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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Mit MINT zum Erfolg

Mit MINT zum Erfolg Über das Projekt Projekttitel M-INTernational Skills Improvement Koordinierende Einrichtung Deichselbach-Schule (GS), Buttenheim Bundesland Bayern ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Barbara Saïd deichselbach-schule@buttenheim.de Partner • Istituto Comprensivo Mori-Brentonico (Italien) . • Halkali Cumhuriyet llkokulu (Türkei) Projektlaufzeit 1. September 2016 bis 31. August 2019 EU-Förderung 30.680 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.mint-skills.com Wieso bleiben Duschvorhänge so gerne am tropfnassen Körper haften? Die Antwort kennen die Kinder der Deichselbach-Schule Buttenheim, die an einem Erasmus+ Projekt teilgenommen haben, das sie für MINT-Fächer begeistern wollte. Dass dahinter der physikalische Bernoulli- Effekt steckt, lernten sie anhand des lebensnahen Beispiels. Die anschauliche Aufgabe war nur eine von vielen, mit denen Projektkoordinatorin Barbara Saïd und ihr Schulleitungskollege Peter Dotterweich schon Grundschüler für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern wollten. Dabei war es ihnen besonders wichtig, auch die Mädchen zu motivieren, denn sie trauen sich in MINT-Fächern meist weniger zu als Jungen und sind in technischen Berufen unterrepräsentiert. Die Projektpartner aus Deutschland, Italien und der Türkei entwickelten gemeinsam Unterrichtmodule, die spielerisch Spaß an Naturwissenschaften und Technik wecken wollten. Bei ihren persönlichen Treffen und Hospitationen erprobten sie die Übungen praktisch. Dass die Kinder mit Feuereifer dabei waren, wenn sie Teebeutel wie Heißluftballons in die Luft steigen ließen, und stolz, wenn sie Minirobotern das Laufen beibrachten, bestärkte die Lehrkräfte darin, dass ihr Experiment gelungen ist. »Es gab Übungen für jedes Niveau, dadurch hatten unsere Schülerinnen und Schüler rasch Erfolgserlebnisse«, betont Barbara Saïd. Und auch bei Reisen in die Türkei und nach Italien erlebten sie und ihr Schulleitungskollege Peter Dotterweich, dass selbst zurückhaltende Kinder sich viel zutrauten. »Alle haben solch große Entwicklungsschritte gemacht, wie wir es selbst kaum für möglich gehalten haben«, meint Barbara Saïd. Für die mittlerweile pensionierte Konrektorin war das MINT-Projekt deshalb auch eine ganz persönliche »Success Story«. 26 |

success stories 2019 | leitaktion 2 nachgefragt bei Barbara Saïd und Peter Dotterweich Ziel des Projekts war es, die Attraktivität von MINT- Fächern bereits in der Grundschule zu steigern. Woran messen Sie den Erfolg? An den Partnerschulen wurden abwechslungsreiche MINT-Lernmaterialien geschaffen, die nun sogar in eigens ausgestatteten Räumen für den Unterricht bereit liegen. »Lernen durch Handeln« heißt unser Prinzip, bei dem die Schülerinnen und Schüler im Team arbeiten. Dies ließ bereits während des Projekts einen sichtbar positiven Lerneffekt erkennen. Weniger motivierte Kinder und erfreulicherweise auch alle Mädchen ließen sich so für den MINT-Bereich begeistern. Rückmeldungen der Lehrkräfte, die die Materialien nun im Unterricht nutzen, bestätigen dies. Wie ist es Ihnen gelungen, sprachliche Hürden in den länderübergreifenden Schülerteams zu überwinden? Alle Arbeitsaufträge für die Experimente waren auf Englisch formuliert. Die Schülerinnen und Schüler konnten, wenn nötig, auf Aufgabenkärtchen in ihrer Muttersprache zurückgreifen. Mit der Zeit wurde diese Möglichkeit nur noch selten in Anspruch genommen. Die Lehrkräfte beobachteten dabei mit Freude, wie die Schülerinnen und Schüler trotz ihres begrenzten Englischwortschatzes zwanglos miteinander kommunizierten, notfalls mit Händen und Füßen. Inwieweit hat der Austausch mit den Partnerschulen den Lernerfolg unterstützt? Alle Partnerschulen haben innovative und interessante Ideen in das gemeinsame Erasmus+ Projekt eingebracht. Der Einblick in Lehrpläne und Unterrichtsmethodik der europäischen Partnerschulen lieferte Anregungen, die sich in den Projektergebnissen nachhaltig auf die Unterrichtsqualität, die Motivation und ein erfolgreiches Lernen auswirkten. Begründung für die Auszeichnung Mit dem Projekt »STEM« ist es den drei Grundschulen aus Deutschland, Italien und der Türkei – bemerkenswerterweise alle von ihnen Newcomer in dem Programm – auf Anhieb gelungen, ein gut geplantes Konzept erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Ziel war es, den Stellenwert der MINT-Fächer im Unterricht zu steigern, die Qualität des zugehörigen Unterrichts zu verbessern und vor allem bei Mädchen die Motivation für naturwissenschaftliche Fächer zu fördern. Aus dem Bericht wird deutlich, wie sehr die Schulen von dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Projektarbeit profitierten. Das Projekt wurde auch auf Ebene der jeweiligen Kollegien gut eingebunden und fand ein sehr positives Echo bei der Elternschaft der drei Schulen. Die entwickelten Lehrmaterialien für den Mathematik- und Naturwissenschaftsunterricht an Grundschulen stehen auf der Projektwebsite in den drei Partnersprachen und auf Englisch für andere interessierte Einrichtungen zur Verfügung. | 27

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