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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Begründung für die

Begründung für die Auszeichnung Das Projekt »European Challenges in Sustainability by Biotechnology« von insgesamt zehn Partnerschulen geht mit seiner anspruchsvollen Thematik, hochprofessionellen Umsetzung und durchdachten Verbreitungsstrategie weit über das Maß gewöhnlicher Projektpartnerschaften hinaus. Es wurden neue, handlungsorientierte Unterrichtseinheiten mit einem hohen Praxisanteil zum Thema Biotechnologie entwickelt, in alle Partnersprachen übersetzt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Besonders positiv hervorzuheben ist das bereits in Vorgängerprojekten erprobte Mentorensystem, bei dem besonders geschulte Schülerinnen und Schüler auf internationaler Ebene verantwortungsvolle Aufgaben bei der Vorbereitung und Durchführung der Unterrichtseinheiten und der Experimente übernommen haben. Das Projekt hat nicht zuletzt auch durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, darunter Universitäten, dazu beigetragen, dass das Interesse der beteiligten Schülerinnen und Schüler für Berufe im Bereich der Naturwissenschaften spürbar gesteigert werden konnte. nachgefragt bei Dr. Jürgen Braun Welchen Stellenwert haben die Schülermentoren? In einem rollierenden System waren alle Partnerschulen im gleichen Maße aufgefordert, Schülermentoren auszubilden. Diese Mentorinnen und Mentoren trugen eine besondere Verantwortung bei der Erreichung der Projektziele. Sie unterrichteten und betreuten zusätzlich die Experimente der Arbeitsgruppen. Dabei erwarben sie wertvolle didaktische Fähigkeiten und lernten, die Fremdsprache Englisch praxisbezogen anzuwenden. Wie wichtig ist die Zusammenarbeit in internationalen Teams für den Projekterfolg? Die hohe Qualität unserer Ergebnisse in Form der entwickelten neuartigen Lernmaterialien lässt sich dadurch erklären, dass jede Partnerschule unterschiedliche Kompetenzen zum Thema Nachhaltigkeit durch Biotechnologie in das Projekt einbrachte. Dieser Austausch hatte einen Synergieeffekt zur Folge. Wir haben mit diesem Projektteam weit mehr erreicht, als dies mit der Summe aller unserer Einzelaktivitäten möglich gewesen wäre. Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Devise »Fördern und Fordern« gemacht? Im Projekt standen alle Beteiligten vor der großen Herausforderung, innovative Lernmaterialien zum Thema »Nachhaltigkeit durch Biotechnologie« zu erarbeiten. Diese haben sie in internationalen Teams mit tollen persönlichen Erfolgserlebnissen gemeistert. Die Schülerinnen und Schüler waren in diesen Arbeitsprozess nicht nur als Mentoren intensiv eingebunden. Für einige war diese Leistung sicherlich der Trigger für eine künftige berufliche Karriere in den Naturwissenschaften. 24 |

success stories 2019 | leitaktion 2 Begeisterung für Biotechnologie Das Erasmus+ Projekt der Johanna-Wittum- Schule in Pforzheim hat wahre Schmuckstücke hervorgebracht. Aus ihrer Mundschleimhaut isolierten die Schülerinnen und Schüler DNA, ließen sie in Medaillons ein und können ihre Erbinformation nun an einem Kettchen um den Hals tragen. Die »Goldstadt« Pforzheim lebt von der Schmuckindustrie, doch dank Dr. Jürgen Braun ist sie auch bei Biotechnologiefans weit über ihre Grenzen bekannt. Der Lehrer für Naturwissenschaften, der am größten Berufsschulzentrum des Schwarzwalds unterrichtet, begeistert junge Leute aus ganz Europa für das interdisziplinäre Forschungsfach. Am mittlerweile siebten Erasmus+ Projekt der Johanna- Wittum-Schule nahmen Sekundarschülerinnen und -schüler aus acht Ländern teil. Ihre Mission: die Entwicklung biologisch abbaubarer Materialien im Kampf gegen die Plastikflut. Grenzüberschreitende Kooperation wie diese wünscht sich Jürgen Braun auch für große Forschungsvorhaben. »Nur wenn jedes europäische Land sein Know-how einbringt, sind wir für die Zukunft gerüstet«, meint er. Seine Schülerinnen und Schüler machen es vor: Über die eTwinning-Plattform, E-Mails, Videokonferenzen und bei persönlichen Treffen entwickeln sie gemeinsam Lehrmaterialien. Dass ihr Lehrer nach dem Prinzip »Fördern und Fordern« viel von ihnen verlangt, hat sich nach Ansicht von Jürgen Braun bewährt. Die jungen Forscherinnen und Forscher geben ihr Wissen als »Botschafter« an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und sogar ans Kollegium weiter. Ihre Biotechnologie-Workshops sind so beliebt, dass sie in Windeseile ausgebucht sind. Interessenten haben jetzt wieder eine Chance: Ein neues Erasmus+ Projekt, über die Genschere CRISPR/Cas9, ist in Arbeit. Über das Projekt Projekttitel European Challenges in Sustainability by Biotechnology Koordinierende Einrichtung Johanna-Wittum-Schule, Pforzheim Bundesland Baden-Württemberg ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Dr. Jürgen Braun juergen.braun.dr@aol.com Partner • Kollegium Kalksburg (Österreich) • Biskupské gymnázium Brno a materská ˇ škola (Tschechische Republik) • Thisted Gymnasium STX og HF (Dänemark) • Lycée Léopold Sédar Senghor (Frankreich) • 2 Peiramatiko Geniko Lykeio Athinon (Griechenland) • Fényi Gyula Jezsuita Gimnázium és Kollégium (Ungarn) . • Türk Egitim ˇ Vakfı Inanç Türkes ¸ Özel Lisesi (Türkei) • Niels-Stensen-Gymnasium (Deutschland) Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 31. August 2019 EU-Förderung 26.040 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.sustainabilitybybiotechnology.com | 25

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