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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

nachgefragt bei Roland

nachgefragt bei Roland Gröger Warum war es Ihnen wichtig, unternehmerische Fähigkeiten bereits im Grundschulalter zu fördern? In anderen Ländern ist die Vermittlung dieser Kompetenzen im Lehrplan verankert. Auch wir hielten ihre Entwicklung für sehr wertvoll. Unser Ziel war es, zwischen Kindern verschiedener Nationalitäten ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern und sie zu befähigen, gemeinsam Projekte zu planen und auszuführen. Dafür war unsere gemeinsame Juniorenfirma bestens geeignet. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Ressourcen und Fähigkeiten wahrnehmen, ausbauen und selbstbestimmt agieren. Welche Schlüsselkompetenzen haben die Kinder durch das Projekt erworben? Die Kinder zeigten Leistungsbereitschaft, erwarben Kommunikationskompetenzen, Organisationsvermögen und verbesserten ihre Fremdsprachenkenntnisse. Sie bauten ihre Medienkompetenz und Teamfähigkeit aus, entwickelten im Kontakt mit ihren europäischen Projektpartnern Einfühlungsvermögen und lernten strukturiertes Arbeiten. Was waren die größten Herausforderungen während der Projektlaufzeit? Für Viertklässler war das Projekt sehr anspruchsvoll. Trotzdem haben wir jeweils drei Schülerinnen und Schüler pro Jahr daran teilnehmen lassen. Eine Herausforderung waren auch die unterschiedlich strukturierten Gruppen. In Italien, Spanien und Griechenland nahmen ganze Klassen teil, in Wales und bei uns nur Arbeitsgemeinschaften, die sich einmal pro Woche trafen. Wir hatten dadurch unterschiedlich viel Zeit für die Ausführung der Projekte. Eine weitere Herausforderung war zudem, dass die Kinder, die nach der sechsten Klasse zu weiterführenden Schulen wechselten, aus dem Projekt ausschieden. Ihre engagierte Mitarbeit fehlte. Begründung für die Auszeichnung Durch die Teilnahme an dem Projekt »Meine Zukunft in Europa: Schule schaffen – Beruf finden – als Europäer leben« haben die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über die möglichen Bildungs- und Berufswege in der EU erheblich erweitert und wurden befähigt, ihre Beschäftigungschancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu verbessern. In vielseitigen, gut auf die Teilnehmenden abgestimmten Aktivitäten wurden Aspekte unternehmerischen Denkens und des sozialen Unternehmertums für ein gelingendes Berufsleben aufgezeigt und praktisch erprobt. Die Website enthält zahlreiche Beispiele von Aktivitäten und Materialien, die als Anregung auch für andere Schulen dienen können. 32 |

success stories 2019 | leitaktion 2 Einmaleins für junge Entrepreneure Bisher hatte Djamal nur sein eigenes Taschengeld verwaltet. Dann trug der 10-Jährige als Schatzmeister die Verantwortung für das Budget eines kleinen Unternehmens. Die Juniorenfirma, deren Ein- und Ausgaben Djamal gewissenhaft prüfte, war eine Idee der Berliner Otto-Wels-Grundschule, die jungen Entrepreneuren wertvolles Gründer-Know-how vermitteln wollte. Im Verbund mit Erasmus+ Partnern in Österreich, Italien, Spanien, Griechenland und Großbritannien erarbeitete die Berliner Schule ein Konzept, bei dem Viertbis Sechstklässler lernten, wie Wirtschaft funktioniert: Von der Geschäftsidee über cleveres Marketing bis zum Vertrieb. Ihre Produkte: selbst gemachte Souvenirs von Schlössern und Burgen. Dafür machten sich die Berliner Kinder erst einmal über eines der bekanntesten Baudenkmäler ihrer Heimatstadt schlau, Schloss Charlottenburg. Sie recherchierten dessen Geschichte, dachten sich Quizfragen aus und stellten sogar eine höfische Zeremonie in historischen Kostümen nach. Was »Corporate Identity« bedeutet, erlebten die jungen Europäerinnen und Europäer bei ihren Treffen, die reihum in jedem Partnerland stattfanden. Bei Schloss- und Burgbesichtigungen trugen die Kids stolz ihre coolen Caps mit eigenem Logo. Dass ihre Schülerfirma mehr als Spielerei war, wurde ihnen klar, als sie sie in der katalanischen Stadt Navas registrieren ließen. Dass die Entrepreneure den Geschmack ihrer Kunden getroffen hatten, zeigte sich auf dem Mittelaltermarkt im italienischen Gemona. Die selbst gemachten Burg-Kerzen, Schlüsselanhänger und Lesezeichen fanden reißenden Absatz. Die Einnahmen spendeten die Kinder an eine Umweltschutzorganisation. Sie selbst profitierten vom Projekt durch die gewonnene Erfahrung. Eine echte Win-win-Situation. Über das Projekt Projekttitel Kids Conquering Castles Koordinierende Einrichtung Otto-Wels-Grundschule Bundesland Berlin ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Roland Gröger rolandgroeger@aol.com Partner • VS Grubergasse, Wien (Österreich) • Col·legi Sant Josep, Navàs (Spanien) • 1st Piramatiko Dimotiko Sholio Alexandroupolis (Griechenland) • Istituto Comprensivo di Gemona del Friuli (Italien) • Cyfarthfa Park Primary School, Merthyr Tydfil (Vereinigtes Königreich) Projektlaufzeit 1. September 2016 bis 31. August 2019 EU-Förderung 36.060 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.kcc-erasmus.eu | 33

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