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Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter

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Wie kann ich mit einer Erasmus+ Finanzierung die Lehr- und Lernprozesse in meiner Schule verbessern? Welche Weiterbildungsmaßnahmen können wir unseren Lehrkräften über Erasmus+ anbieten? Wie kann Erasmus+ dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad meiner Schule zu steigern und eine Verbindung mit Interessengruppen herzustellen? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie im neuen Erasmus+ Leitfaden für Schulleiter. Der Leitfaden wurde für leitende Lehrkräfte (Schulleiter, Teamleiter, Koordinatoren usw.) verfasst, die wissen möchten, was das Erasmus+ Programm auf dem Gebiet der Grund-, Haupt- und Sekundarschulbildung anzubieten hat.

Erasmus+ Ein praktischer Leitfaden für Schulleiter Unabhängig von der jeweiligen Anforderung sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen und damit sicherstellen, dass Monitoring und Evaluierung Ihres Projekts auf hohem Niveau und fristgerecht erfolgt: • Stellen Sie sicher, dass die notwendigen Beiträge der Partner rechtzeitig vorliegen Die Partner sollten auf die Bedeutung, Anforderungen und Fristen der Berichterstattung hingewiesen werden. Ihr Projektkoordinator sollte frühzeitig an diese Fristen erinnern. • Stellen Sie sicher, dass die Monitoring- und Evaluierungsdaten vollständig sind Wenn Aktivitäten nicht oder nur teilweise abgeschlossen wurden, ist es wichtig, die Gründe dafür zu ermitteln und in Erfahrung zu bringen, welche Änderungen gegebenenfalls vorgenommen bzw. welche alternativen Aktivitäten durchgeführt wurden, um einen Ausgleich zu schaffen. Diese Informationen sind für Berichte an die Nationale Agentur wichtig. • Handeln Sie proaktiv, wenn das Projekt nicht planmäßig verläuft Wenn ernsthafte Probleme auftauchen, die darauf schließen lassen, dass einige der Anforderungen der Finanzhilfevereinbarung voraussichtlich oder möglicherweise nicht erfüllt werden können, müssen Sie vorausschauend handeln und Ihre Nationale Agentur frühzeitig informieren. Ihre Nationale Agentur wird Sie nach Kräften unterstützen und eine Lösung finden. In einigen Fall kann die Nationale Agentur beispielsweise den Vertrag ändern. • Keine Angst vor Anpassungen Wenn Ihr Projekt mehrere Aktivitäten beinhaltet, nutzen Sie die Monitoring- und Evaluierungsdaten Ihrer Aktivitäten, um Folgeaktivitäten zu verbessern. Wenn beispielsweise nach Aussage einer Gruppe von Mobilitätsteilnehmern bei einer Bildungsveranstaltung nicht ausreichend Zeit vorgesehen war, um Fragen zu stellen, sollten Sie das Programm direkt anpassen, damit spätere Teilnehmer nicht auch diesen Punkt bemängeln. Online-Besprechungen der Partner sind eine gute Gelegenheit, um derartige Vorschläge zu machen und Änderungen zu vereinbaren. Sie können zudem Änderungen vornehmen, wenn Sie Ihre Ziele voraussichtlich vorzeitig erreichen. Durch Monitoring und Evaluierung Ihrer Fortschritte sind Sie in der Lage zu entscheiden, welche Maßnahmen Sie im Rahmen der Finanzhilfe und über den ursprünglichen Plan hinaus durchführen könnten. • Timing ist das A und O Auch die modernsten Evaluierungsmethoden nützen wenig, wenn die Evaluierung zur falschen Zeit erfolgt. Wenn die Teilnehmer beispielsweise zu einigen Bereichen Ihres Projekts oder ihrer eigenen Lernaktivitäten zu früh befragt werden, können Sie möglicherweise keine Antwort geben. Wenn die Teilnehmer hingegen erst am Ende um ihre Meinung gebeten werden, sind sie vielleicht verärgert, dass sie von ihren Ideen und Vorschlägen nicht profitieren werden. Sorgen Sie dafür, dass Evaluierungsmaßnahmen dann durchgeführt werden, wenn sie aussagekräftige Rückmeldungen liefern können, und denken Sie daran, dass Sie über eine Evaluierung während und nach Ihrem Projekt oder Ihrer Aktivität Verbesserungen einführen können. Empfehlung Beispiele für weitverbreitete Instrumente zur Evaluierung von Erasmus+ Aktivitäten: Fragebögen Fragenbögen können online/per E-Mail oder persönlich im Rahmen einer Veranstaltung oder Aktivität verteilt werden, um von vielen Personen schnell Informationen zu erhalten. Mit diesem kostengünstigen Instrument lassen sich Daten einfach auswerten. Fragebogen können auch nützlich sein, wenn Sie anonym Rückmeldungen erhalten möchten. Strukturierte Interviews Einen tieferen Einblick in die Erfahrungen der Teilnehmer von Erasmus+ Aktivitäten erhalten Sie durch strukturierte Interviews, die persönlich oder telefonisch bzw. über VOIP geführt werden können. Allen Befragten müssen die gleichen Fragen gestellt werden. Dieser Ansatz kann hilfreich sein, wenn Sie eher qualitative Aspekte der Erfahrungen Ihrer Teilnehmer vergleichen möchten. Sie können beispielsweise die Erfahrungen von Gästen mit denen der Gastgeber vergleichen. Semi-strukturierte Interviews Bei semi-strukturierten Interviews sind einige Fragen vorgegeben, andere werden spontan anhand von Themen entwickelt, die während des Gesprächs auftauchen. Es werden hauptsächlich offene Fragen gestellt, damit Teilnehmer ihre Meinung äußern können. Semi-strukturierte Interviews werden eingesetzt, um persönliche Erfahrungen und Eindrücke der Teilnehmer zu erfassen. Diese Methode kommt in der Regel bei telefonischen Befragungen oder persönlichen Interviews zum Einsatz. Evaluation Story Bei einer Evaluation Story handelt es sich um eine längerfristig angelegte Evaluierungsmethode. Dabei werden Vorgänge dokumentiert, in denen eine Erasmus+ Aktivität zu konkreten Veränderungen geführt hat. Beispiele sind u. a. Lehrplanänderungen oder die Umsetzung einer Schulrichtlinie. Beispielfragen vor dem Projekt: Wie ist die derzeitige Situation? Wie könnte die Aktivität/das Projekt diese verbessern? Beispielfragen nach dem Projekt: Wie war die Situation vor der Aktivität/dem Projekt? Inwieweit hat sie sich jetzt verändert? Foto- oder Videodokumentationen Mit Fotos oder audiovisuellen Medien lassen sich die visuelle Qualität der Aktivität, die Stimmung oder Begeisterung der Teilnehmer einfangen. Sie können damit auch Ihre Evaluierungsund Kommunikationsunterlagen (Artikel, Blog Posts, Online- Fotoalben usw.) bebildern. Teil 2: Erasmus+ Leitfaden für Schulen Während des Projekts 58 59

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