder Fächer des Lehrplans (z. B. Lese- und Schreibkompetenz, einschließlich IKT-Fertigkeiten) • interdisziplinäres Lernen (z. B. integriertes Lernen von Inhalten und Sprache – Vermitteln der Lerninhalte eines Faches in einer Fremdsprache) • schulische Werte, kulturelle und Sozialkompetenzen (z. B. Unternehmergeist, interkulturelles Verständnis, demokratische Prinzipien, Weltbürgerschaft, Bekämpfung von Mobbing, ökologische Nachhaltigkeit, Teamarbeit) • Lern- und Lehrkonzepte (z. B. Kommunizieren und Implementieren eines stärker schülerzentrierten Lernansatzes) Mit dieser ganzheitlichen Sichtweise können Ihre Mitarbeiter eine Vielzahl potenzieller Vorteile für Schüler und Mitarbeiter ermitteln, unabhängig von ihrer Fachrichtung oder beruflichen Funktion. „ Das Projekt wurde von einem interdisziplinären Team aus Lehrkräften und sonstigen Mitarbeitern entwickelt, das die Aktivitäten so konzipierte, dass sie in die Pflichtfächer der Schüler integriert werden konnten und in direktem Zusammenhang mit dem Lehrplan standen.“ Jean-Pierre Marcadier, Projektkoordinator, Frankreich Beispiel aus der Praxis Mit Erasmus+ IKT-basiertes Lernen und Lehren unterstützen Eine Schule in Irland wollte durch die Nutzung von IKT Lehre und Lernen verbessern und „reif“ im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln werden. Schulleitung und Lehrkräfte entwickelten dazu einen Schulaktionsplan, um neue Technologien in der ganzen Schule einzusetzen. Internationale Projekte waren wichtig, um die Ziele der Schule zu unterstützen. Für die Mitarbeiter hatten dabei zwei Aspekte europäischer Finanzhilfe Vorrang: Mobilitätsmöglichkeiten In einem ersten Schritt wurden die Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schule ermittelt, die über unterschiedlich ausgeprägte IKT- Kompetenzen verfügten und an verschiedenen Aktivitäten im Bereich Personalmobilität teilnehmen sollten. Lehrer hospitierten beispielsweise bei Kollegen an ausländischen Schulen, die auf diesen Bereich spezialisiert waren. Andere Lehrkräfte nahmen an IKT-Schulungen einer europäischen Bildungseinrichtung teil. Heute werden diese Aktivitäten im Rahmen der Leitaktion 1 „Personalmobilität“ angeboten. Europäische Partnerschaften Die Schule plante ein Partnerschaftsprojekt, um eine virtuelle Lernplattform mithilfe der Open-Source-Software Moodle zu schaffen, zu der alle Fachbereiche der Schule Zugang haben. Auf dieser Plattform können Schüler und Lehrer bei gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten und an außerschulischen Kursen teilnehmen, die ihr Lernen unterstützen und verbessern. Heute sind diese Aktivitäten Bestandteil der Leitaktion 2 „Strategische Partnerschaften“. Der inklusive „ganzheitliche Schulansatz“ sorgte dafür, dass zahlreiche Mitarbeiter und Schüler von den Möglichkeiten von Erasmus+ profitierten und beim Lernen und Lehren IKT- Instrumente besser nutzen konnten. Teil 2: Erasmus+ Leitfaden für Schulen Vor dem Projekt 26 27

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