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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Engagierte Europäer

Engagierte Europäer Über das Projekt Projekttitel Your Europe at Home! Shaping Yourope Koordinierende Einrichtung Gymnasium Rahlstedt Bundesland Hamburg ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Kristin Ommler kristinommler@gmail.com Partner • Casa Institución Los Boscos (Spanien) • Rigas 18. vakara (mainu) ¸ vidusskola (Lettland) • Agrupamento de Escolas de Santo André, Santiago do Cacém (Portugal) Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 30. April 2019 EU-Förderung 24.855 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.twinspace.etwinning.net/ 37624/home Organisation ist alles, wenn über hundert Jugendliche aus vier Ländern zwanzig Monate lang ein umfangreiches Europaprojekt auf die Beine stellen. Auf ihrer To-do-Liste im Twin- Space von eTwinning planten die Erasmus+ Partner aus Hamburg, Lettland, Spanien und Portugal ihre Kooperation akribisch durch: Von der Registrierung im Herbst 2017 über die Feiern zum Europatag im Mai 2018 bis zum Abschluss im Frühjahr 2019. Und hinter jeder der fast 60 Aufgaben prangt ein Häckchen. Dass alle Partner so engagiert waren, ist vor allem der Projektleiterin Kristin Ommler vom Gymnasium Rahlstedt zu verdanken. Sie begeisterte sie mit der Idee, Jugendliche selbst aktiv werden zu lassen, um Europa kennenzulernen. »Für viele Schülerinnen und Schüler ist die EU wenig greifbar. Wir können dieses abstrakte Gebilde mit Leben füllen, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, sich mit anderen europäischen Jugendlichen auszutauschen«, beschreibt die Lehrerin ihre Motivation. Um über Europa diskutieren zu können, befassten sich die Partnerschüler zunächst mit den Ursprüngen der Union, ihren Werten und drängenden Fragen wie der Flüchtlingspolitik. Nicht jeder Brainstorming-Vorschlag schaffte es ins Projekt, aber bei der Abstimmung darüber erfuhren die Jugendlichen, wie Demokratie funktioniert. Die Arbeit der »echten« Politiker lernten sie bei den Besuchen in den Partnerländern kennen, wo sie Parlamente besichtigten und mit Abgeordneten diskutierten. Als kundige Experten gaben die Hamburger Gymnasiasten ihr Wissen beim »Lernen durch Lehren« weiter. Für den Tag der offenen Tür dachten sie sich Spiele und Rätsel rund um die EU aus, bei denen es neben kleinen Aufmerksamkeiten vor allem eines zu gewinnen gab: wertvolles Europawissen. 34 |

success stories 2019 | leitaktion 2 nachgefragt bei Kristin Ommler Wie nutzt Ihre Schule die Projektergebnisse? Im Rahmen des Projekts ist eine Unterrichtseinheit zu verschiedenen Fragestellungen rund um die EU entstanden. Die einzelnen Kapitel verfügen über praktische didaktische und methodische Hinweise, die den Einsatz im Unterrichtsalltag erleichtern. An unserer Schule wird die Einheit gerne im Fach Politik eingesetzt, da sie thematisch an den Lehrplan angebunden ist. Gerade die interkulturellen Komponenten sowie die Ergebnisse aus verschiedenen Ländern wecken das Interesse der Lernenden und sind eine beliebte Diskussionsgrundlage. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Konzept »Lernen durch Lehren« gemacht? Wir konnten sehr positive Erfahrungen machen. Die Projektteilnehmenden haben von Anfang an an den Unterrichtseinheiten mitgearbeitet. Durch die Erprobung in unterschiedlichen Lerngruppen konnten wir die Materialien laufend anpassen. Außerdem beobachteten wir, dass die Schülerinnen und Schüler das Gelernte schnell verinnerlichten. Und es ist uns hervorragend gelungen, ihre Persönlichkeitsentfaltung zu fördern. Es lohnt sich, im Unterricht auf dieses Konzept zurückzugreifen, da Inhalte auf diese Weise motivierend vermittelt werden können. Wie zielführend war die Einbindung externer Partner für die Außendarstellung des Projekts? Wir haben mit der Kooperation mit verschiedenen Partnern wie Politikern oder politischen Jugendorganisationen sehr gute Erfahrungen gemacht. Es ist eine lohnende Möglichkeit, die eigenen Ideen zu verbreiten. Wir konnten feststellen, dass viele politische Organisationen sehr offen für die Zusammenarbeit mit Erasmus+ Projekten sind und beide Seiten vom Austausch profitieren. Begründung für die Auszeichnung Im Rahmen des Projekts »Your Europe at Home! Shaping Yourope« konnten die beteiligten Schülerinnen und Schüler ihre Rolle und ihre Möglichkeiten als aktive Bürgerinnen und Bürger der europäischen Zivilgesellschaft kennenlernen und gestalten. Den Partnern gelingt eine intensive und kontinuierliche Arbeit rund um das Projektthema. In fünf Arbeitsphasen finden sie kreative Antworten auf die Fragestellungen: Was bedeutet Europa für mich? Was ist die Europäische Union? Wie wirkt die EU auf mich und andere? Was können wir in Europa bewirken? Wie kann ich mein Wissen verbreiten? Das wichtigste Ergebnis dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist eine detaillierte Unterrichtseinheit in fünf Sprachen, die bereits Bestandteil der Schulcurricula der beteiligten Schulen ist. Sie steht interessierten Schulen über die Ergebnisplattform der EU zur Verfügung. Die gesamte Projektarbeit erfolgte mit außerordentlichem Einsatz und Engagement. | 35

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