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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Begründung für die

Begründung für die Auszeichnung Schon seit Jahren pflegt das Landesförderzentrum für den Förderschwerpunkt »Hören« Mecklenburg-Vorpommern Erasmus+ Partnerschaften und nutzt sie gewinnbringend für die Schulentwicklung. Das aktuelle Projekt ist ein Baustein von vielen, mit dem der Schwerpunkt Fremdsprachen gestärkt werden soll. Die Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Schülerinnen und Schülern die englische Sprache zugänglicher zu machen. Sie sollten erleben, wie nützlich eine Fremdsprache sein kann. Die Lehrkräfte gehen nun selbst entspannter und motivierter mit der englischen Sprache um und haben die internationale Zusammenarbeit zu schätzen gelernt. Dadurch haben sie für ihre Schülerinnen und Schüler eine Vorbildfunktion. Wie profitieren Hörgeschädigte vom Lernen einer Fremdsprache? Die Schülerinnen und Schüler wissen um die Bedeutung des Englischen als Weltsprache, aber ihre Motivation sinkt mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Wenn man sich jedoch Zeit nimmt, die Wortbedeutunnachgefragt bei Silvia Collin Vor welchen Herausforderungen stehen hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler beim Fremdsprachenlernen? Es fällt den meisten schwer, sich den Wortschatz und die Grammatik der Fremdsprache anzueignen, weil ihnen aufgrund ihrer Hörschädigung bereits der Erwerb der deutschen Sprache schwerfällt. Sie lernen eine Sprache nicht nebenbei, sondern müssen jedes Wort mit seiner Bedeutung, der Schreibweise und Aussprache gesondert üben. gen gründlich zu erklären, erweitern die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ihren deutschen Wortschatz. Weil die englischen Texte in der Regel kürzer und grammatikalisch einfacher als die deutschen sind, können sie oft sogar besser verstanden werden. Auch vom Einsatz der amerikanischen Gebärdensprache profitieren die Schülerinnen und Schüler. Sie unterscheidet sich grundlegend von der deutschen Variante und ist die Lingua franca für Hörgeschädigte. Wie hat das Lehrpersonal seine erworbenen Kenntnisse in den Unterricht eingebracht? Die Kolleginnen und Kollegen sind ein Vorbild für lebenslanges Lernen. Viele Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt, dass sich ihre Lehrkräfte freiwillig noch einmal auf die Schulbank setzten. Für unsere Erasmus+ Reisenden war es eine wichtige Erfahrung, dass sie in den Englischkursen anfangs oft nur wenig verstanden haben. Sie können dadurch noch besser nachvollziehen, welchen Schwierigkeiten hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler tagtäglich begegnen. Weil sie ihre Erlebnisse mit dem Kollegium geteilt haben, entstanden spannende Diskussionen. 14 |

success stories 2019 | leitaktion 1 Englischlernen leicht gemacht Als Silvia Collin vor einigen Jahren einen Aushang mit spannenden Erasmus+ Fortbildungen entdeckte, fragte sie sich, ob die etwas für ihre Schule sein könnten. Sie unterrichtet Englisch am Landesförderzentrum für den Förderschwerpunkt »Hören« im mecklenburgischen Güstrow. »Weil ich das Programm aber noch nicht kannte, wollte ich es lieber erst selbst ausprobieren, bevor ich es in meinem Kollegium empfehle«, erzählt sie. Der damalige Fremdsprachenkurs hat sie dazu motiviert, das Englischlernen an ihrer Schule noch attraktiver zu machen – für ihre Schülerinnen und Schüler und für die Lehrkräfte. Manche ihrer Kolleginnen und Kollegen sprachen nur leidlich Englisch und trauten sich daher wenig zu. Wenn sie nun Lust an der Weltsprache bekämen, so Silvia Collins Idee, würden sie auch die Kinder dafür begeistern. Bei den Fortbildungskursen im europäischen Ausland war für jedes Leistungsniveau etwas dabei. »Trotzdem musste ich anfangs kräftig trommeln, um Interessierte zu finden«, erinnert sich die Lehrerin. Als dann selbst die größten Skeptiker voller Elan zurückkehrten, wurden auch andere Lehrkräfte neugierig auf Erasmus+. Bei der mittlerweile dritten Fortbildung musste Silvia Collin keine Überzeugungsarbeit mehr leisten. Neun Lehrkräfte lernten Englisch in England, Schottland und auf Malta und erhielten während verschiedener Job-Shadowings Einblicke in das britische und finnische Schulsystem. Ist Silvia Collins Kalkül aufgegangen? »Nicht nur meine Kolleginnen und Kollegen trauen sich nun mehr zu, der Funke ist auch auf unsere Schülerinnen und Schüler übergesprungen«, freut sie sich. Und die sind schon ganz gespannt auf das nächste Erasmus+ Projekt mit Finnland. Dort wollen sie dann ausprobieren, was ihnen ihre engagierten Lehrkräfte beigebracht haben. Über das Projekt Projekttitel Verbesserung der interkulturellen Kompetenzen für fächerübergreifenden Englischunterricht und Internationalisierung Koordinierende Einrichtung Landesförderzentrum für den Förderschwerpunkt Hören, Güstrow Bundesland Mecklenburg-Vorpommern Kontakt Silvia Collin silviacollin@kabelmail.de Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 31. August 2019 EU-Förderung 26.419 Euro für die koordinierende Einrichtung | 15

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