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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Smartes Lernen leicht

Smartes Lernen leicht gemacht Über das Projekt Projekttitel Auf dem Weg zur digitalen Schule Koordinierende Einrichtung Internationales Ganztagsgymnasium am Leonardo-da-Vinci-Campus, Nauen Bundesland Brandenburg Kontakt Tina Raehse tina.raehse@ldvc.de Projektlaufzeit 1. September 2018 bis 31. August 2019 EU-Förderung 37.020 Euro für die koordinierende Einrichtung Schwere Taschen mit dicken Wälzern zu schleppen, das war einmal. Zumindest für die Schülerinnen und Schüler des Leonardo-da-Vinci-Campus im brandenburgischen Nauen. Dank einer Vielzahl digitaler Lehrbücher können sie sich ihr Wissen nun auch per Klick und Wisch am Computer oder Tablet erarbeiten. In den Klassenräumen sind die Kreidetafeln längst durch Smartboards ersetzt und ein starkes WLAN garantiert ruckelfreie Verbindungen ins Netz. Auch wie man sich in sozialen Netzwerken verhält, wird hier vermittelt. Dass auf dem Campus, auf dem drei Schulen, eine Kita, ein Internat und ein Hort vereint sind, digitale Aufbruchstimmung herrscht, ist auch Tina Raehse zu verdanken. Sie hat den Leitspruch ihrer Schule, »Wir wollen uns kontinuierlich verbessern«, verinnerlicht und sich als Erasmus+ Neuling für das smarte Projekt begeistern lassen. Ebenso wie 18 ihrer Kolleginnen und Kollegen, die in Finnland, Estland, Irland, Portugal und Italien multimediale Lehrmethoden und Technologien kennenlernten. »Das Projekt kam wie gerufen, denn ohne Erasmus+ hätten wir die digitalen Neuerungen sicher nicht so schnell umgesetzt«, schwärmt Tina Raehse. Mittlerweile kommen in Nauen eine Vielzahl von Lern-Apps und pädagogische Software zum Einsatz. Deshalb war der Leonardo-da-Vinci- Campus auch bestens für die Corona-Krise gerüstet. Mit Onlinekonferenzen, einer Lernplattform und sogar Turnieren der Schach-AG im Netz konnten die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause erreicht werden. »Mit diesem Angebot waren wir vielen Schulen voraus«, freut sich Tina Raehse. Die Erfahrungen wollen sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter nutzen und weitergeben. Vielleicht sogar mit einem neuen Erasmus+ Projekt. 12 |

success stories 2019 | leitaktion 1 nachgefragt bei Tina Raehse Welche Bedeutung hat Medienbildung im Unterricht im digitalen Zeitalter? Auch außerhalb der Schule sind mobile Endgeräte seit Jahren allgegenwärtig. Medienbildung vermittelt den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Das reicht von Datenschutz- oder Urheberrechtsfragen bis hin zum Verhalten in den sozialen Netzwerken. Oft sind Schülerinnen und Schüler hier unzureichend informiert, denn sie wissen beispielsweise nicht, welche persönlichen Daten Instagram, Facebook, Google und Co. von ihnen sammeln und zu anderen Zwecken verwenden. Welche europäischen Mobilitäten waren besonders wertvoll? Aus Irland, Estland und Portugal haben wir besonders wegweisende Ideen und Anregungen mitgenommen. Bei diesen Mobilitäten stand stets die praktische Umsetzung digitaler Lernmöglichkeiten im Vordergrund. Bei einer Fortbildung in Irland haben wir unterschiedliche Apps ausprobieren können und in Estland viel über digitale Schulorganisation gelernt. Seitdem organisieren wir unseren Vertretungsplan ausschließlich digital. Lehrkräfte, die an Fortbildungen teilgenommen hatten, wirkten als Multiplikatoren. Wie hat Ihre Schule davon profitiert? Digitales Lernen und Arbeiten sind für uns selbstverständlich geworden. Am Leonardo-da-Vinci-Campus sind bereits während des Mobilitätsprojekts zahlreiche neue Unterrichts- und Projektvorhaben gestartet. Die Lehrkräfte an unserer Grundschule arbeiten nun mit digitalen Tafeln und unterrichten auch die Jüngsten mit neuen Lernprogrammen. Am Gymnasium und an der Gesamtschule ging die digitale Entwicklung weiter: Videodrehs, computerbasierte Lernnetzwerke und digitale Mitschriften gehören jetzt zu unserem Arbeitsalltag. Begründung für die Auszeichnung Das Konsortialprojekt wurde von drei Schulen durchgeführt, die unterschiedliche Schularten repräsentieren. Daher waren trotz des gemeinsamen Fortbildungsthemas »Digitales Lernen« verschiedene Ausgangssituationen und Bedürfnisse vorhanden. Das erfolgreich durchgeführte Projekt konnte diese Unterschiede sehr gut auffangen, sodass jede der beteiligten Schulen maximal von den Fortbildungen profitierte. Hierbei ging es, wie im Fall der Kreativitätsgrundschule, nicht nur um das Erlernen von konkretem Handwerkszeug für den Unterricht, sondern auch um eine Änderung der Haltung der Lehrkräfte gegenüber der Verwendung digitaler Medien. Hier wurde ein nachhaltiger, wegweisender Effekt erzielt. | 13

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